DE STRUNLUUKER RELOADED Part III, NORDDORF, AMRUM

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Zum vierten Mal haben wir jetzt die besinnlichen Tage rund um den Jahreswechsel auf Amrum verbracht. Die Grundsatzfragen zur Insel und zum oben erwähnten Strunluuker könnt ihr im Blogbeitrag vom vorletzten Jahr hier nachlesen. De Strunluuker ist jetzt seit 2015 durchgängig im Slow Food Genussführer verzeichnet.

Volker Vietmeier bietet rund 38 Plätze. Im Sommer steht natürlich noch die große Sonnenterasse zur Verfügung, von der man bei guter Wetterlage direkt nach Hörnum / Sylt blicken kann.

Im De Strunluuker gibt es konsequent norddeutsche Küche mit traditionellen Rezepten die er modern aber bodenständig in seiner eigenen Art neu interpretiert. Regionalität setzt er weitgehend um, da er natürlich auf die Insellage Rücksicht nehmen muss. Ware muss in der Regel vier Tage vorher bestellt werden und kommt mit der Fähre vom Festland. Regionalität heißt also Produkte aus Schleswig-Holstein. Als Bier gibt es vom Fass jetzt das von uns bevorzugte „Urstrom“ ein wunderbares Bioland Bier.  Die Weinkarte bietet eine kleine Auswahl deutscher Weiss- und Rotweine – unter anderem vom Weingut Heger und Bioweingut Sander.

Unsere Plätze für das Degustationsmenü hatten wir gleich wieder am Neujahrstag 2017 gebucht. Diesmal hat Volker Vietmeier wieder 16 Gänge (einige meinen auch 17) geschafft – 20 bleibt sein Ziel.

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Saiblingstatar

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 Hirschroastbeef mit Glühweinremoulade

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Kartoffel-Steckrübensüppchen

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Matjestatar

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Orientalische gelbe Linsensuppe (vegan)

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Räucherlachs auf Rösti mit Kräuterschmand

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Grüne Pfeffersuppe mit Rindfleisch

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Entenbrust Wantan auf Glasnudelsalat und Teriyaki-Soße

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Fischsuppe

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Gebratener Kabeljau auf Wirsing-Paprikagemüse mit schwarzem Sesam

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Lammsteakhüfte mit  Kartoffelgratin und Ratatouille-Gemüse

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Hirschrücken an Schokoladen-Chili Rotkohl mit Kräuterspätzle

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Rumpsteak mit gebratenen Austernpilzen und Kartoffelgratin

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Currywurst mit Kartoffelecken

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Friesentiramisu, Buttermilch-Mousse mit Pflaumenkompott

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Berliner

Es war wieder einmal ein traumhafter Abend – auch Dank der Tischnachbarn Ute, Petra, Norbert und Rainer. So sehen die aus wenn sie auf uns warten:

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Und Danke an die Köche

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und den super Service von Carola & Dana.

Wir haben den Tisch für den Jahreswechsel 2018/2019  schon wieder bestellt. Und Bitte wieder mit Ute, Petra, Norbert und Rainer. Und am liebsten dann auch noch mit Annette und Karsten (auch ein echter Slow Fooder) vom Amrumer Teekontor.

Und den Tisch für den  zweiten Weihnachtstag haben wir auch bestellt, weil da gibt es wieder Grünkohl nach Mutter Vietmeier Art. Mit allem. Und mit süssen Kartoffeln.

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Fazit: Deutschland nördlichstes Slow Food Genussführerlokal ist immer eine Reise wert. Danke an Volker Vietmeier und sein Team und Danke an das Slow Food Convivium Hamburg mit Sebastian Wenzel, für die Aufnahme des Lokals in den Genussführer !

 

Fotos: Rainer Borst

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DE STRUNLUUKER RELOADED, NORDDORF, AMRUM

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Zum dritten Mal haben wir jetzt die besinnlichen Tage rund um den Jahreswechsel auf Amrum verbracht. Kurz vor dem Orkan haben wir es noch vom Festland auf die Insel geschafft. Die Grundsatzfragen zur Insel und zum oben erwähnten Strunluuker könnt ihr im Blogbeitrag vom letzten Jahr hier nachlesen.

