Die 4. Fränkischen Genusstage in Weißenburg – Ein Programm zum Genießen

Fahnen

Dieses Jahr sind wir früh dran mit den Genusstagen – schon am ersten Aprilwochenende ist es endlich (!) wieder so weit. Denn warum in die Ferne nach Stuttgart zur Slow Food Messe schweifen, wo das Gute doch so nah und regional gleich um die Ecke liegt. Und wer meint er könne nur in Stuttgart en passant Sterneküche bei Vincent Klink Essen – der täuscht sich.

Am Samstag, den 5. April kommt Sternekoch Michael Hoffmann direkt aus Berlin in die Schranne zu den Genusstagen. Er wird am Abend in der „Kanne“ das hochkarätige Menü begleiten, das von seiner kunstvollen Gemüseküche inspiriert ist, aber von dem jungen ambitionierten Koch aus Nürnberg völlig eigenständig interpretiert und verwirklicht werden wird: von Till-Jonas Heinz vom Restaurant „ess.brand“.  Am Sonntag, den 6. April von 11 bis 14 Uhr wird der Fernsehkoch und Punkrocker Stefan Marquard in der nagelneuen Kantine der Firma Stabilo in Weißenburg vor seinen Gästen groß aufkochen, sie mit feinen Spezereien verwöhnen und aus der Welt der guten Küche plaudern.

Aber für mich persönlich zählen eigentlich die 24 Aussteller – das „Who is Who“ der Unterstützer von Slow Food Nürnberg und dem Convivium Altmühlfranken. Denn darum geht es bei den Genusstagen doch – um hochwertige Zutaten. Sie sind das A und O eines jeden guten Essens, egal wie einfach oder aufwändig es zubereitet wird. Wie Produkte entstehen, die nicht nur gut schmecken, sondern auch umwelt-verträglich und fair hergestellt wurden, das können die Besucher zum vierten Mal in der Schranne von 10 bis 17 Uhr erleben. 24 Aussteller freuen sich darauf, ihre besonderen Produkte vorzustellen und mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Dabei ist Probieren ausdrücklich erwünscht. !

„Man schmeckt, ob ein Schwein zwei Jahre alt werden durfte wie die Mangaliza- Schweine, die Metzger Robert Prosiegel zu Speck verarbeitet. Oder ob die Weintrauben nur mit den natürlichen Hefen vergoren wurden, die im Weinberg  vorkommen, wie es die Brüder Luckert aus Unterfranken tun.“ Die beiden Veranstalter Christiane Strub und Rainer Heubeck sind davon überzeugt, dass alle Aussteller eine ganz individuelle Geschichte zu ihren Produkten erzählen können. „Wir haben überraschend viele hochwertige Produkte in Franken aufgespürt.“ Aber die beiden blicken auch über den Tellerrand und darum „gibt es an den Fränkischen Genusstagen auch Olivenöl, Schokolade, Kaffee oder Pfeffer.“ !!!!!!!!!

Die Fränkischen Genusstage in Weißenburg I Samstag und Sonntag, den 5. und 6. April von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Schranne, Eintritt 4 Euro

Details zu den Ausstellern und zum Programm unter  www.die-fraenkischen-genusstage.de

Vielleicht sehen wir uns ! Es lohnt sich

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KunstGenuss – GenussKunst (von: Peter Schubert)

anker_stillebenTafelsitten vom Mittelalter bis ins Barock und anschließende Mittagstafelrunde

Slow Food Nürnberg, das Germanische Nationalmuseum und das Café Arte bitten zu Tisch. An diesem Sonntagvormittag werden wir ausgesprochen kompetent und mitreißend von Frau Dr. Anke Reiß durch das Museum geführt und wollen uns an ausgewählten Exponaten mit den Tafelsitten von Mittelalter bis ins Barock beschäftigen.

Vieles aus dieser Zeit hat sich bis in unsere heutigen Tage gehalten (zumindest in Worten); spannende, informative aber auch humorvolle Geschichten und Anekdoten werden uns aufgetischt. Wir können schon jetzt versprechen: Diese Thematik wird Sie begeistern!

Selbstverständlich wollen wir gleich nach der ca. ein- bis eineinhalbstündigen Führung bei unserem langjährigen Unterstützer und Förderer, demCafé Arte, im Rahmen einerMittagstafelrunde die hervorragende Küche von Küchenchef Andreas Maierhofer und Team genießen und im kunstvollen Ambiente Theorie und Praxis vermählen.

