Slow Food Nürnberg Vorstand wiedergewählt

v.l.nr.: Torsten Härtelt – 2. Strellvertreter, Peter Schubert – 1. Stellvertreter und Kasse, Claus Fesel – Convivienleiter

Im Rahmen einer kleinen launigen Tafelrunde im Gasthaus Rottner fand die Mitgliederversammlung 2017 mit Neuwahlen statt. Es gab einen Rückblick auf 23 Veranstaltungen mit mehr als 440 Teilnehmern in den letzten zwei Jahren. Ein besonderer Dank ging an Helga Balletta für mehr als 30 Kinderkochkurse in den letzten zwei Jahren.

Alle Bilder sind von Bernd Steigerwald – www.ichkochegern.de – und sind hier zu finden:

 

 

Bio erleben und BioSchlemmerwochen

Slow Food Nürnberg unterstützt dieses Jahr ideell und mit vielen Mitgliedern und Unterstützern die Bio erleben ebenso wie die BIOSchlemmerwochen. Diana Burkel vom „Würzhaus“ und Valentin Rottner vom „Romantikhotel Rottner“ sind bei den Kochshows auf der Bio erleben dabei.

Mehr Informationen gibt es auf der Website der Stadt hier oder im Guide, den ihr hier als PDF runterladen könnt.

 

 

 

Ein Nachmittag im Bienenzentrum (von: Uschi Assfalg)

Ein wenig Zuckerwasser als Starthilfe und los geht’s. Im Bienenzentrum Lauf am Kunigundenberg gewährt ein in einem Baumstamm  eingelassenem „Schaufenster“ Einblick in das Leben eines Bienenvolkes und dessen Honigproduktion. Ausgang, oder besser gesagt, Ausflug haben die fleißigen Insekten an diesem Tag nicht. „Zu stürmisch“, erläutert Imkerin Hedwig Wörrlein der 15-köpfigen Slow Food Schnecken-Gruppe. „Starker Wind macht die Bienen sehr nervös.“ Sicherheitshalber kreist der Sprühflakon mit Essig trotzdem. Dessen Geruch empfinden die Bienen als dermaßen unangenehm, dass sie schleunigst Reißaus nehmen. Wenn der von Alkohol oder Banane auf ihre Riechzellen trifft, dann ist das der Aufruf zur Attacke. Dunkel gekleidete Menschen setzen die Bienen mit Bären gleich – für sie eine Riesenbedrohung und da ist Angriff die beste Verteidigung. Wer mit Bienen gut Freund sein will, kleidet sich demnach hell.

Wenn eine neue Königin von ihrem Hochzeitsflug in den Stock zurückkehrt  und mit dem Eierlegen beginnt, dann ist das für die alte das Signal, sich eine andere Bleibe zu suchen. Hat sie eine geeignete gefunden, folgen ihr Bienen aus dem Stock und bilden einen Schwarm. So eine dunkle Wolke summender, stachelbewehrter Insekten ist weniger gefährlich als sie aussieht. „Die Bienen sind mit Proviant für drei Tage beladen und mit sich selbst beschäftigt; die haben keine Kraft zu stechen“, beruhigt Wörrlein.

Der Kunigundenberg ist ein Dorado für Bienen: naturnahe Wiesen mit einer Vielfalt an Blüten, deren Staubgefäße für Insekten gut zugänglich sind, etwas Wald und ein Tümpel mit trübem Wasser.  Warum Bienen trübes Wasser bevorzugen, sei noch nicht erforscht, sagt die Expertin. Die Honigbiene ist unser kleinstes Haustier – und eins der wichtigsten: Sie bestäubt achtzig Prozent unserer Nutzpflanzen und viele Wildpflanzen. Obstbauern hätten ohne Bienen kaum etwas zu ernten – und wir kein Honigbrot. Deshalb sei es wichtig, ihnen geeigneten Lebensraum zu schaffen, betont Wörrlein. Das geht auch mitten in der Stadt,  wie sie den Schnecken am Beispiel ihres eigenen Hausgartens in Rückersdorf demonstriert:  Anstatt  englischen Rasen ein Stück bunte Wiese  anlegen und stehen lassen und möglichst für Bienen attraktive Pflanzen wählen. Um Konflikten vorzubeugen, empfehle es sich laut Expertin, die Nachbarn frühzeitig mit einzubinden  – und womöglich so zu begeistern, dass auch sie mitmachen.