Auch die Süddeutsche Zeitung hat in diesem Jahr im Januar die Insel entdeckt.

In der neuen Ausgabe des Slow Food Genussführers ist die Zahl der Empfehlungen von einer auf drei gewachsen. Nicht schlecht für eine Insel mit 2300 Einwohnern. Es ist das „Preester´s Hüüs“, das „Seeblick“ und weiterhin die Mutter (oder der Vater?) aller Amrumer Genussführerempfehlungen und mit Sicherheit die nördlichste Empfehlung – das Restaurant „De Strunluuker“. Im nächsten Urlaub wollen wir auch mal die anderen beiden ausprobieren.

Volker Vietmeier

Volker Vietmeier

Aber zurück zum Strunluuker. Volker Vietmeier bietet rund 38 Plätze. Im Sommer steht natürlich noch die große Sonnenterasse zur
Verfügung, von der man bei guter Wetterlage direkt nach Hörnum / Sylt blicken kann.

Volker Vietmeier kocht konsequent norddeutsche Küche mit traditionellen Rezepten die er modern aber bodenständig in seiner eigenen Art neu interpretiert. Regionalität setzt er weitgehend um, da er natürlich auf die Insellage Rücksicht nehmen muss. Lebensmittelerzeugung findet auf der Insel so gut wie nicht statt. Ware muss in der Regel vier Tage vorher bestellt werden und kommt mit der Fähre vom Festland. Regionalität heißt also Produkte aus Schleswig-Holstein. Die Biere kommen aus Flensburg – das klassische Flens und das von uns bevorzugte „Urstrom“ ein wunderbares Bioland Bier.  Die Weinkarte bietet eine kleine Auswahl deutscher Weiss- und Rotweine – unter anderem vom Weingut Heger und Bioweingut Sander.

Unsere Plätze für das Degustationsmenü hatten wir gleich wieder am Neujahrstag 2016 gebucht. Diesmal hat Volker Vietmeier sogar 17 Gänge geschafft – 20 bleibt sein Ziel.

Es gab

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1 Zucchini Lachs Capaccio mit Limettenvinagrette

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2 Orientalische gelbe Linsensuppe mit Curry

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3 Matjestartar

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4 Steckrüben Karottensuppe  mit krossen Bauchspeck vom Susländer Schwein

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5 Kalbszungen Wan Tan mit Kräutersauce und rote scharfe Sauce

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6 Fischsuppe

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7 Hirschroastbeef auf Löffel mit  Rotkohlsalat & Tapiokaperlen

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8 Kartoffelsuppe

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9 Zucchini Frischkäse Röllchen im Speckmantel

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10 Zander auf Rahmsauerkraut mit Rösti und Petersiliensauce aus dem Thermomix

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11 Garnele im Tempura Teig auf lauwarmen Linsensalat mit Chilisauce

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12 Hirschrücken sous vide gegart mit Kräuterspätzle und Schokoladenrotkohl

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13 Rib eye Steak von der Schleswig Holsteiner Färse,  Erbsenpüree, Kartoffelgratin  und Portweinsauce

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14 Himbeer/Brombeersorbet

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15 Lebkuchenparfait

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16 Currywurst mit Kartoffelspalten und hausgemachter Sauce

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17 Krapfen

Es war wieder einmal ein traumhafter Abend – auch Dank der Tischnachbarn Ute, Angelika, Norbert und Felix und mit einem super Service von Carola Prinzhorn und Team.

Carola Prinzhorn hinter der Gurkebowle

Carola Prinzhorn hinter der Gurkenbowle

Deswegen haben wir unsere Plätze für den Jahreswechsel 2017/2018 auch gleich wieder reserviert.

An anderen Urlaubstagen haben wir im „De Strunlukker“ wunderbar regional gegessen. Vor allem den Grünkohl

img_7766 nach „Mutter Vietmeier Art“ mit süßen Bratkartoffeln (die nicht nur karamelisiert sind, sondern auch noch in Bröseln gewendet). Oder aber den „Leuchtturm“ –

img_7899eine kreative neue Interpretation des Hamburger Pannfisch.

Fazit: Deutschland nördlichstes Slow Food Genussführerlokal ist immer eine Reise wert. Danke an Volker Vietmeier und sein Team und Danke an das Slow Food Convivium Hamburg mit Sebastian Wenzel, für die Aufnahme des Lokals in den Genussführer !