Treffpunkt zur Führung: 11:00 Uhr im Foyer des Museums

Und hier geht es zur Anmeldung:

 Zum Mittagessen

Es ist möglich, nach Karte zu essen, so dass jeder das für sich geeignete Gericht (gerne auch ein Menü) auswählen kann.

Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung nur an, wenn Sie auch tatsächlich nach der Führung an der Mittagstafelrunde teilnehmen !!

Das Küchenteam wird uns voraussichtlich folgende Gerichte zur Auswahl anbieten:

  • Klare Rindersuppe mit Butternocken € 6.00
  • Zucchini Carpaccio mit Parmesan & gebratenen Pilzen € 10.50
  • Dinkelrisotto mit Wurzelgemüse & gebratener Garnele € 12.50

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  • Perlhuhnbrust mit Roter Beete & Wasabiknödel € 14.50
  • Offene Ravioli mit Gemüse & Lammragout € 14.50
  • Gebratenes Bachsaiblingsfilet, Saubohnen & Korianderpüree € 16.50
  • Rosa gebratener Kalbstafelspitz mit Erbsen & Kartoffelgratin € 18.50

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  • Topfenknödel mit Zwetschkenröster &
  • Zimtsabayone € 8.50
  • Armer Ritter mit Vanillesauce und Heidelbeeren € 7.50
  • (Änderungen vorbehalten)

Treffpunkt zur Führung: 11:00 Uhr im Foyer des Museums

Eine interkontinentale Winterkur 2014 … (Text: Torsten Härtelt)

Unsere Gastgeber - Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

Unsere Gastgeber – Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

… konnten die Schnecken des Nürnberger Conviviums im ehemals markgräflichen Ansbach erleben – hieß das Motto doch „Franken trifft die Pfalz“. Eingeladen hatten hierzu Maike und Christian Fuhrmann vom Schwarzen Bock – natürlich ein Unterstützer (das hieß früher mal Förderer) von Slow Food. Und gekommen waren neben 21 Kurgästen auch Matthias Adams nebst Sohnemann und etlicher Flaschen vom Weingut von Racknitz. Das liegt zwar an der Nahe, aber doch noch in der Pfalz und die war schließlich sogar mal bayerisch – wir blieben unserer Deivse saisonal und regional treu.  Die launigen Erläuterungen und die natürlichen, spontanvergorenen Weine waren ein erstklassiger Begleiter des Menüs.

IMG_0526Zum Start kleine Ansbacher im Blausud, der seinen Namen verdient hatte – statt Wasser und Essig wie sonst häufig in der Gastronomie belebte ein fröhlicher Silvanersud die Gemüter.

Der Waidmann Christian Fuhrmann sorgte dann für das Voressen und Wildstrudel traf auf Sellerie. „Wild ist das beste Bio“ meinte Christian und das konnte man fürwahr auch schmecken!

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Neugierig machte der Titel des nächsten Ganges: „Des Odysseus Helden-Wurst gebraten auf Wintersalaten mit honigglacierten Hesperdidenäpfeln“.

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Wir kennen die Geschichte jetzt und allen anderen sei verraten: gebratene Blutwurst und Apfel ist eine ganz hervorragende Kombination! Der dazu gereichte 2012er Riesling von der Niederhäuser Klamm war übrigens des Verfassers Favorit, bevor der Wein zum Dessert kam, ein 2006er Riesling Auslese Niederhäuser Rosenheck. Schade, daß man Wein nicht streicheln kann, meinte Meister Tucholsky völlig zu Recht. Aber vorher galt es die Fränkisch-pfälzische Wurstliaison mit bunten Nockenvon Kartoffel und Wirsing auf Riesling schaum zu absolvieren.

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Und hier hatte man alles, was die Küche dieser beiden „Kontinente“ ausmacht, deftige Hausmannskost vom Feinsten.

Zur Abrundung die süße Interpretations der Bratwurst auf Mangokraut oder etwas weniger prosaisch: Schokolade und Mango – ein wunderbarer Schlußpunkt.

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Für Tierfreunde war übrigens auch eine fleischlose Variante des Menüs im Angebot, die der Schreiberling jedoch nicht näher in Augenschein nehmen konnte.

Fazit: auch die dritte Winterkur bot nach dem Alten Kurhaus in Streitberg und dem Roten Ochsen in Seßlach spannende Erfahrungen und man darf gespannt sein, wohin uns die Winterkur 2015 führt!

Alle Bilder gibt es hier:

Text: Torsten Härtelt

Bilder: Torsten Härtelt, Schwarzer Bock.

