Beerenstark – Besuch bei „die beerenbauern“

20160625_6677_a6000_Beeren_Lange hat es gedauert bis zu diesem Beitrag, aber sei s drum – die Erinnerung ist so frisch wie der Fruchtaufstrich der jeden Morgen bei uns auf das Brot oder in den Joghurt kommt.

Am 25. Juli war es soweit. Das Wetter sah etwas kippelig aus – aber es blieb trocken und wir konnten „die beerenbauern“ von allen Seiten kennenlernen. Im – man möge es mir verzeihen – Nirwana – idyllisch gelegen im kleinen Ort Niedermirsberg in der Fränkischen Schweiz erwartete die 30 Schnecken das Team der Beerenbauern.

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Vor 20 Jahren begannen Birgit und Tom, mit 0,2 Hektar Erdbeeranbau in die Landwirtschaft einzusteigen. Ihr Ziel war und ist es, Früchte von höchster Qualität zu erzeugen. Deshalb arbeiten sie von Anfang an nach biologisch-dynamischen Demeter-Richtlinien. Mittlerweile sind aus der kleinen Anfangsfläche 14 Hektar geworden. Ob Erdbeeren, Sauerkirschen, Johannisbeeren und vieles mehr – frisch geerntet und handverlesen werden die aromatischen Beeren hier direkt schockgefrostet zwischengelagert und dann immer wieder frisch zu Fruchtaufstrichen verarbeitet.

Und was bei den Beerenbauern nicht angebaut wird, das kauft man bei befreundeten Demeter-Landwirten ein. Auf Grund des Wachstums sind inzwischen mehr als 80 % der Früchte zugekauft. Die „exotischen“ Früchte wie Bitterorange und Mandarine kommen vom ältesten und einzigen Demeter Landwirtschaftsbetrieb auf Sizilien.

Diese Vielseitigkeit – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zur Zusammenarbeit mit anderen Landwirten – dies ist für die Beerenbauern das besonders Reizvolle an ihrer Arbeit.

Am Anfang wurde noch im Garten des eigenen Hauses der Fruchtaufstrich gekocht.  Angefangen hat damit eigentlich die Birgit – gelernte Krankenschwester, dann Agrar-Ingeneurin und als Höhepunkt der Karriere Beerenbäuerin. Ihr Mann Tom verliess dann 2006 seine sichere Festanstellung als leitender Maschinenbauingeneur und damit natürlicher Ansprechpartner für alle technischen Fragen und den Maschinenpark. Und weil die Arbeit immer mehr wurde stiess Christian 2008 zu den Beerenbauern – er ist studierter Winzer und seit 2010 auch mit in der Geschäftsführung.

Zusätzlich beschäftigen sie 5 festangestellte Mitarbeiter und zur Erntezeit von Ende Mai bis Oktober helfen zusätzlich bis zu zehn Erntehelferinnen.

Sie vermarkten einen Teil ihrer Früchte frisch an Direktkunden ab Hof, der andere Teil fließt in die angegliederte Verarbeitung und wird zu Fruchtaufstrichen und Fruchtzubereitungen für Joghurt veredelt.

Nach diesem geschichtlichen Abriss, folgte als erstes eine Verkostung der frischen Früchte – hier Erbeeren unterschiedlicher Sorten.

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Und danach kamen die Fruchtaufstriche dran.

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Weiter ging es zum „Maschinenpark“

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Auch wenn das hier für einen handwerklichen Betrieb schon ordentlich aussieht, so machte Tom doch deutlich, dass die Jahresproduktion an Fruchtaufstrichen der beerenbauern z.B. Allos in einem Monat erreicht und ein Industriebetrieb wie Schwartau in einer Woche.

Es war eine inspirierende, ja sinnliche Erfahrung und machte noch einmal deutlich warum Qualität & Freude  im Geschmack auf dem Feld entsteht durch biologischen Anbau, schonende Ernte mit der Hand, tagesfrische Verarbeitung in kleinen Chargen.

Anschliessend wurde ordentlich eingekauft und bei der anschliessenden Tafelrunde gab es noch reichlich Gesprächsstoff.

Danke an Birgit, Tom und Christian für Eure Zeit und ganz großes Danke an unser Mitglied Bernd Steigerwald für die schönen Fotos.

 

 

 

 

 

 

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