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De Strunluuker, Norddorf, Amrum

Das nördlichste Restaurant im Slow Food Genussführer

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Eine Insel nur mit Dünen und nem Leuchturm mitten drauf,

mit viel Reetdach und Fahrrädern und kein Internetverkehr

Nun wie mag die Insel heißen, ringsherum ist schöner Strand

Jeder sollte einmal Reisen auf das schöne Amrumer Land

Zum zweiten Mal haben wir jetzt den Jahreswechsel auf Amrum verbracht. Die Insel ist per se slow und entschleunigend – schon weil man nicht wie beim großen Nachbarn Sylt jederzeit on und off gehen kann, sondern sich dem Gezeiten gesteuerten Fährverkehr unterwerfen muss. Aus Slow Food Sicht hat Amrum aber etwas ganz besonderes. Nämlich mit dem Restaurant „De Strunluuker“, das Restaurant aus dem Slow Food Genussführer, das am Nördlichsten liegt. Volker Vietmeier hat sich nicht gescheut von Hamburg nach Norddorf zu gehen und dort im ehemaligen Schwimmbad die Gastronomie zu übernehmen. Das Lokal bietet rund 38 Plätze. Im Sommer steht natürlich noch die große Sonnenterasse zur Verfügung, von der man über den Strand nach Hörnum / Sylt blicken kann.

Volker Vietmeier kocht konsequent norddeutsche Küche mit traditionellen Rezepten die er modern aber bodenständig in seiner eigenen Art neu interpretiert. Regionalität setzt er weitgehend um, da er natürlich auf die Insellage Rücksicht nehmen muss. Lebensmittelerzeugung findet auf der Insel so gut wie nicht statt. Ware muss in der Regel vier Tage vorher bestellt werden und kommt mit der Fähre vom Festland. Regionalität heißt also Produkte aus Schleswig-Holstein. Die Biere kommen aus Flensburg – das klassische Flens und das von uns bevorzugte „Urstrom“ ein wunderbares Bioland Bier.  Die Weinkarte bietet eine kleine Auswahl deutscher Weiss- und Rotweine – unter anderem vom Weingut Heger und Bioweingut Sander.

Aber nun zum Anlass dieser Zeilen.

In jungen Jahren habe ich mal ein Degustationsmenü mit 18 Gängen zu mir nehmen dürfen – im Acquarello in München. Damals noch ohne Michelin Stern. Nach vielen Jahren Pause habe ich das jetzt wieder gemacht. Aber eben im „De Strunluuker“ in Norddorf auf Amrum. Bereits zum Jahreswechsel 2014/2015 und jetzt wieder 2015/2016 hat Volker Vietmeier seine 38 Gäste (und die Warteliste derer die nicht teilnehmen konnten aus Platzmangel war lang) mit 15 Gängen von 20h bis 1h verwöhnt.

Dieses Jahr gab es:

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1.Gänsecreme Schnittchen

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2.Karotten-Mairübchen-Suppe

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3.Matjestartar mit Kräuter Dip

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4.Kürbis-Ingwer-Süppchen mit Lamm

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5.Hirschroastbeef mit Glühwein-Remoulade

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6.Kartoffelsüppchen

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7.Tomaten-Eis mit Walnuss-Petersilien-Pesto

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8.Garnele im Tempura -Teig mit Erbsen-Bohnen Püree und Jaipur-Curry-Soße

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9.Fischsüppchen

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10. Lammfilet auf Ratatouille

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11.Ochsenschulter mit Pastinakenpüree und Schokoladenrotkohl

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12. Marzipan Espuma in Wantan-Teig und Lebkuchenperfait

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13.Currywurst mit Kartoffelspalten
14.Berliner

Es war ein traumhafter Abend – auch Dank der Tischnachbarn – und wir haben für den 31.12.2016 schon wieder reserviert. Die, die das jetzt auch machen wollen, müssten sich beeilen!

