12. Mai – So ein Käse! – Hauptsache selbstgemacht! (von Torsten Härtelt)

Käse ist Milch auf dem Weg in die Unsterblichkeit sagt man in Holland.

Seien wir mittendrin statt nur dabei, wenn Käse handwerklich hergestellt wird beim Schmalzmüller am Hesselberg. Natürlich gehören auch Gaumenfreuden und Wissenswertes über dieses wunderbare Milchprodukt dazu.

Bevor wir mit der Käsebrotzeit beginnen, wird auf jedem Tisch ein Topf Milch platziert. Unter den humorvollen Anweisungen des Schmalzmüllers stellen wir selbst Käse her. Da wird gerührt, geschnitten, abgeschöpft und vor allem viel gelacht. Und wer etwas arbeitet, soll sich auch stärken. Zu selbstgebackenem Bauernbrot gibt es vier verschiedene Gänge unseres Käses, wie den beliebten Hochwasserpegel und Bauernrebell. Den selbst hergestellten Käse dürfen Sie am Ende mit nach Hause nehmen.

Treffpunkt ist am 12.5. um 17 Uhr in der Schmalzmühle 1 in 91740 Röckingen. Die Veranstaltung dauert ca. 2,5 Stunden. Die Anreise per VGN ist möglich, allerdings gibt es am gleichen Tag keine Rückreisemöglichkeit. Gerne unterstützen wir Fahrgemeinschaften.

Preis:

Kinder (bis 13J.) 8,50 €
Erwachsene 17,00 €
zuzüglich Getränke

Hier geht es zur Anmeldung

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20. April 2018 – 14h – Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf

In mehr als 120 Jahren hat sich das Bildungszentrum Triesdorf aus einem regionalen Zentrum für Landwirtschaftliche Aus- und Fortbildung zu einem Cluster Landwirtschaft und Umwelt mit ca. 3.500 Studierenden entwickelt.
Heute besteht das Bildungszentrum aus einer Vielfalt von Einrichtungen, die durch intensives Zusammenwirken umfangreich vernetzt sind. Zehn Schulen, zwei Fakultäten der Hochschule Weihenstephan – Triesdorf sowie das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) nutzen die praktischen Möglichkeiten des Fachzentrums für Energie- und Landtechnik und der fünf Tierhaltungsbereiche der LLA Triesdorf. Die Fachabteilungen Saatzucht, Versuchsanbau, Feldwirtschaft und Obstbau bilden die Sektoren für eine pflanzenbaulich, botanische Ausbildung.

Im Bildungszentrum werden seit jeher neue Entwicklungen aufgegriffen und in der landwirtschaftlichen Praxis erprobt und bewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können so schnellstmöglich durch Fortbildung, Beratung und gezielte Informationen an die landwirtschaftliche Praxis weiter gegeben werden. Jährlich nutzen aktuell rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Tendenz steigend, das Triesdorfer Aus- und Fortbildungsangebot.

Am Freitag, den 20.4.2018 statten wir den LLA in Weidenbach-Triesdorf einen Besuch ab. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Infozentrum, dort wird uns Direktor Körner zur Führung begrüßen. Diese Führungen werden nur an Wochentagen zu den Betriebszeiten abgehalten – deswegen auch dieser für unser Convivium ungewöhnliche Termin.  Mit ihm werden wir einen Einblick in die Themenbereiche Rinderhaltung sowie Saatzucht und Pflanzenbauversuche erhaltenund natürlich auch dem Obstlehrgarten einen Besuch abstatten.  Auch der körperliche Input kommt mit Kaffee und Kuchen nicht zu kurz.  Gegen 16 Uhr werden wir dann auch schon wieder in die Freiheit entlassen.  Danach würde sich ein Besuch im Genußführerlokal “Schwarzer Bock” in Ansbach anbieten, wer Lust hat bitte bei Torsten Härtelt melden.

Zur Anmeldung geht es hier:

Rückblick auf den Kinderkochkurs – hier ging´s um die Wurst (von Torsten Härtelt)

