Obstarche mit Genuß

Klaus Peter Staiger (li)Fotos & Organisation der Veranstaltung: Klaus-Peter Staiger

Text: Torsten Härtelt

Die Slowfood-Schnecken wallten wieder einmal auf einen Berg und diesmal war es nicht der Schweigelberg, sondern der Spielberg in Gnotzheim bei Gunzenhausen. Viele werden es schon ahnen, es ging in den Gasthof Gentner zu Walburga und Maria Gentner, seit langem Unterstützer (so heißen die Förderer seit diesem Jahr) von Slow Food.
Zunächst ging es aber hinauf auf die Burg Spielberg, die bei klarem Wetter eine Sicht von bis zu hundert Kilometern bietet. Dies verkündete auch Veit Steinacker als Zitat seines 2008 verstorbenen Vaters Ernst Steinacker: „wem die Kunst nicht so gefällt, der schaut besser aus den Fenstern.“ Die Burg ist eine große Galerie der Werke des bekannten Bildhauers und Malers, der u.a. das Kirchenportal von Aaachen gestaltete. Nach der überaus interessanten Führung ging es wieder bergab zur Obstarche, wo erst einmal Hesselberger Birnenschampus zur nachmittäglichen Kreislaufrenovierung gereicht wurde, verbunden mit Worten zu Obstarche und herben wie lieblichen Köstlichkeiten der Kräuterküche. Unterstützt wurde Maria Gentner von Wolfgang Subal, der eine Kartierung alter Obstbäume vorgenommen hat und das Projekt der Obstarche mitbetreut. Insgesamt 135 Apfel- und Birnenbäume wurden bisher als Streuobstwiese gepflanzt, vier davon fielen unlängst der Wühlmaus zum Opfer. Nach überaus sachkundigen Erläuterungen lockte die geheizte Gaststube des Gasthofs Gentner, die uralte Burg und der Beginn des Wonnemonats hatte etwas Kühle in die Knochen befördert…
Ein frisch(käslich)er Gruß aus der Küche kündigte die Köstlichkeiten des Abends an,als da wären
Barlauchsuppe mit Heidenheimer Rindersaftschinken und Tomatenöl
Roastbeef vom Weiderind oder
Hahnenkamm-Saiblingsfilet an Silvanersoße oder für Vegetarier
Spargel, dazu gab es jeweils Spielberger Schloßkartoffeln
(zwei Halbvegetarier bekamen wunderbaren Schinken dazu)
und zum guten Schluß wurde
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Pannacotta von der Tonkabohne mit Erdbeer-Rhabarber-Ragout und Sauerrahmeis
gereicht. Die gefräßige Stille und die leeren Teller sprachen Bände…
Ein herrlicher Ausflug, den man jederzeit zur Nachahmung empfehlen kann! Das Schloß ist immer Sonntags von 14-16.30 geöffnet, bei Gentners empfiehlt sich eine Reservierung.
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