SAU-WOHL geht in die Dritte Runde!

Störzelbach-Schweine-2-300x200Heute erhielt ich eine EMail auf die ich schon lange gewartet hatte . Robert Prosiegels Projekt „SAU-WOHL“ – dabei geht es um Schweinefleisch das am Ende dann auch „SAU-GUT“ schmeckt – geht in die dritte Runde.

Es geht wie folgt:

Der Partner von Robert Prosiegel –  Landwirt Stache, in Störzelbach – bekommt für ein Schwein statt wie üblicherweise 180-200 Euro einen garantierten Festpreis von 500,- Euro pro Schwein.

Dafür füttert er die Schweine anstelle von 5-6 Monaten ca 11 Monate und läßt sie auf seinem Acker hinter der Scheune von März bis November im Freien laufen.

Das hat den Vorteil, daß sich die Schweine sehr wohl fühlen, viel Platz für den Auslauf haben, an der frischen Luft sind und durch die längere Zeit ein dunkleres, festeres und besseres Fleisch haben.
Sie fühlen sich also “SAUWOHL”.

Die Menschen, die dieses Projekt unterstützen, übernehmen eine sogenannte Patenschaft, bezahlen pro Monat 10,- Euro (11 Monate lang) und bekommen dann ca. 12-15 kg von dem Fleisch.
Im Sommer (Juni-Aug.) ist geplant, alle Paten zu einem Grillfest im Hof der Familie Stache einzuladen.

Wer mitmachen will – und ich hoffe das sind viele die ich dann beim Grillfest treffe – findet hier mehr Informationen.

Und ich sage Euch das Fleisch der Sauwohl Schweine ist wirklich sagenhaft gut – im Geschmack und ethisch sowieso.

Weinmenü mit Marga (Linhard) und Martin (Kössler) am 22. Juni

Marga Linhard

Marga Linhard

Wie schon seit Jahren begibt sich auch diesmal eine Gruppe Slow Food „Pilger-Schnecken“ zum kulinarischen Wallfahrtsort, dem legendären „Forsthaus Schweigelberg“.

Unsere  Marga hat sich Martin Kössler eingeladen, um uns Schnecken zu verwöhnen – sie am Herd – er an den Gläsern.

Hoffentlich macht das Wetter wieder mit. Dann wandern wir wieder hoch zu Margas Forsthaus, sitzen wieder auf ihrer wunderschöner Wiese vor dem Haus, kein Lärm moderner Technik ist zu hören (außer ihrem Dieselaggregat, das für Strom in der Küche sorgt), wir essen und trinken zusammen

Marga kocht keine Gourmetküche. Das vorneweg, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Marga sagt über sich und ihre Küche: »Unsere Küchenphilosophie ist die frische Küche. Wir bereiten unsere Speisen aus frischen, der Saison entsprechenden, meist regionalen Produkten schonend und gesundheitsbewusst zu. Bei uns gibt es herzhafte Brotzeiten, feine Käse-Spezialitäten, aber auch Kaffee und Kuchen für die Wanderer, frisch zubereiteteTagesgerichte und Menüs sowie jahreszeitliche Themen-Menüs entsprechend unseres Veranstaltungskalenders.«

Am liebsten kocht sie nach Anmeldung. Dann zieht sie los und besorgt sich die Produkte bei Bauern und Lieferanten in der Region, die sie alle persönlich kennt. Die Kräuter kommen aus ihrem Garten. Ihre Gerichte werden mit viel Liebe zubereitet, deftig und robust sind sie gekocht und stets sehr schmackhaft. Marga bietet Hausmannskost im besten Sinne auf frischestem Niveau. Gelebte Regionalität. Authentische Küche aus authentischen Produkten.

Und schon sind wir beim Thema des Abends: Regionalität.

Was genau ist diese ominöse »Regionalität«? Woran kann man sie erkennen? Fest steht: Regionalität ist nicht gleich Qualität! Doch der vielschichtig zu verwendende Begriff wird unbeirrt als Qualitätsargument genutzt! Das ist irreführend und falsch.

Zumindest im Wein kann man Regionalität schmecken, vorausgesetzt, er wurde entsprechend an- und ausgebaut. Wein ist wie kein anderes Lebens- bzw. Genußmittel dazu angetan, regionale Herkunft unverwechselbar zu zeigen. Martin Kössler stellt an diesem Abend Weine ausgeprägt regionaler Identität vor und wir wollen versuchen, mit ihnen im Glas »Regionalität« zu erleben, den Begriff zu hinterfragen, ihn zu diskutieren und dann vielleicht sogar zu definieren. Ein spannendes Thema, bestens geeignet für einen schönen Sommerabend unter freiem Himmel im Kreise gleichgesinnt Genießender. Hier gehts zur Anmeldung.