Aber auch an drei weiteren Tagen haben wir wunderbar regional gegessen. Zum Beispiel als Vorspeisen „Saiblingstatar mit Salat von schwarzen und gelben Linsen, Oliven- Zitronenöl und Creme Fraiche Dressing“ und „Gebackener Ziegenkäse auf winterlichen Salaten mit Honig-Granatapfeldressing“. Im Hauptgang „250 Gramm Färsen Rib Eye mit Blattsalaten“ ganz perfekt wie bestellt medium rare gebraten oder aber einmal „Hamburger Gänsekeule mit Rotkraut“

Für den 26.12.2016 haben wir schon zweimal Grünkohl bestellt.

Fazit: Deutschland nördlichstes Slow Food Genussführerlokal ist immer eine Reise wert. Danke an Volker Vietmeier und sein Team und Danke an das Slow Food Convivium Hamburg mit Sebastian Wenzel, für die Aufnahme des Lokals in den Genussführer !

Fotos: Rainer Borst

KunstGenuss – GenussKunst (von: Peter Schubert)

anker_stillebenTafelsitten vom Mittelalter bis ins Barock und anschließende Mittagstafelrunde

Slow Food Nürnberg, das Germanische Nationalmuseum und das Café Arte bitten zu Tisch. An diesem Sonntagvormittag werden wir ausgesprochen kompetent und mitreißend von Frau Dr. Anke Reiß durch das Museum geführt und wollen uns an ausgewählten Exponaten mit den Tafelsitten von Mittelalter bis ins Barock beschäftigen.

Vieles aus dieser Zeit hat sich bis in unsere heutigen Tage gehalten (zumindest in Worten); spannende, informative aber auch humorvolle Geschichten und Anekdoten werden uns aufgetischt. Wir können schon jetzt versprechen: Diese Thematik wird Sie begeistern!

Selbstverständlich wollen wir gleich nach der ca. ein- bis eineinhalbstündigen Führung bei unserem langjährigen Unterstützer und Förderer, demCafé Arte, im Rahmen einerMittagstafelrunde die hervorragende Küche von Küchenchef Andreas Maierhofer und Team genießen und im kunstvollen Ambiente Theorie und Praxis vermählen.

Treffpunkt zur Führung: 11:00 Uhr im Foyer des Museums

Und hier geht es zur Anmeldung:

 Zum Mittagessen

Es ist möglich, nach Karte zu essen, so dass jeder das für sich geeignete Gericht (gerne auch ein Menü) auswählen kann.

Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung nur an, wenn Sie auch tatsächlich nach der Führung an der Mittagstafelrunde teilnehmen !!

Das Küchenteam wird uns voraussichtlich folgende Gerichte zur Auswahl anbieten:

  • Klare Rindersuppe mit Butternocken € 6.00
  • Zucchini Carpaccio mit Parmesan & gebratenen Pilzen € 10.50
  • Dinkelrisotto mit Wurzelgemüse & gebratener Garnele € 12.50

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  • Perlhuhnbrust mit Roter Beete & Wasabiknödel € 14.50
  • Offene Ravioli mit Gemüse & Lammragout € 14.50
  • Gebratenes Bachsaiblingsfilet, Saubohnen & Korianderpüree € 16.50
  • Rosa gebratener Kalbstafelspitz mit Erbsen & Kartoffelgratin € 18.50

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  • Topfenknödel mit Zwetschkenröster &
  • Zimtsabayone € 8.50
  • Armer Ritter mit Vanillesauce und Heidelbeeren € 7.50
  • (Änderungen vorbehalten)

Treffpunkt zur Führung: 11:00 Uhr im Foyer des Museums

Eine interkontinentale Winterkur 2014 … (Text: Torsten Härtelt)

Unsere Gastgeber - Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

Unsere Gastgeber – Meike Appel Fuhrmann und Christian Fuhrmann

… konnten die Schnecken des Nürnberger Conviviums im ehemals markgräflichen Ansbach erleben – hieß das Motto doch „Franken trifft die Pfalz“. Eingeladen hatten hierzu Maike und Christian Fuhrmann vom Schwarzen Bock – natürlich ein Unterstützer (das hieß früher mal Förderer) von Slow Food. Und gekommen waren neben 21 Kurgästen auch Matthias Adams nebst Sohnemann und etlicher Flaschen vom Weingut von Racknitz. Das liegt zwar an der Nahe, aber doch noch in der Pfalz und die war schließlich sogar mal bayerisch – wir blieben unserer Deivse saisonal und regional treu.  Die launigen Erläuterungen und die natürlichen, spontanvergorenen Weine waren ein erstklassiger Begleiter des Menüs.

