Rückblick: Besuch beim Imker – Alles rund um den Honig

Tanja Fesel & Lukas Schopf

Tanja Fesel & Lukas Schopf

Nach einer Regenwoche riss am Samstag (31.5.) kurzer Dank der Himmel wieder auf und alle Befürchtungen, unsere Veranstaltung beim Imker müsse ins Wasser fallen, lösten sich in Luft aus. So kamen 28 erwachsene Schnecken, 3 Kinder und 4 Hunde am 01.06. um 10:00 – die frühe Stunde war den Arbeits- und Fluggewohnheiten der Bienen geschuldet – nach Birnbaum. Tanja Fesel hatte die Veranstaltung organisiert, weil unser Jungimker Lukas Schopf, der mit 12 dieses Hobby für sich entdeckt hat, im richtigen Leben mit heute 17 eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei der DATEV im Team von Tanja macht. Im Garten der Familie Schopf hatte Lukas seinen Demotisch aufgebaut.
DSC01372Am Anfang steht der Bienenstock, der von bis zu 60.000 Bienen bewohnt wird. Also etwa soviel, wie Menschen in ein Stadion passen. Es gibt eine Königin und der Rest muss arbeiten. Und das muss schnell gehen, denn eine Biene lebt so ca. 5 Wochen, eine Königin hingegen 3-4 Jahre. Bienen ernähren sich von Blütenstaub, Pollen und Nektar. Alles wird von den Arbeitsbienen gesammelt. Die Pollen in kleinen Taschen an ihren Hinterbeinen, den Nektar in einer Honigblase in ihrem Körper. Im Bienenstock zurück angekommen gibt sie den Ertrag an andere Bienen weiter. Im untersten Teil des Bienenstocks (siehe oben) ist das Einflugloch. Hier befindet sich die Königin und die Brutwaben. Im oberen Teil legen dann die Arbeitsbienen den Nektar und die Pollen in Waben ab, die mit Wachsdeckeln verschlossen werden und die wir dann als klassische Honigwabe kennen. Lukas zog sich dann auch seinen  Anzug an und wir bewegten uns zu den echten Bienenstöcken. Er, mit einem Rauchfass bewaffnet, um die Bienen zu beruhigen, zog dann eine Honigwabe aus dem Stock.

DSC01378Diese führten wir dann umgehend eine Verkostung zu – direkt aus der Wabe von Bienen umschwirrt –  und dann noch mal auf Brot von unserem Mitglied und Freibäcker Arnd Erbel. Es schloss sich dann eine lebhafte Fragerunde an. Zum Beispiel, ob es Biohonig geben kann. Die Antwort war „jein“. Wenn die Bienenstöcke an einer Stelle stehen, wo im Umkreis ihres Flugumfeldes von bis zu 3 Kilometern nur Biopflanzen stehen, dann kommt das einem Biohonig sehr nahe. Wobei uns Lukas beruhigte. Er stellte klar, dass Bienen wohl sehr kritisch sind. Erhöhter Pestizideinsatz führt bei der Biene schon zum Tod, so dass sie schädliche Stoffe gar nicht erst in den Bienenstock einträgt.

Eine andere Frage war nach dem flüssigen Honig, den wir von Langnese kennen. Lukas erklärte, er hätte es ausprobiert – wenn man Honig kocht und zu mindestens über längere Zeit über 40 Grad erhitzt – dann würde der Honig auch immer flüssig bleiben und nie kristallisieren. Aber er wäre dann auch ein „totes“ Lebensmittel – einfach nur süss wie Zuckerwasser und genauso nahrhaft.

Am Ende war Allen klar, warum es Sinn macht, sich dafür einzusetzen, dass wir weg vom Industrieeinheitshonig hin zum regionalen Qualitätshonig kommen. Die Bienen in unserem Land haben genug Probleme. Sie sind es wert, auch dadurch unterstützt zu werden, dass unter anderem über den Verkauf regionaler Honige auch wieder mehr Bienenvölker gehalten werden. Mit dem Siegel des Deutschen Imkerbundes ist man immer auf der sicheren Seite. Es sichert uns die Vielfalt der heimischen Honige, bei denen Abwechslung in Geschmack, Farbe und Konsistenz rein naturbelassen sind.

Danke an Lukas Schopf für den spannenden Tag und Danke an Tanja Fesel für die Organisation.

Die Veranstaltung schlossen wir mit einer gemütlichen Tafelrunde ab.

Alle Bilder gibt es hier:

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