Appell des Weinhändlers an seine Winzer

m.koesslerUnser langjähriger Unterstützer Martin Kössler hat Pfingsten genutzt um mit einer Suada die Diskussion über den Stand und die Zukunft des Weinhandels anzuregen. Streitbar und provokant wie immer ist er in den Diskurs gegangen – und das will und kann ich Ihnen nicht vorenthalten.

„Appell des Weinhändlers an seine Winzer

Von Martin Kössler /K&U

K&U war nie »normaler« Weinhandel und wird es auch in Zukunft nicht sein. Wir wagen ein stringentes Konzept quer durch unser gesamtes Angebot, eine nachvollziehbar eigenständige, stilistisch klare Handschrift, die auf ihre Art einmalig ist in Deutschlands Weinszene – und seit Jahren von zahlreichen Nachahmern heftig kopiert wird. Deshalb finden sich einige unserer Winzer inzwischen in den Kraut-und Rübensortimenten des deutschen Internetweinhandels. Das ärgert uns mindestens so, wie es unsere Kunden verwundert.

 Das veranlaßt mich zu einem Appell für ein anderes Verhältnis zwischen Winzer und Händler. Leider scheinen die meisten Winzer keine Ahnung von Distributionsqualität und Vertrieb zu haben. Sie haben kein auf ihre Weinqualität bzw. ihre Betriebsphilosophie abgestimmtes Vertriebskonzept, viele von ihnen verkaufen inzwischen an jeden, der ihre Weine haben will. Das macht weder mittel- noch langfristig Sinn. Haben sie Angst davor, Wein länger auf Lager zu haben? Muß das Zeug wirklich so schnell raus? Weiter zum Originalbeitrag geht es hier

Daraufhin entzündete sich hier in diesem Forum eine Diskussion.

Ihre Beiträg gern auch hier im Kommentar.

Obstarche mit Genuß

Klaus Peter Staiger (li)Fotos & Organisation der Veranstaltung: Klaus-Peter Staiger

Text: Torsten Härtelt

Die Slowfood-Schnecken wallten wieder einmal auf einen Berg und diesmal war es nicht der Schweigelberg, sondern der Spielberg in Gnotzheim bei Gunzenhausen. Viele werden es schon ahnen, es ging in den Gasthof Gentner zu Walburga und Maria Gentner, seit langem Unterstützer (so heißen die Förderer seit diesem Jahr) von Slow Food.
Zunächst ging es aber hinauf auf die Burg Spielberg, die bei klarem Wetter eine Sicht von bis zu hundert Kilometern bietet. Dies verkündete auch Veit Steinacker als Zitat seines 2008 verstorbenen Vaters Ernst Steinacker: „wem die Kunst nicht so gefällt, der schaut besser aus den Fenstern.“ Die Burg ist eine große Galerie der Werke des bekannten Bildhauers und Malers, der u.a. das Kirchenportal von Aaachen gestaltete. Nach der überaus interessanten Führung ging es wieder bergab zur Obstarche, wo erst einmal Hesselberger Birnenschampus zur nachmittäglichen Kreislaufrenovierung gereicht wurde, verbunden mit Worten zu Obstarche und herben wie lieblichen Köstlichkeiten der Kräuterküche. Unterstützt wurde Maria Gentner von Wolfgang Subal, der eine Kartierung alter Obstbäume vorgenommen hat und das Projekt der Obstarche mitbetreut. Insgesamt 135 Apfel- und Birnenbäume wurden bisher als Streuobstwiese gepflanzt, vier davon fielen unlängst der Wühlmaus zum Opfer. Nach überaus sachkundigen Erläuterungen lockte die geheizte Gaststube des Gasthofs Gentner, die uralte Burg und der Beginn des Wonnemonats hatte etwas Kühle in die Knochen befördert…
Ein frisch(käslich)er Gruß aus der Küche kündigte die Köstlichkeiten des Abends an,als da wären
Barlauchsuppe mit Heidenheimer Rindersaftschinken und Tomatenöl
Roastbeef vom Weiderind oder
Hahnenkamm-Saiblingsfilet an Silvanersoße oder für Vegetarier
Spargel, dazu gab es jeweils Spielberger Schloßkartoffeln
(zwei Halbvegetarier bekamen wunderbaren Schinken dazu)
und zum guten Schluß wurde
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Pannacotta von der Tonkabohne mit Erdbeer-Rhabarber-Ragout und Sauerrahmeis
gereicht. Die gefräßige Stille und die leeren Teller sprachen Bände…
Ein herrlicher Ausflug, den man jederzeit zur Nachahmung empfehlen kann! Das Schloß ist immer Sonntags von 14-16.30 geöffnet, bei Gentners empfiehlt sich eine Reservierung.