IMG_0526Zum Start kleine Ansbacher im Blausud, der seinen Namen verdient hatte – statt Wasser und Essig wie sonst häufig in der Gastronomie belebte ein fröhlicher Silvanersud die Gemüter.

Der Waidmann Christian Fuhrmann sorgte dann für das Voressen und Wildstrudel traf auf Sellerie. „Wild ist das beste Bio“ meinte Christian und das konnte man fürwahr auch schmecken!

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Neugierig machte der Titel des nächsten Ganges: „Des Odysseus Helden-Wurst gebraten auf Wintersalaten mit honigglacierten Hesperdidenäpfeln“.

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Wir kennen die Geschichte jetzt und allen anderen sei verraten: gebratene Blutwurst und Apfel ist eine ganz hervorragende Kombination! Der dazu gereichte 2012er Riesling von der Niederhäuser Klamm war übrigens des Verfassers Favorit, bevor der Wein zum Dessert kam, ein 2006er Riesling Auslese Niederhäuser Rosenheck. Schade, daß man Wein nicht streicheln kann, meinte Meister Tucholsky völlig zu Recht. Aber vorher galt es die Fränkisch-pfälzische Wurstliaison mit bunten Nockenvon Kartoffel und Wirsing auf Riesling schaum zu absolvieren.

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Und hier hatte man alles, was die Küche dieser beiden „Kontinente“ ausmacht, deftige Hausmannskost vom Feinsten.

Zur Abrundung die süße Interpretations der Bratwurst auf Mangokraut oder etwas weniger prosaisch: Schokolade und Mango – ein wunderbarer Schlußpunkt.

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Für Tierfreunde war übrigens auch eine fleischlose Variante des Menüs im Angebot, die der Schreiberling jedoch nicht näher in Augenschein nehmen konnte.

Fazit: auch die dritte Winterkur bot nach dem Alten Kurhaus in Streitberg und dem Roten Ochsen in Seßlach spannende Erfahrungen und man darf gespannt sein, wohin uns die Winterkur 2015 führt!

Alle Bilder gibt es hier:

Text: Torsten Härtelt

Bilder: Torsten Härtelt, Schwarzer Bock.

Weinmenü mit Marga (Linhard) und Martin (Kössler) am 22. Juni

Marga Linhard

Marga Linhard

Wie schon seit Jahren begibt sich auch diesmal eine Gruppe Slow Food „Pilger-Schnecken“ zum kulinarischen Wallfahrtsort, dem legendären „Forsthaus Schweigelberg“.

Unsere  Marga hat sich Martin Kössler eingeladen, um uns Schnecken zu verwöhnen – sie am Herd – er an den Gläsern.

Hoffentlich macht das Wetter wieder mit. Dann wandern wir wieder hoch zu Margas Forsthaus, sitzen wieder auf ihrer wunderschöner Wiese vor dem Haus, kein Lärm moderner Technik ist zu hören (außer ihrem Dieselaggregat, das für Strom in der Küche sorgt), wir essen und trinken zusammen

Marga kocht keine Gourmetküche. Das vorneweg, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Marga sagt über sich und ihre Küche: »Unsere Küchenphilosophie ist die frische Küche. Wir bereiten unsere Speisen aus frischen, der Saison entsprechenden, meist regionalen Produkten schonend und gesundheitsbewusst zu. Bei uns gibt es herzhafte Brotzeiten, feine Käse-Spezialitäten, aber auch Kaffee und Kuchen für die Wanderer, frisch zubereiteteTagesgerichte und Menüs sowie jahreszeitliche Themen-Menüs entsprechend unseres Veranstaltungskalenders.«

Am liebsten kocht sie nach Anmeldung. Dann zieht sie los und besorgt sich die Produkte bei Bauern und Lieferanten in der Region, die sie alle persönlich kennt. Die Kräuter kommen aus ihrem Garten. Ihre Gerichte werden mit viel Liebe zubereitet, deftig und robust sind sie gekocht und stets sehr schmackhaft. Marga bietet Hausmannskost im besten Sinne auf frischestem Niveau. Gelebte Regionalität. Authentische Küche aus authentischen Produkten.