Der letzte KiKoKu begann mit einer Bahnfahrt auf´s Land – als Reiseleiterinnen fungierten unsere KikokuMeisterin Helga und ihre liebe Freundin Herta (sonst „darf“ sie nach den Kursen immer mit aufräumen). In Heilsbronn wurden wir von Torsten Härtelt erwartet, der uns durch grüne Auen am Ortsrand entlang – vorbei an der Mitte Mittelfrankens – zum Metzgermarkt von Jakob Kupfer führte. Hier roch es gleich sehr verführerisch und machte neugierig auf die Dinge, die da kommen sollten. Zunächst versorgte uns Julia Kupfer mit Getränken, so eine halbe Stunde Fußmarsch ist ja nicht ohne… Dann begrüßte uns Jakob Kupfer und wir waren auch schon mitten drin. Seit dem 4.10.2017 gibt’s die neue Metzgerei und über 90 Sorten Wurst werden hier selbst produziert. Jakob erklärte uns aber auch, daß es für ihn und seine Frau „zurück zu den Wurzeln“ ist (Jakobs Vater, Großvater und Urgroßvater sind auch alle Metzger), denn er geht hier wieder zurück zum handwerklichen metzgern mit Tieren von „normalen“ Bauernhöfen. Zum Beispiel werden hier hällische Schweine verarbeitet, die nicht in der Massentierhaltung mit ungeheurem Medikamenteneinsatz aufwachsen und ein glückliches Leben haben. A propos Leben – Jakob erklärte uns auch, daß man vor seinem Essen großen Respekt haben muß, schließlich starb ein Tier dafür. Bevor´s um die Wurst ging, lernten wir also eine ganze Menge über Leben und Sterben eines Tieres.

Und nun wurden wir alle weiß – Hygiene ist ganz wichtig und so bekamen wir alle einen weißen Metzgerkittel, Überschuhe und Haarnetze, denn in den Haaren sitzen die meisten Bakterien. Finger mit Pflaster wurden durch einen schwarzen Handschuh verhüllt. Ab in die Kälte in eine Welt aus Fliesen und Edelstahl! Jakob erklärte uns alle Maschinen vom großen Wolf über den Kutter und die Füllmaschine bis hin zum Kotletthacker, wir sahen die Koch- und Räucheröfen undundund… Tja, und dann ging es nicht um, sondern an die Wurst. Jakob hatte Fleisch vorbereitet und wir bereiteten eine Würzmischung für die fränkische bzw. Ansbacher Bratwurst zu. Die Mischung wurde dann gleichmäßig auf den großen Fleischstücken verteilt und im Anschluß durch einen kleinen Bruder des großen Wolfs gedreht. Vorher hat Jakob die Maschine zusammengebaut und uns die Einzelteile erklärt. Der Inhalt der vier Wannen wurde nochmal ordentlich durchgeknetet und aus vier Wannen wurde eine, denn nun ging´s an die Füllmaschine. Zweierlei Därme mußten auseinandergefädelt, der Anfang gesucht und dann auf den Füllstutzen geschoben werden. Um dann das Brät in den Darm zu bekommen, braucht´s Finger- und Kniespitzengefühl – die Menge wird nämlich durch Druck mit dem Knie auf einen Schalter aus der Maschine geschoben. Gar nicht so einfach, hat uns allen aber sehr viel Spaß gemacht. Dann die Würste voneinander trennen, in kleine Wannen legen und immer wieder mal Brät von oben nachschieben. Puuuh! Einen Teil unserer Würste haben wir in der Küche gebraten und jeder bekam auch etliche mit nach Hause. Am gedeckten Tisch ließen wir uns unsere Arbeit dann mit Limo, Kartoffelsalat und Brez´n schmecken und es war einfach köstlich! Selber gemacht ist halt immer besser…

Alle Bilder von Torsten:

Ganz lieben Dank an Jakob und Julia Kupfer für diesen wunderschönen, lehrreichen Nachmittag!

Neue Nürnberger Bierwelt (von Peter Schubert)

So ändern sich die Zeiten: War vor ein paar Jahren noch vom großen Brauereisterben die Rede, hat sich dies nun ins Gegenteil gekehrt und Dank der lebendigen Craft Beer Szene entstehen jetzt wieder unzählige Möglichkeiten, neue/andere Biere zu erleben. Grund genug für uns, dies ganz lokal zu erforschen und die „neue Nürnberger Bierwelt“ zu erkunden und erschmecken.

Unter der kompetenten Leitung von Boris Braun, Autor (z.B.: http://www.brauereiatlas.de) und Brauerei-Experte aus Nürnberg, der diese Tour für uns zusammengestellt hat, wurden wir zu interessanten Personen und Orten geführt – und vorbildlicherweise natürlich alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln angesteuert.

 

Ausgangspunkt war die urige Schanzenbräu-Schankwirtschaft in Gostenhof mit einem Mittagsessen (um die passenden „Grundlagen“ zu schaffen) und gleichzeitig vier verschiedene Biere dieser 2004 entstanden Brauerei zu verkosten.