Bierverkostung in Spalt

Markus Böhm - unser Biersommelier und Brauereiführer

Markus Böhm – unser Biersommelier und Brauereiführer

Am 20. April machten sich 30 Schneckern auf nach Spalt. Unser Förderer und Unterstützer – die Stadtbrauerei Spalt – hatte uns zu einer Brauereiführung und Bierverkostung eingeladen. Um 15h trafen sich bei zu kaltem Wetter die Schnecken in der Bierothek und folgten in den anschliessenden zwei Stunden den spannenden Ausführungen des Biersommeliers Markus Böhm.

Er führte uns zunächst in die Grundlagen ein – nämlich den Rohprodukten. Und hier ist Spalt natürlich etwas besonders, weil nicht nur das Bier hier gebraut wird, sondern Spalt eben auch ein besonders bedeutsames Hopfenanbaugebiet ist und hier der Spalter Aromahopfen angebaut wird. Die älteste Kultursorte in Spalt ist der „Spalt-Spalter”, ein hochfeiner Edelaromahopfen, durch den das Gebiet weltberühmt wurde und der in die ganze Welt exportiert wird. Von den meterhohen Ranken wird nur der kleinste Teil der Pflanze verwendet: die Blüten bzw Hopfendolden. Die bergen das goldene Geheimnis des Hopfens, das Lupulin. Die besondere Zusammensetzung von Aromastoffen und ätherischen Ölen verleiht dem Spalter Bier die feine angenehme Hopfennote. Das milde Klima und die einzigartigen Bodenverhältnisse in der Region Spalt sind ideal für erstklassigen Aromahopfen.

In Spalt findet man keinen großflächigen Plantagenanbau oder Monokulturen. In den Familienbetrieben werden die Hopfengärten mit hohem Handarbeitsaufwand gepflegt. Die herausragende Qualität verdanken man den Hopfenbauern – sie machen das wertvolle Rohprodukt mit viel Liebe, Geduld und Feingefühl zu dem was es ist: das „Grüne Gold”.

Obwohl der Hopfen wichtigstes Handelsgut war, ließen es sich die Spalter nicht nehmen, einen Teil davon selbst zu verbrauen. Aus vielen kleinen Brauereien entstand 1879 die Stadtbrauerei Spalt.
Seit 2006 ist die Stadtbrauerei die letzte kommunale Brauerei in Deutschland – zur Freude der 5.100 Brauereibesitzer (den Bürgern von Spalt) und dem Bürgermeister als Geschäftsführer.

Braumeister Schulz komponiert 18 Premiumbiere aus nur 4 Zutaten: Spalter Aromahopfen, hervorragend ausgesuchte und kontrollierte Malze und Gerste aus der Umgebung und weiches Brauwasser aus der 64 m tiefen hauseigenen Quelle. Seine einzigartigen Geschmacksnuancen verdankt das Spalter Bier dem Spalter Aromahopfen und natürlich dem eigenen Braukonzept des Braumeisters.
Alle Biere werden handwerklich in unserer modernen Brauerei gebraut. Ein schonendes Kochsystem bewahrt die wertvollen aromatischen Hopfenöle für eine hochzarte und feine Hopfenbittere für Kenner und Liebhaber.

Gutes Bier ist slow und braucht seine Zeit: je nach Sorte 5 bis 10 Wochen. Die Spalter Brauerei verbindet traditionelles Brauhandwerk mit modernster Technik. Mit der hocheffizienten, umweltfreundlichen Abfüllanlage konnte der Wasserverbrauch bei der Reinigung der Flasche von 3000 ml auf 265 ml gesenkt werden.

Die Stadtbrauerei bekennt sich zur Frische ihrer Biere und braut nach hoher, traditioneller Braukunst ohne Konservierung. Die Biere werden nicht hocherhitzt und erhalten von Qualitätsprüfstellen die Frischegarantie. Die abgefüllten Biere werden gekühlt gelagert und ausgeliefert.