Und schon sind wir beim Thema des Abends: Regionalität.

Was genau ist diese ominöse »Regionalität«? Woran kann man sie erkennen? Fest steht: Regionalität ist nicht gleich Qualität! Doch der vielschichtig zu verwendende Begriff wird unbeirrt als Qualitätsargument genutzt! Das ist irreführend und falsch.

Zumindest im Wein kann man Regionalität schmecken, vorausgesetzt, er wurde entsprechend an- und ausgebaut. Wein ist wie kein anderes Lebens- bzw. Genußmittel dazu angetan, regionale Herkunft unverwechselbar zu zeigen. Martin Kössler stellt an diesem Abend Weine ausgeprägt regionaler Identität vor und wir wollen versuchen, mit ihnen im Glas »Regionalität« zu erleben, den Begriff zu hinterfragen, ihn zu diskutieren und dann vielleicht sogar zu definieren. Ein spannendes Thema, bestens geeignet für einen schönen Sommerabend unter freiem Himmel im Kreise gleichgesinnt Genießender. Hier gehts zur Anmeldung.

Obstarche mit Genuß

Klaus Peter Staiger (li)Fotos & Organisation der Veranstaltung: Klaus-Peter Staiger

Text: Torsten Härtelt

Die Slowfood-Schnecken wallten wieder einmal auf einen Berg und diesmal war es nicht der Schweigelberg, sondern der Spielberg in Gnotzheim bei Gunzenhausen. Viele werden es schon ahnen, es ging in den Gasthof Gentner zu Walburga und Maria Gentner, seit langem Unterstützer (so heißen die Förderer seit diesem Jahr) von Slow Food.
Zunächst ging es aber hinauf auf die Burg Spielberg, die bei klarem Wetter eine Sicht von bis zu hundert Kilometern bietet. Dies verkündete auch Veit Steinacker als Zitat seines 2008 verstorbenen Vaters Ernst Steinacker: „wem die Kunst nicht so gefällt, der schaut besser aus den Fenstern.“ Die Burg ist eine große Galerie der Werke des bekannten Bildhauers und Malers, der u.a. das Kirchenportal von Aaachen gestaltete. Nach der überaus interessanten Führung ging es wieder bergab zur Obstarche, wo erst einmal Hesselberger Birnenschampus zur nachmittäglichen Kreislaufrenovierung gereicht wurde, verbunden mit Worten zu Obstarche und herben wie lieblichen Köstlichkeiten der Kräuterküche. Unterstützt wurde Maria Gentner von Wolfgang Subal, der eine Kartierung alter Obstbäume vorgenommen hat und das Projekt der Obstarche mitbetreut. Insgesamt 135 Apfel- und Birnenbäume wurden bisher als Streuobstwiese gepflanzt, vier davon fielen unlängst der Wühlmaus zum Opfer. Nach überaus sachkundigen Erläuterungen lockte die geheizte Gaststube des Gasthofs Gentner, die uralte Burg und der Beginn des Wonnemonats hatte etwas Kühle in die Knochen befördert…
Ein frisch(käslich)er Gruß aus der Küche kündigte die Köstlichkeiten des Abends an,als da wären
Barlauchsuppe mit Heidenheimer Rindersaftschinken und Tomatenöl
Roastbeef vom Weiderind oder
Hahnenkamm-Saiblingsfilet an Silvanersoße oder für Vegetarier
Spargel, dazu gab es jeweils Spielberger Schloßkartoffeln
(zwei Halbvegetarier bekamen wunderbaren Schinken dazu)
und zum guten Schluß wurde
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Pannacotta von der Tonkabohne mit Erdbeer-Rhabarber-Ragout und Sauerrahmeis
gereicht. Die gefräßige Stille und die leeren Teller sprachen Bände…
Ein herrlicher Ausflug, den man jederzeit zur Nachahmung empfehlen kann! Das Schloß ist immer Sonntags von 14-16.30 geöffnet, bei Gentners empfiehlt sich eine Reservierung.