Wörrlein beherbergt auf ihrem weitläufigen Grundstück derzeit sechs Bienenvölker. In einer kleinen Hütte findet sich alles was es braucht, um Honig zu schleudern. Ein echtes Erlebnis für die kleinen Nachwuchsschnecken  Vera und Samuel. Zunächst spannen sie die mit Honig beladenen Rahmen auf und entfernen mit einer speziellen Gabel das Wachs und stellen die Rähmchen in die Schleuder. Dann wird von Hand gekurbelt und der Honig läuft über Sieb und Filter in den Behälter. Dort muss er mehrere Tage stehen bleiben, bis sich die darin enthaltenen Schwebstoffe abgesetzt haben. Dementsprechend ist der Honig, den die Schnecken mit nachhause tragen nicht von ihnen selbst hergestellt, sondern stammt aus einer früheren Produktion. Doch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch.

Sie gilt als der Bösewicht schlechthin, wenn es um das Bienensterben geht: die Varroa-Milbe, erfahren die Schnecken bei ihrer Exkursion. Mit importierten Bienen vermutlich nach Europa gelangt, hält sie Imker in Alarmbereitschaft. In der Bio-Imkerei sind bei der Bekämpfung der Varroamilbe nur organische Säuren (Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure) und einige ätherische Substanzen zugelassen.

„Wenn die Pollenhöschen ihrer Bienen prall gefüllt sind, dann ist alles in Ordnung“, weiß Wörrlein.  Ihre Waben bauen sich die Bienen selbst. Aber ohne fachgerechte Betreuung kommen sie nicht über den Winter, führt die Fachfrau aus. Sie bilden mehrjährige Völker, deren Bienen gemeinsam im Bienenstock überwintern. In ihrem Stock bilden sie eine Wintertraube, in der sie sich gegenseitig vor der Kälte schützen. Dabei sitzt die wichtigste aller Bienen, die Königin, in der Mitte der Traube. Dank des fleißigen Einsatzes ihrer Arbeiterinnen herrscht dort stets eine Temperatur von mindestens 25 Grad. Die meisten mitteleuropäischen Wildbienenarten leben einzeln und bilden keine oder höchstens einjährige Völker aus. Die Weibchen legen meist im Sommer in jede Brutzelle des Nestes ein Ei ab, statten sie mit Proviant aus, verschließen sie und überlassen die Brut sich selbst.

Der Nachmittag mit Imkerin Hedwig Wörrlein hat die Schnecken nicht nur hautnah mit der Wunderwelt der Bienen bekannt gemacht, sondern ganz nebenbei auch mit der gesundheitsfördernden Wirkung der Api-Therapie, der Bienenerzeugnisse.

 

 

Das Backofenfest zum 20jährigen Jubiläum von Slow Food Nürnberg -22. Juli 16h

 

Slow Food Deutschland hat am 16. Juni 2017 sein 25jähriges Bestehen gefeiert.

Wir stehen da in nichts nach und begehen dieses Jahr unser 20jähriges Jubiläum. Das genaue Datum der Conviviengründung ist in den Annalen der Geschichte verschütt gegangen, aber das ist ja eigentlich auch egal.

20 Jahre Slow Food Nürnberg feiern wir bei und mit einem der Urgesteine der Bewegung im Convivium – Marga Linhard und ihrem Forsthaus Schweigelberg.

Für uns schürt sie noch einmal den großen alten Holzbackofen im Garten an. Ein seltenes Ereignis, weil der Betrieb des Backofens sehr aufwändig ist. Aber für ihr Convivium macht Marga das.

 Unser kulinarisches Ziel ist das Elsaß mit Flammekuchen, Baeckeoffa und Guglhupf – es wird sicher wieder ein spannendes Eß-Erlebnis!

Bitte haben Sie Verständnis, daß der große Holzbackofen nur in Betrieb gehen kann bei mindestens 25 angemeldeten Personen und nicht bei sehr schlechtem Wetter.

Zur Anmeldung geht es hier:

 

 

 

EINLADUNG ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG AM 13.7.2017

Liebe Mitglieder von Slow Food Nürnberg,
hiermit laden wir Sie herzlich ein zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns freuen. Anträge und Ergänzungen zur Tagesordnung senden Sie uns bitte bis spätestens 01.07.2017 zu.

Gleichfalls bitten wir um Wahlvorschläge für die Convivienleitung. Dabei darf Mann oder Frau sich auch selbst vorschlagen. Es wäre schön, wenn sich Kandidaten fänden !