Um 14:30 machten wir uns dann mit dem Bus auf den Weg in die orca-brau nach Großgründlach, wo wir vom sympathischen Felix von Endt empfangen wurden. Ebenfalls anwesend sein Brauerkollege Karsten Buroh von der Craft Bier-Manufaktur Eppelein & Friends. An frisch gezimmerten Holztischen deuteten die bereit stehenden Gläser an, dass uns noch weitere Geschmackserlebnisse erwarten werden.

Es entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit interessante Gespräche zu Kreativbieren, zu Tradition und Handwerk, zu Reinheits- und/oder Natürlichkeitsgebot und zur Philosophie, die hinter all dem steckt. Es würde den Rahmen sprengen, all die vielen Informationen wiederzugeben und ich kann nur empfehlen, selbst mal bei Felix oder Karsten vorbeizuschauen und mit ihnen zu diskutieren – es lohnt sich! Alle Informationen, wann, wie und wo die Brauer zu erreichen und ihre Biere zu probieren oder kaufen sind, finden sich auf deren jeweiligen Internetseiten, zu welchen ich verlinkt habe.

Neben einer Brauereiführung gab es natürlich zahlreiche Kostproben von orca brau, Eppelein & Friends und zusätzlich noch von Honig-Bräu aus der Südstadt. Es waren sehr sehr unterschiedliche Geschmacksrichtungen und entsprechend unterschiedlich fielen natürlich die Urteile dazu aus. Was aber alle einte: Der Bierhorizont hat sich gewaltig erweitert und oftmals ergaben sich Gespräche, zu welchem Essen nun wohl dieses Bier passen würde…ein Ding, das so früher wohl eher selten der Fall war.

Um 18:15 bemühten wir dann wieder unsere Fahrer der VAG, um zur letzten Station aufzubrechen. Luke Kennedy hatte seinen gemütlichen und sehenswerten Brewpub „Mr. Kennedy“ im Brunnengässchen unterhalb der Burg, extra für uns schon eine Stunde früher um 19:00 geöffnet, um uns mit 3 weiteren Proben zu erfreuen. Auch bei Luke war zu spüren, dass er Brauer mit Leidenschaft ist und so hörten wir auch von ihm weitere interessante Geschichten (in verbaler und flüssiger Form).

Wer dann immer noch nicht genug vom Bier hatte, durfte anschließend sitzen bleiben (keine Sorge, wir konnten alle noch stehen!!) und aus der großen Bierkarte auswählen. Es war ein wirklich spannender, informativer aber auch humorvoller Ausflug in die neue Nürnberger Bierwelt und – großes Lob an alle – ein Tag ohne irgendwelche Ausfallerscheinungen der Teilnehmer. Der bewusste Genuss stand eindeutig im Vordergrund und nicht die Füllmenge der Biere und Körper…

Ganz besonders möchte ich mich bei Boris bedanken, der uns diese vielen Einblicke ermöglicht hatte und in gewohnt guter Zusammenarbeit für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Ganz herzlichen Dank auch an Felix von Endt, der sich so viel Zeit für uns nahm und mit dem wir das Thema Kreativbiere von allen Seiten beleuchten durften. Karsten Buhro und Luke Kennedy sorgten dann noch für die perfekte Ergänzung – sie gaben nicht nur ihren Senf sondern auch ihren Hopfen dazu…

Ein paar visuelle Eindrücke (leider nur mit der Handykamera) können die geschmacklichen Eindrücke zwar nicht ersetzen, doch veranschaulichen.

 

 

Rückblick auf „Alles aus einem Topf“ (von: Helga Balletta)

Was wärmt Leib und Seele besser in der kalten Jahreszeit, als ein wohlschmeckender Eintopf? Aus diesem Grunde hat sich unser Kinderkochkurs im Februar dem Thema ausführlich genäh(e)rt – und zwar in gewohnt abwechslungsreicher Art und Weise. Sechs Kinder und vier Eintöpfe aus verschiedenen Ländern, da gab es viel zu schnippeln und zu probieren.

  • Gaisburger Marsch mit Rindfleisch, Gemüse, Kartoffeln und Spätzle
  • Indisches Gemüsecurry mit Kokos
  • Marokkanischer Lammtopf mit Kichererbsen und vielen Gewürzen und Kräutern
  • Aus Japan: Rettich, Lachs, Tofu und Spinat

Jede der Köchinnen hatte am Ende ihren eigenen Favoriten, aber da sie ja immer für eine Überraschung gut sind: das japanische Rezept kam bei ihnen super an!

Die Bilder (wie immer mit Genehmigung der Eltern) können zwar den Geschmack nicht annähernd wiedergeben, doch man ahnt die Düfte und die schmackhaften Zutaten.

