Slow Food Nürnberg zu Gast bei adidas

Slow Food Nürnberg bei adidas

Marga Linhard (m), Gerhard Tremel (li), Thomas Plackner (re) und Claus Fesel (hinter dem iPhone)

Wer in der Metropolregion Nürnberg an adidas denkt, denkt an den Factory outlet store und an ein internationales Lifestyle Unternehmen mitten im Herzen von Franken, wo auf dem adidas Campus 2.500 Mitarbeiter beschäftigt sind –  aus mehr als 40 Nationen, über 400 stammen nicht aus Deutschland. Die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv und adidas lag 2011 auf Rang 60 der wertvollsten Marken der Welt.

Aber wie essen die Mitarbeiter dieses Sport – und Lifestylekonzerns in Franken ? Salat? Vegetarisch ? Leicht? A la Slow Food?

Die Mitarbeiter essen in der aditeria. Die Betriebsverpflegung ist outgesourct an einen der weltweit operierenden Betriebverpfleger Sodexo. Da hat das Controlling des Hauses sich gegenüber anderen Aspekten durchgesetzt. Damit stellt sich die Frage nach Slow Food nicht mehr?

Doch. Denn der Leiter der Betriebsverpflegung Thomas Lindemann (sodexco) und sein Team junger engagierter Köche (darunter unser Mitglied Martin Paulus), haben sich vorgenommen im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Mitarbeitern von adidas die Slow Food Idee näher zu bringen. Dieses Jahr soll es einmal im Monat ein Slow Food Gericht geben – Zutaten aus der Region, kein Convinience, frisch gekocht.

Das Problem fängt mit der Beschaffung an (Zutaten für circa 10 % der Essen – etwa 150 Portionen) frisch aus der Region, Beschaffung über einen zentralen Einkauf und lokal vor Ort und ein Preisobergrenze gesetzt von adidas die nur doppelt so hoch ist wie der Standard. Wobei mich gewundert hat dass die Mitarbeiter im Schnitt nur 3,15 Euro für ihr Essen zahlen. Aber dafür bekommen sie dann auch hochindustriell vorverarbeitetes Essen. Denn für alle Mitarbeiter und die  rund 1600 Essen stehen nur 62 Mitarbeiter in der Betriebsverpflegung zur Verfügung. Da muss mit Convinience gearbeitet werden.

Zum Auftakt gab es

Knoblauchsländer Lauchsuppe mit Brot Chip

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Heimisches Karpfenfilet in der

Meerrettichkruste gebacken an sautiertem

Chicoree und Roter Beete mit  Schwenkkartoffeln und Frankenweinsauce

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Mousse vom Apfel

Das war natürlich nicht gerade ein Essen das leicht zu verkaufen ist – weil Karpfen und Meerrettich nicht jedermanns Sache sind. Aber die Zielwert von 10 % der Essen wurde erreicht.

Wir waren eingeladen mit zwei Infotischen in den beiden Casinos über die Slow Food Idee zu informieren. Und zu überzeugen warum die regionale Küche besser ist als Cevapcici mit Pommes.

Eine herausfordernde Angelegenheit, die aber viel Spaß gemacht ha, weil wir auch auf viele offene Ohren gestossen sind. Ich denke das war gut investierte Zeit in eine attraktive Zielgruppe der adidas Mitarbeiter.

Und im Oktober wollen wir Thomas Lindemann, Martin Paulus und deren Kollegen noch einmal begleiten und für unsere Idee werben.

Und wir vier haben sehr viel gelernt über die Zwänge eines Caterers, die Herausforderung wenn sich das Controlling eines Unternehmens gegen Human Resources durchsetzt und das ein Unternehmen das für Sport, Gesundheit und Lifestyle steht noch Potentiale hat, wenn es um die gesunde Ernährung seiner Mitarbeiter geht. Wer mehr wissen will, kommt zu einer unsere nächsten Veranstaltungen und da können wir uns austauschen.

Einfach mal wieder auf der Veranstaltungsseite vorbeischaun und anmelden.

Slow food Mitglied Martin Paulus bei der Arbeit

Slow Food Mitglied Martin Paulus bei der Arbeit

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