11 Genussführergasthöfe in der Region !

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Gerhard Tremel, unser Ex-Convivienleiter und dafür mehr als aktives Mitglied der Genussführerekomission von Slow Food Deutschland war im ersten Quartal mit seinem Arbeitskreis Genussführer unermüdlich unterwegs auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen und der Überprüfung bestehender Empfehlung. Denn im Herbst soll der erste Genussführer von Slow Food Deutschland auch in gedruckter Form erscheinen. Vorbild ist der uns allen bekannte Osteriaführer.

Zwei beispielhafte Bilder von glücklichen Genussführergasthöfen…..

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Die Tester haben jedes Gasthaus vor der Aufnahme, mehrmals inkognito besucht und nach den Kriterien der Kommission getestet. Die Prüfer arbeiten strikt ehrenamtlich, nur so bleibt die Unparteilichkeit und der kritische Blick gewahrt. Die angebotenen Speisen müssen einem sinnlichen Genuss bereiten und sich vom Massengeschmack deutlich abheben. Gefordert werden frische und saisonale Grundprodukte aus der Region und eine Zubereitung auf „ehrliche“ handwerkliche Art. Der Koch verzichtet bewusst auf den Einsatz von Aromastoffen, Zusätzen und Geschmacksverstärkern. Die überwiegende Anzahl der Gerichte sollte in der jeweiligen Region beheimatet sein. Ausgesucht werden solche Gasthäuser, die mit ansprechendem Ambiente, einem geschmackvoll gedeckten Tisch und einem freundlichen Service die Gastlichkeit als selbstverständlich betrachten.

Und bei uns haben sie 11 Betriebe gefunden um deren Beachtung und Besuch wir Sie nicht unbedingt bitten, aber die wir Ihnen für hervorragende regionale Geschmackserlebnisse empfehlen. Kommentare dazu sind hier immer willkommen.

Hier geht es zur Liste des Conviviums Nürnberg.

Und natürlich zu einem herzlichen Danke an Gerhard Tremel und sein Team !

Obstarche – mit Genuss am 4. Mai 2013

res_hausfront.jpgDie Brauereiführung in Spalt ist noch nicht erlebt und die zu empfehlenden fränkischen Genusstage noch nicht durchgeführt und dennoch lenken wir den Blick schon wieder in diese Genussregion.
Unser aktives Mitglied Klaus-Peter Staiger hat für uns an diesem Tag gemeinsam mit Walburga Gentner und Maria Braun-Gentner ein attraktives Programm zusammengestellt:
14:30 Uhr Treffpunkt am Parkplatz des Gasthof Gentner, Gnotzheim, Spielberg 1 (In Google Maps anzeigen),
gemeinsamer Fußmarsch zum Schloss Spielberg (Dauer ca. 15 Minuten)
15:00 Uhr Führung durch das Schloss und die Kunstsammlung Ernst Steinacker durch Herrn Veit Steinacker (Sohn des 2008 verstorbenen Künstlers), Dauer ca. 1 Stunde, Kosten 3,00 EUR p.P.
anschließend gemeinsamer Fußmarsch zurück zum Gasthof Gentner
16:30 Uhr spritziger Empfang an der Obstarche mit Hesselberger Streuobstsecco, Vorstellung der Obstarche und anschließende Führung durch die Streuobstwiese mit kleiner Kräuterkunde durch Frau Maria Braun-Gentner, Dauer ca. 1 Stunde, Kosten 4,00 EUR p.P.
18:00 Uhr Abendessen im Gasthof Gentner
Vorspeise:
Bärlauchsuppe mit Heidenheimer Rindersaftschinken und Tomatenöl
Hauptgang:
Roastbeef vom Weiderind oder Hahnenkamm-Saiblingsfilet an Silvanersoße
mit Spielberger Schlosskartoffeln und grün-weißem Spargelgemüse
Alternativ für Vegetarier:
Portion fränkischer Spargel mit geschmolzener Butter und Spielberger Schlosskartoffeln
Dessert:
Pannacotta von der Tonka Bohne mit Erdbeer-Rhabarber-Ragout
Menu-Preis: 30,00 EUR (Fleisch oder Fisch-Variante) bzw. 26,00 EUR (vegetarische Variante) p.P. jeweils ohne Getränke

