Das Forsthaus schließt heute seine Pforten…..

Letzte Woche am 29.10 noch war ich bei unserer Fördererin Marga am Forsthaus gewesen. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir zu viert aufgestiegen zum „Tigerentenmenü“- echter Name etwas sperrig  „Goldene Gans oder Tigerente – Enten und Gänse-Menü“

Die Tigerente

Die Tigerente

Es begann mit ein wenig Waldorfsalat und Gänseschmalz und dazu das gute Brot vom 4-Täler-Beck aus Behringersmühle, setzte sich fort mit einem Süppchen von der Gänsekeule mit frischer Paprika, Ingwer, Koriander, Zitronengras; dann ein Feldsalat mit geräucherter Entenbrust und Gänsehautcroutons und dann eben die Tigerente mit Sellerie-Kartoffelstampf und einem wunderbar milden Weinsauerkraut mit Trauben. Das Beste für mich war aber am Hauptgang das dazu gereichte „Quittenchutney“. Da muß die Marga noch mal ihr Rezept für die Slow Food Gemeinde herausrücken. Den Abschluss bildete ein Lebkuchenmousse mit einem Deckel von Mandarinengelee. Dazu Luckerts „Blauer Silvaner“ und für die Rotweinfreunde gab es den Aglianico.

Ein wunderbarer Abend. Und am Ende noch eine lange Plauderei bis kurz vor Mitternacht. Und dort berichtete Marga davon, dass sie jetzt das Forsthaus winterfest machen muss. Und heute am 6.11 das letzte Menü kredenzt wird und dann das Forsthaus für die Öffentlichkeit geschlossen wird. Es war ja auch keine leichte Saison für die Marga und es war das erste Jahr in dem sie die Saison allein – zwar mit ganz vielen Freunden, aber eben doch allein – bewältigen musste.

Marga Linhard & Claus Fesel

Marga Linhard & Claus Fesel

Ich habe ja lange gezittert. Aber lags am Rotwein. Auf jeden Fall hat mir die Marga verraten: Nächste Saison wird das Forsthaus wieder aufsperrt! Und das hat mich total gefreut. Und ich denke viel von Euch auch. Und natürlich machen wir in der nächsten Saison dann auch wieder ein oder zwei Veranstaltungen auf dem Forsthaus. Und da freu ich mich drauf.

Wer die Marga mal wieder am Boden treffen will kann auch zum Aktiventreffen kommen am 25.11, wo wir das nächste Jahr gestalten wollen oder zu den Tafelrunden am 8.11 beim Stefan Rottner (46 Anmeldungen liegen schon vor) oder am 6.12 bei unseren Förderern in die La Vineria.

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  1. Wenn ich das „Tigerentenmenü“ lese, dann läuft mir das Wasser im Munde zusammen und ich fühle mich wie der berühmte Panther im Gedicht von Rilke: Unruhig, traurig laufe ich hinter Stäben, denn ich wäre so gerne mit dabei gewesen (keine Angst, ich bin nicht inhaftiert, sondern hatte einfach schon andere Termine…).
    Aber es ist eine wunderbare Nachricht, dass Marga auch in der nächsten Saison für kulinarische Höhepunkte im Forsthaus sorgt und wir freuen uns bereits jetzt darauf. An dieser Stelle gleich noch ein großes Dankeschön an die Schnecke der ersten Stunde und engagierte Vertreterin der Slow Food Philosophie. Das Küsschen auf die Wange gibt’s dafür bei der nächsten Veranstaltung :o)
    Viele Grüße
    Peter (bekennender Schweigelberg-Wallfahrer)

  2. Claus, die Urkunde (Kynologie = Lehre vom Hund bzw. seinen Rassen) gibt mir zu denken. Hast Du nun Ente oder Hund gegessen? Die Frage stellt sich mir insbesondere, nachdem ich gerade in Südkorea angekommen bin und hier zur beginnenden Winterzeit noch immer Hund auf den Tisch kommt. Ich wil nicht hoffen, dass mir ein solches Gericht in den nächsten Tagen unwissend untergeschoben wird, auch wenn es nach hiesigem Verständnis des Slow Food Kriterien entspräche. da genieße ich lieber einen Kimchi.
    Gruß aus Seoul, Klaus-Peter

  3. Lieber Claus,
    herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht von der Tigerentenjagd auf dem
    Teller. Und um die Frage von Klaus-Peter Staiger zu beantworten von wegen
    der Kynologie bzw. dem Hund, sei gesagt, dass an diesem Abend einige „echte“Jäger
    sich auch an die Federn der Goldenen Gans hängen wollten und mir eine Urkunde
    über eine erfolgreiche Nachsuche auf Reh mit meiner Tosca überreichten – also bitte..
    unsere Hunde sind uns heilig…..
    Lb. Claus, Dir zuliebe rücke ich das Rezept des Quittenchutney’s raus:
    1 kg Quitten schälen, entkernen und mit etwas Apfelsaft ganz langsam und ganz
    lange zu einem Mus kochen – zu ca. 250 g – das ist sehr mühsam!
    Deshalb verrate ich, wie man das schneller machen kann.

    Ich entdeckte vor einigen Jahren schon bei der Bio-Messe eine Firma:
    Tarpa-Bioprodukte in Putzbrunn-München – info@tarpa.de – mit Internet Shop
    und jetzt sind sie sogar Förderer von Slow Food!
    Sie stellen Mus her in Ungarn (wo die Früchte meist reif noch intensiver
    schmecken – siehe Aprikosen etc…) von Quitten, Zwetschgen. Sauerkirschen
    und Aprikosen, das in offenen Kesseln, in Bio-Qualiät mit Honig hergestellt
    wird und sehr intensiv schmeckt. (Auch ein Tip: Walnüsse in Honig, typisch ungarisch
    und toll zu Käse). Nun gut, mein Rezept muss ja auch Eigenkreativität haben:

    Ich habe von Burgl Kaiser 4 schöne „regionale“ Quitten bekommen,
    die ich geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten habe,
    dann machte ich in der Pfanne einen schönen Karamell, löschte mit Apfel-
    (oder Quitten-) Saft ab, gab die Würfel rein sowie Sternanis, Zimt, wenig Nelke und
    Wacholderbeeren und kochte die Würfel weich, aber nicht zerfallen.
    Jetzt rührte ich noch 2-3 Gläser Tarpa-Quittenmus darunter und dann habe ich
    das Chutney lauwarm serviert.
    Ich glaube, so können das Slow Fooder nachkochen….und mit Regionalität,
    Frische und Geschmack den Genuss wahren…. so die Original-Message!
    Die „Überschrift“ verwirrt, die Pforten sind geschlossen im Winter wegen
    Reichtum und Kälte….
    dann bis morgen
    Marga

    • Liebe Frau Linhard,

      vielen Dank für das Rezept, ich liebe Quitten!
      Die Überraschung ist Claus gelungen, ich zitterete schon, als ich
      die Überschrift las (ohh…keine Schweigelberg mehr….??)

      Viele Grüße

      Susi Werkmeister

  4. Marga, die Überschrift sllte ja verwirren, um neugerig auf die Auflösung zu machen ;-) Und Danke fürs Rezept. LG noch aus HH – gerade dem Schickimickiauftrieb von der Einweihung des SPIEGEL Verlagsgebäudes entkommen (PS: Jammer auf hohem Niveau – denn schön wars schon)

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