Die Mitgliederversammlung findet im Gasthaus Rottner, Winterstraße 15-17 in 90431 Nürnberg statt. Beginn ist 19:00 Uhr.
Für das leibliche Wohl sorgen Stefan Rottner und Team mit einer kleinen, Slow Food gerechten Karte.
Tagesordnung
01. Begrüßung
02. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung,
der Beschlussfähigkeit und Feststellung der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder
Annahme der Tagesordnung
03. Bericht des Convivienleiters
04. Bericht des Stellvertreters und Schatzmeisters (Kassenbericht)
05. Aussprache zu den Berichten
06. Entlastung der Convivienleitung
07. Bestimmung Wahlleiter/in
08. Wahl des/der 1. Vorsitzenden (Convivienleiter/in)
Wahl des Stellvertreter/in – (Schatzmeister)
09. Eventuell Berichte aus den Arbeitskreisen
10. Anträge zur Mitgliederversammlung 2017
(Beratung und Beschlussfassung)
Wir bitten unsere Mitglieder bis 01. Juli 2017 Anträge und Wahlvorschläge einzureichen.
11. Verschiedenes

12. Schlussworte der/des Convivienleiterin/ers

Wir freuen uns auf Ihre / Eure Teilnahme und aktive Mitwirkung

Claus Fesel und Peter Schubert und Torsten Härtelt
Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung bis spätestens 04.07.2017 damit wir entsprechend disponieren können.

Nur Mitglieder können wählen und sind wählbar, nicht jedoch Unterstützer ohne Stimmberechtigung, bitte deshalb ggfs. Mitgliedsausweise mitbringen.

Weinwanderung durch die Ipsheimer Weinberge (von: Peter Schubert)

© Hajo Dietz / NürnbergLuftbild

Es gibt Tage, die sind als „perfekt“ zu bezeichnen; der 20.05.2017 war so ein Tag. Fünfzehn gut gelaunte Teilnehmer trafen sich bei idealem Wetter in Ipsheim und erlebten wunderbare, beschwingte und unbeschwerte Stunden.

Unsere Exkursion führte uns in die mittelfränkischen Weinberge und wir lernten im Rahmen einer Weinwanderung die sehenswerten Ipsheimer Lagen kennen – sehr angenehme Verkostungsstopps (damit es nicht zu trocken wurde….) ließen uns nebenbei Terroir und Landschaft erschmecken.

Für die kompetente, charmante aber auch amüsante Führung sorgte die ausgesprochen sympathische Steffi Weid (Gästeführerin und Weindozentin). Frau Weid wurde sozusagen mit Wein großgezogen, denn sie stammt aus dem renommierten Weingut Hofmann, wo sich mittlerweile ihr Bruder Bernd  für qualitativ hochwertige Weine verantwortlich zeichnet. Selbstverständlich wurden daher einige seiner Weine im Rahmen der Wanderung probiert und die Station „Weinnest“ (ein Winzerhäuschen der Familie Hofmann mit Blick ins Tal und auf die Burg Hoheneck, umrahmt von blühenden Wiesen) war sicher der optische und vinologische Höhepunkt. Während der Tour hörten und sahen wir interessante Fakten rund um das Thema Wein, Weinbau und Lagen.

Zum Abschluss stärkten wir uns bei Traumwetter im Bewirtungshaus inmitten der Ipsheimer Weinberge (welches an diesem Tag von Fikus e.V., einem Ipsheimer Inklusionsprojekt, ausgesprochen nett bewirtschaftet wurde) und konnten den Tag in jeder Hinsicht nachklingen und nachschwingen lassen. Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erleichterte es außerdem ungemein, die Weine mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen zu trinken.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Steffi für die herrliche Ausgestaltung des Tages danken, welcher uns sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird und an welchem Ipsheim, so wie die Familie Hofmann sicher einige neue Fans hinzugewonnen haben.

Aber mehr als alle Worte sagen vermutlich die Bilder – zu denen es hier geht….

Text und Fotos: peter schubert

 

Kinderkochkurs „Mama ich koch für dich“ – Nachbetrachtung

Diesmal wurden beim Kinderkochkurs zum Thema Muttertag auch Gäste bekocht! Das Thema „Mama ich koch für dich“, verrät auch schon, wer die Gäste waren…

Es gab: Tomatenblumen, geröstete Grießsuppe, gratinierten Fisch im Gemüsebett, Apfelrosen und Obstsalat.
Die Bilder sprechen für sich…

Allen hat’s gefallen, allen hat’s geschmeckt!

