Tafelrunde Januar – Robert Prosiegel zu den Slow Food Positionen und zum SAU-WOHL

Robert Prosiegel, Mtglied der Grundsatzkommission

Am 24. Januar versammelten sich 18 Schnecken im Restaurant Steinplatte um mit unserem Mitglied Robert Prosiegel – der auch Mitglied der Grundsatzkommission zu den gesellschaftspolitischen Positionen von Slow Food Deutschland ist – eben jene Positionen zu diskutieren. Den Entwurf / aktuellen Stand der Positionen  haben wir hier im Blog schon veröffentlicht.

Slow Food Urgesteine lauschen

Zur slowfoodgerechten Küche der Steinplatte (ich hatte ein Carpaccio vom Saibling, eine Karotten-Ingwer Suppe und Filet vom Skrei – alles sehr gut) referierte Robert Prosiegel eben noch mal jene Positionen und lud zur Diskussion ein die dann auch heftig stattfand.

Die Diskutanten bestätigten im Wesentlichen die Inhalte des bestehenden Positionspapiers und sie machten auch deutlich, dass sich Slow Food bundesweit – aber auch in den Convivien – dann auch an den Werten messen lassen muss.

Robert Prosiegel Mitglied der Grundsatzkommission beim Referat

Insbesondere betonten die Mitglieder das man auf regionale Wirtschaftskreisläufe wert legen und diese auch fördern muss. Dazu gehört es auch die regionalen und lokalen Förderer von Slow Food, die den Gedanken leben und an Ihre Kunden verbreiten, unbedingt zu fördern.

Robert Prosiegel nahm folgende Punkte mit: Es muss klare Regeln und Kriterien geben für Slow Food Förderer und Produkte die von Slow Food gefördert werden. Diese sollten fachspezifisch sein, aber nicht sklavisch, sondern in Form von Leitplanken.

Er wird uns über die weitere Diskussion auf dem laufenden halten.

Am Rande der Tafelrunde informierte er mich auch über sein Projekt „SAU-WOHL“ – dabei geht es um Schweinefleisch das am Ende dann auch „SAU-GUT“ schmeckt.

Es geht wie folgt:

Der Partner von Robert Prosiegel –  Landwirt Stache, in Störzelbach – bekommt für ein Schwein statt wie üblicherweise 180-200 Euro einen garantierten Festpreis von 500,- Euro pro Schwein.

Dafür füttert er die Schweine anstelle von 5-6 Monaten ca 11 Monate und läßt sie auf seinem Acker hinter der Scheune von März bis November im Freien laufen.

Das hat den Vorteil, daß sich die Schweine sehr wohl fühlen, viel Platz für den Auslauf haben, an der frischen Luft sind und durch die längere Zeit ein dunkleres, festeres und besseres Fleisch haben.
Sie fühlen sich also “SAUWOHL”.

Die Menschen, die dieses Projekt unterstützen, übernehmen eine sogenannte Patenschaft, bezahlen pro Monat 10,- Euro (11 Monate lang) und bekommen dann ca. 12-15 kg von dem Fleisch.
Im Sommer (Juni-Aug.) ist geplant, alle Paten zu einem Grillfest im Hof der Familie Stache einzuladen.

Wer mitmachen will – und ich hoffe das sind viele die ich dann beim Grillfest treffe – findet hier mehr Informationen.

 

Bilder: herwig Danzer

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