Eine interkontinentale Winterkur 2014 … (Text: Torsten Härtelt)

Unsere Gastgeber - Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

Unsere Gastgeber – Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

… konnten die Schnecken des Nürnberger Conviviums im ehemals markgräflichen Ansbach erleben – hieß das Motto doch „Franken trifft die Pfalz“. Eingeladen hatten hierzu Maike und Christian Fuhrmann vom Schwarzen Bock – natürlich ein Unterstützer (das hieß früher mal Förderer) von Slow Food. Und gekommen waren neben 21 Kurgästen auch Matthias Adams nebst Sohnemann und etlicher Flaschen vom Weingut von Racknitz. Das liegt zwar an der Nahe, aber doch noch in der Pfalz und die war schließlich sogar mal bayerisch – wir blieben unserer Deivse saisonal und regional treu.  Die launigen Erläuterungen und die natürlichen, spontanvergorenen Weine waren ein erstklassiger Begleiter des Menüs.

IMG_0526Zum Start kleine Ansbacher im Blausud, der seinen Namen verdient hatte – statt Wasser und Essig wie sonst häufig in der Gastronomie belebte ein fröhlicher Silvanersud die Gemüter.

Der Waidmann Christian Fuhrmann sorgte dann für das Voressen und Wildstrudel traf auf Sellerie. „Wild ist das beste Bio“ meinte Christian und das konnte man fürwahr auch schmecken!

IMG_0527

Neugierig machte der Titel des nächsten Ganges: „Des Odysseus Helden-Wurst gebraten auf Wintersalaten mit honigglacierten Hesperdidenäpfeln“.

IMG_0529

Wir kennen die Geschichte jetzt und allen anderen sei verraten: gebratene Blutwurst und Apfel ist eine ganz hervorragende Kombination! Der dazu gereichte 2012er Riesling von der Niederhäuser Klamm war übrigens des Verfassers Favorit, bevor der Wein zum Dessert kam, ein 2006er Riesling Auslese Niederhäuser Rosenheck. Schade, daß man Wein nicht streicheln kann, meinte Meister Tucholsky völlig zu Recht. Aber vorher galt es die Fränkisch-pfälzische Wurstliaison mit bunten Nockenvon Kartoffel und Wirsing auf Riesling schaum zu absolvieren.

IMG_0531

Und hier hatte man alles, was die Küche dieser beiden „Kontinente“ ausmacht, deftige Hausmannskost vom Feinsten.

Zur Abrundung die süße Interpretations der Bratwurst auf Mangokraut oder etwas weniger prosaisch: Schokolade und Mango – ein wunderbarer Schlußpunkt.

IMG_0532

Für Tierfreunde war übrigens auch eine fleischlose Variante des Menüs im Angebot, die der Schreiberling jedoch nicht näher in Augenschein nehmen konnte.

Fazit: auch die dritte Winterkur bot nach dem Alten Kurhaus in Streitberg und dem Roten Ochsen in Seßlach spannende Erfahrungen und man darf gespannt sein, wohin uns die Winterkur 2015 führt!

Alle Bilder gibt es hier:

Text: Torsten Härtelt

Bilder: Torsten Härtelt, Schwarzer Bock.

Advertisements

  1. Alle Gänge ganz hervorragende Tipps zum Eigengebrauch. Beim Nachtisch hätten die Mangos mit Quitten getauscht gehört, dann wäre auch dieser regional. Ich habe dies schon sehr oft in der Praxis gemacht, ist ein wunderbarer Ersatz, manchmal sogar fruchtiger.
    LG Monika

  2. Pingback: Winterkur reloaded – 2015 im Berggasthof Sammüller in Neumarkt | Slow Food Nürnberg

  3. Pingback: Slow Bio am Berg – Das Menü zur Winterkur 2015 im Berggasthof Sammüller in Neumarkt | Slow Food Nürnberg

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s