Bitte bei der Anmeldung nach der Personenzahl mit an- und eingeben

R für Roastbeef

S für Saibling

V für vegetarisch

Winterkur 2013 im Roten Ochsen in Seßlach

20130316_2939_7D_Winterkur2013Als Peter Schubert und ich bei einer „Vorstandssitzung“ bei unseren Unterstützern im Würzhaus darüber sinnierten, wie und wo wir die erfolgreich von Marga Linhard und Burgl Kaiser im Alten Kurhaus erfundene Winterkur fortsetzen könnten, da fiel unser Blick nicht zufällig an den Rand unseres Conviviums. Denn wir erinnerten uns an die freundliche Korrespondenz aus dem Jahre 2011 mit der am anderen Ende der Welt in St. Gallen weilenden Tochter des Hauses „Roter Ochse“ Carolin Franz die uns damals liebevoll das Haus Ihrer Eltern Ursula und Karl Franz empfahl.

Also zum Hörere gegriffen und mit Frau Franz im Dezember den Termin – 16. März – fast schon Frühling ! (ach wie hat es sich leider als falsch erwiesen) abgestimmt und eine grobe Vorstellung über das was uns erwarten wird. Ja und so war dann die Ankündigung.

11 Schnecken & ein Hund machten sich an einem noch sonnigen aber kalten 16. März auf nach Seßlach. Dort mussten wir erst einmal feststellen, dass die Stadttore verschlossen waren und nur Einwohner am Wochenende mit dem Auto in die Kernstadt innerhalb der Mauer einfahren dürfen. Aber auch kein Problem, denn von Stadttor zu Stadttor sind es maximal 300m……

Wir begannen um 15h mit einer Stadtführung durch eben jenes mittelalterliche Seßlach. Der kundige Führer und örtliche Holzbildhauer Wolfgang Schott erzählte launig die Stadtgeschichte. Letzte Station war die Kommunenbrauerei Seßlach in der noch jede Woche „ordentlich“ gebraut wird. Mit einem Probeschluck und einem vorgezogenen Amuse bouche – Brehms Bratwurst, ganz lokal vom Nachbarn – stärkten wir uns für den Abend.

20130316_2982_7D_Winterkur2013Um 18.30 ging es dann im Gasthaus zum Roten Ochsen weiter.

An einer typischen Tafel starteten wir mit dem launigen Getränkeservice des Chefs Karl Franz. Die Weinkarte hatte er gleich mitgebracht, die ganze Auswahl auf einem Tablet – aber das Hausbier aus der Kommunenbrauerei war natürlich auch zu allen Gängen die richtige Empfehlung.

Wir starteten mit einem

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Steckrübensüppchen mit Petersiliencroutons und Käsküchle

Die Steckrüben kamen natürlich von einem Seßlacher Feld genau wie der folgende Rapunzel.

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Rapunzel vom Seßlacher Feld mit Rauchkarpfenmousse und Brot vom 20-Pfünder

Ein wunderbar abgeschmecktes Dressing, Karpfen aus der Region und Brot von einem Laib Brot der 20 Pfund auf die Waage bringt, rundeten das Geschmackserlebnis ab. Weil wir keinen Vegetarier dabei hatten gab es nur Fleisch :-). Gesetzt war „natürlich“ das Coburger Fuchsschaf.

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Lammhax´n vom Coburger Fuchsschaf in Tomatengemüse gegart mit Rosmarinkartoffeln

Wer kein Lamm möochte wurde gleichfalls regional verwöhnt mit Filetsteak vom Stöppacher Weiderind mit Bärlauchkräuterbutter und Bratkartoffeln. Zum Nachtisch gab es dann einen nicht enden wollenden Strom den Ursula Franz genannt hat:

Allerlei zum schnabulieren

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Das nicht endende Schnabulierbuffet sorgte dafür das alle Schnecken seelig in ihre Betten fielen.

Nach einem kräftigen ländlichen Frühstück am Sonntag morgen – es schmeckte schon wieder – brach die Gruppe dann fröhlich und frisch gekurt wieder auf nach Hause.

Und die Wetterkapriolen haben ja ex post bestätigt, dass es richtig war noch mal zur Kur zu fahren.

Danke an die Familie Franz mit Ihrem ganzen Team für die wunderbare Gastfreundschaft.

Alle Bilder auch für Nicht-Facebooker hier….