Rückblick auf den Kinderkochkurs – hier ging´s um die Wurst (von Torsten Härtelt)

Der letzte KiKoKu begann mit einer Bahnfahrt auf´s Land – als Reiseleiterinnen fungierten unsere KikokuMeisterin Helga und ihre liebe Freundin Herta (sonst „darf“ sie nach den Kursen immer mit aufräumen). In Heilsbronn wurden wir von Torsten Härtelt erwartet, der uns durch grüne Auen am Ortsrand entlang – vorbei an der Mitte Mittelfrankens – zum Metzgermarkt von Jakob Kupfer führte. Hier roch es gleich sehr verführerisch und machte neugierig auf die Dinge, die da kommen sollten. Zunächst versorgte uns Julia Kupfer mit Getränken, so eine halbe Stunde Fußmarsch ist ja nicht ohne… Dann begrüßte uns Jakob Kupfer und wir waren auch schon mitten drin. Seit dem 4.10.2017 gibt’s die neue Metzgerei und über 90 Sorten Wurst werden hier selbst produziert. Jakob erklärte uns aber auch, daß es für ihn und seine Frau „zurück zu den Wurzeln“ ist (Jakobs Vater, Großvater und Urgroßvater sind auch alle Metzger), denn er geht hier wieder zurück zum handwerklichen metzgern mit Tieren von „normalen“ Bauernhöfen. Zum Beispiel werden hier hällische Schweine verarbeitet, die nicht in der Massentierhaltung mit ungeheurem Medikamenteneinsatz aufwachsen und ein glückliches Leben haben. A propos Leben – Jakob erklärte uns auch, daß man vor seinem Essen großen Respekt haben muß, schließlich starb ein Tier dafür. Bevor´s um die Wurst ging, lernten wir also eine ganze Menge über Leben und Sterben eines Tieres.

Und nun wurden wir alle weiß – Hygiene ist ganz wichtig und so bekamen wir alle einen weißen Metzgerkittel, Überschuhe und Haarnetze, denn in den Haaren sitzen die meisten Bakterien. Finger mit Pflaster wurden durch einen schwarzen Handschuh verhüllt. Ab in die Kälte in eine Welt aus Fliesen und Edelstahl! Jakob erklärte uns alle Maschinen vom großen Wolf über den Kutter und die Füllmaschine bis hin zum Kotletthacker, wir sahen die Koch- und Räucheröfen undundund… Tja, und dann ging es nicht um, sondern an die Wurst. Jakob hatte Fleisch vorbereitet und wir bereiteten eine Würzmischung für die fränkische bzw. Ansbacher Bratwurst zu. Die Mischung wurde dann gleichmäßig auf den großen Fleischstücken verteilt und im Anschluß durch einen kleinen Bruder des großen Wolfs gedreht. Vorher hat Jakob die Maschine zusammengebaut und uns die Einzelteile erklärt. Der Inhalt der vier Wannen wurde nochmal ordentlich durchgeknetet und aus vier Wannen wurde eine, denn nun ging´s an die Füllmaschine. Zweierlei Därme mußten auseinandergefädelt, der Anfang gesucht und dann auf den Füllstutzen geschoben werden. Um dann das Brät in den Darm zu bekommen, braucht´s Finger- und Kniespitzengefühl – die Menge wird nämlich durch Druck mit dem Knie auf einen Schalter aus der Maschine geschoben. Gar nicht so einfach, hat uns allen aber sehr viel Spaß gemacht. Dann die Würste voneinander trennen, in kleine Wannen legen und immer wieder mal Brät von oben nachschieben. Puuuh! Einen Teil unserer Würste haben wir in der Küche gebraten und jeder bekam auch etliche mit nach Hause. Am gedeckten Tisch ließen wir uns unsere Arbeit dann mit Limo, Kartoffelsalat und Brez´n schmecken und es war einfach köstlich! Selber gemacht ist halt immer besser…

Alle Bilder von Torsten:

Ganz lieben Dank an Jakob und Julia Kupfer für diesen wunderschönen, lehrreichen Nachmittag!

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