Wir gingen dann alle Stationen des Bieres ab und nach 90 interessanten und spannenden Minuten hatten wir wirklich Durst. Und dann gab es endlich zur Vorspeise auch eine Bierverkostung mit drei Bieren (bei Bedarf auch mehr….).

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Und so klangen dann zwei wunderbare Stunden in der Bierothek mit einem Besuch des Bürgermeisters aus.

Anschliessend vollendeten wir unser Menü dann im Bayrischen Hof – mit Spalter Bier. Wobei – ich habe auch Weintrinker gesehen.

Danke an Markus Böhm und alle die mit geholfen haben.

Alle Bilder gibt es hier:

Obstarche – mit Genuss am 4. Mai 2013

res_hausfront.jpgDie Brauereiführung in Spalt ist noch nicht erlebt und die zu empfehlenden fränkischen Genusstage noch nicht durchgeführt und dennoch lenken wir den Blick schon wieder in diese Genussregion.
Unser aktives Mitglied Klaus-Peter Staiger hat für uns an diesem Tag gemeinsam mit Walburga Gentner und Maria Braun-Gentner ein attraktives Programm zusammengestellt:
14:30 Uhr Treffpunkt am Parkplatz des Gasthof Gentner, Gnotzheim, Spielberg 1 (In Google Maps anzeigen),
gemeinsamer Fußmarsch zum Schloss Spielberg (Dauer ca. 15 Minuten)
15:00 Uhr Führung durch das Schloss und die Kunstsammlung Ernst Steinacker durch Herrn Veit Steinacker (Sohn des 2008 verstorbenen Künstlers), Dauer ca. 1 Stunde, Kosten 3,00 EUR p.P.
anschließend gemeinsamer Fußmarsch zurück zum Gasthof Gentner
16:30 Uhr spritziger Empfang an der Obstarche mit Hesselberger Streuobstsecco, Vorstellung der Obstarche und anschließende Führung durch die Streuobstwiese mit kleiner Kräuterkunde durch Frau Maria Braun-Gentner, Dauer ca. 1 Stunde, Kosten 4,00 EUR p.P.
18:00 Uhr Abendessen im Gasthof Gentner
Vorspeise:
Bärlauchsuppe mit Heidenheimer Rindersaftschinken und Tomatenöl
Hauptgang:
Roastbeef vom Weiderind oder Hahnenkamm-Saiblingsfilet an Silvanersoße
mit Spielberger Schlosskartoffeln und grün-weißem Spargelgemüse
Alternativ für Vegetarier:
Portion fränkischer Spargel mit geschmolzener Butter und Spielberger Schlosskartoffeln
Dessert:
Pannacotta von der Tonka Bohne mit Erdbeer-Rhabarber-Ragout
Menu-Preis: 30,00 EUR (Fleisch oder Fisch-Variante) bzw. 26,00 EUR (vegetarische Variante) p.P. jeweils ohne Getränke

Bitte bei der Anmeldung nach der Personenzahl mit an- und eingeben

R für Roastbeef

S für Saibling

V für vegetarisch

Hier sind die Guten

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Unser Unterstützer und Förderer von Il Nuraghe wurde sozusagen ausgezeichnet. In der aktuellen Ausgabe unseres Magazins in der Rubrik „Hier sind die Guten“ wird die Entdeckerleistung von Il Nuraghe gewürdigt.

„Enrico Poltronieri ist nicht nur Metzger im Süden von Verona, sondern auch Slow Food Mitglied. Im Auftrag von Slow Food erforschten er und sein Schwager Claudio Riccò die Historie der fast vergessenen regionalen Wurstspezialität Stortina Veronese. Dabei fand er so viel über die alte Handwerkskunst des Wurstens heraus, dass er genau diese Wurst selbst herstellen wollte. Entstanden ist eine Salami-Köstlichkeit (…) mit Bioschweinefleisch aus nachhaltigen Mästereien in Piemont und Lombardei (…) Durch die lange Reifezeit entwickelt sich ihr Geschmack ausgeglichen intensiv und bleibt trotzdem angenehm mild. Die Firma Il Nuraghe aus Nürnberg/Fürth hat die höchstens 200 Gramm schwere Salami auf der Biofach zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt.“

(Quelle: „Slow Food Magazin“, Ausgabe 4/2013, Seite 16. Rubrik: „HIER SIND DIE GUTEN. Sauber deklariert, möglichst nachhaltig produziert und von der Redaktion des Slow Food Magazins für gut befunden“)