 

Fotos: Helga Balletta

Bienenzentrum Lauf (von: Klaus Peter Staiger)

Bild: Verena N. / pixelio.de

Für den Fortbestand unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind die Bienen von existenzieller Bedeutung. Wir wollen uns von einer erfahrenen Imkerin, Frau Hedwig Wörrlein, in die Geheimnisse der arbeitsamen Insekten einweihen lassen. Die Imker des Bienenzentrums sind biozertifiziert.
Wir treffen uns am Samstag, 17. Juni 2017 um 15:00 Uhr am Bienenzentrum Lauf Kunigundenberg 2, 91207 Lauf a.d.Pegnitz ; ausreichend Parkplätze stehen unmittelbar vor dem Bienenzentrum zur Verfügung.
Hedwig Wörrlein führt uns zunächst durch die faszinierende Welt der Bienen; anschließend folgen wir ihr ins ca. 3 km entfernte Rückersdorf um uns von der Imkerin den Naturwabenbau bei ihren eigenen Völkern erklären zu lassen. Es bleibt aber nicht bei der Theorie, sondern wir schleudern auch das wertvolle Gold und schließlich erhält jeder zahlende Teilnehmer ein Glas Honig.
Bitte bei der Anmeldung angeben z.B. 2E 1K für Erwachsenen und Kind.

 

Weinwanderung durch die Ipsheimer Weinberge am 20. Mai (von Peter Schubert)

 

© Hajo Dietz / NürnbergLuftbild

Die heutige Exkursion führt uns in die mittelfränkischen Weinberge und wir werden im Rahmen einer Weinwanderung die schönen Ipsheimer Lagen unterhalb der Burg Hoheneck kennenlernen und natürlich mit Verkostungsstopps (damit es nicht zu trocken wird….) Terroir und Landschaft erschmecken.

Für die kompetente und charmante Führung sorgt Steffi Weid (Gästeführerin und Weindozentin). Frau Weid ist sozusagen mit Wein aufgewachsen, denn sie stammt aus dem renommierten Weingut Hofmann, wo sich ihr Bruder für qualitativ hochwertige Weine verantwortlich zeichnet. Selbstverständlich werden wir einige seiner Weine im Rahmen der Wanderung probieren (und auf die Station „Weinnest“ mitten in den Weinbergen dürfen wir uns jetzt schon freuen). Während der Tour hören und sehen wir interessante Fakten rund um das Thema Wein, Weinbau und Lagen.

Zum Abschluss stärken wir uns entweder im „Bewirtungshaus“ inmitten der Ipsheimer Weinberge oder einer Heckenwirtschaft im Ort (das entscheidet sich erst noch). Dieser letzte Teil der Wanderung ist nicht im Teilnehmerpreis enthalten! Danach kann jeder selbst entscheiden, wann (und wie) er nach Hause fährt. Ipsheim ist auch mit dem Zug sehr gut zu erreichen (bei nahezu stündlichen Verbindungen)! Fahrzeit ca. 45-50 Minuten von/bis Nürnberg.

Hier geht es zur Anmeldung:

Treffpunkt: 13:00 Uhr beim Bahnhof in Ipsheim – von dort laufen wir gemeinsam los (auch bei schlechtem Wetter)!

Der Preis beinhaltet die Führung und die Weinverkostungen während der Wanderung. Die anschließende Einkehr zahlt jeder vor Ort extra.

Bequemes Schuhwerk ist angeraten aber keine „Gebirgsausrüstung“ nötig (wir laufen ganz gemütlich und überwiegend auf befestigten Wegen). Die Wanderung dauert inkl. der Verkostungen ca. 2,5 bis 3 Stunden (je nach Stimmungspegel…).

Tafelrunde Mai im Weinstockwerk

 Update 20.04.2017 19.30 Die Veranstaltung ist jetzt leider ausgebucht. Wenn jemand auf Warteliste möchte bitte Email an nuernberg@slowfood.de

Kaum hatte ich im Februar den Termin auf unserer Website eingestellt – schon waren 17 Anmeldungen da, obwohl das Menü noch gar nicht stand. Und als das Menü da war, hat sich auch keiner abgemeldet…… Viele Vorschusslorbeeren sind das. Und so sind jetzt nur noch 5 Plätze frei.

Martin Runge empfängt uns und führt uns ein in die Philosophie der Fleischbeschaffung des Restaurant (nachhaltige, artgerechte Haltung und Schlachtung, Nutzung des ganzen Tieres)

Wir tafeln an einem Tisch für 22 Personen und unsere Gangfolge kommt alles in kleineren Portionen auf grossen Schalen, bzw Brettern serviert zum teilen:

  
Vorspeise:
Zunge | Salsa Verde | Erbse
Blutwurst | Ancienne-Apfel | Sellerie
Ravioli | Ziegenkäse | Pesto
Hauptgang:
Kronfleisch
Hochrippe
Oberschale (4 Std Sous Vide)
zu den Hauptgängen reichen wir gemischte Beilagen)
Nachspeise:
WSW-Cheesecake
Rohmilchkäse