 

Fotos: Helga Balletta

Kinderkochkurs „Weiß wie Schnee“ (von Peter Schubert)

„Weiß wie Schnee“ lautete das Motto des Kinderkochkurses im Januar! Nachdem der Winter bezüglich der Farbe Weiß ja bisher zurückhaltend war, wurde zum Trotz ein köstliches Menü mit allen Zutaten „ganz in Weiß“ aufgetischt! Mal sehen, ob sich das Wetter nun davon inspirieren lässt…

Es gab:

Mozzarella-Schneemänner im Rettichschnee

Schwarzwurzelsuppe mit Croutons (die Suppe ist allerdings etwas „errötet“, weil als vorbildliche Resteverwerter der Rest der „Schneemann-Nasen-Karotte“ mit verkocht wurde)

Reis mit Fisch in Kokossoße

Iles flottantes: Da hat die Natur allerdings einen kleinen Strich durch die (Farb-)Rechnung gemacht, denn die netten Hühner hatten nur Eier mit zwei (!) Dottern gelegt. Der Geschmack war allerdings super!

Auch diese Kochkurs konnte wieder begeistern mit den Ideen und der entsprechenden geschmackvollen Umsetzung. Unsere Helga Balletta ist einfach die Beste (sozusagen ein Engel im weißen Gewand…)

Fotos: Helga Balletta

Führung durch die „Neue Nürnberger Bierwelt“ (von: Peter Schubert)

Programm:

Treffpunkt: 12:30 Schanzenbräu-Schankwirtschaft, Adam-Klein-Straße 27, 90429 Nürnberg

  • In der Schankwirtschaft stehen 3 Essen zur Auswahl: Bratwürste, Vesperplatte, Käsespätzle. Dazu werden 4 verschiedene SchanzenbräuSchnitt vom Fass gereicht.
  • Um ca 14:30 machen wir uns mit Öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in die orca-brauin Großgründlach. Dort gibt es eine Brauereiführung und folgende Proben: 3 x orca brau, 1 x Eppelein & Friends aus Schoppershof, 1 x Honig-Bräu aus der Südstadt. Hier werden sich mit dem neuen Shootingstar Felix vom End  sicher interessante Gespräche über Kreativbiere, Tradition, Handwerk und Reinheitsgebot ergeben.
  • Um ca 18:15 geht es dann ins Zentrum zur letzten Station, wo Luke Kennedy seinen Brewpub extra für uns eine Stunde früher schon um 19:00 öffnet, um uns mit 3 weiteren Proben zu erfreuen. Wer will oder nicht mehr kann, darf hier dann auch gerne bis 01:30 sitzen bleiben….

Für uns ist er DER Fachmann schlechthin: Boris Braun, Autor (z.B.: http://www.brauereiatlas.de) und Brauerei-Experte aus Nürnberg, führt durch diesen spannenden Tag und öffnet uns Tür und Tor zu den beteiligten Personen und Orten.

Hier geht es zur Anmeldung.

Im Preis enthalten sind sämliche eingeplante und oben beschriebenen Bierproben, die Brauereiführung und das Essen.

Um VAG-Fahrkarten sollte sich jeder selbst kümmern (manche haben ja vielleicht ein Abo)!

DE STRUNLUUKER RELOADED Part III, NORDDORF, AMRUM

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Zum vierten Mal haben wir jetzt die besinnlichen Tage rund um den Jahreswechsel auf Amrum verbracht. Die Grundsatzfragen zur Insel und zum oben erwähnten Strunluuker könnt ihr im Blogbeitrag vom vorletzten Jahr hier nachlesen. De Strunluuker ist jetzt seit 2015 durchgängig im Slow Food Genussführer verzeichnet.

Volker Vietmeier bietet rund 38 Plätze. Im Sommer steht natürlich noch die große Sonnenterasse zur Verfügung, von der man bei guter Wetterlage direkt nach Hörnum / Sylt blicken kann.

Im De Strunluuker gibt es konsequent norddeutsche Küche mit traditionellen Rezepten die er modern aber bodenständig in seiner eigenen Art neu interpretiert. Regionalität setzt er weitgehend um, da er natürlich auf die Insellage Rücksicht nehmen muss. Ware muss in der Regel vier Tage vorher bestellt werden und kommt mit der Fähre vom Festland. Regionalität heißt also Produkte aus Schleswig-Holstein. Als Bier gibt es vom Fass jetzt das von uns bevorzugte „Urstrom“ ein wunderbares Bioland Bier.  Die Weinkarte bietet eine kleine Auswahl deutscher Weiss- und Rotweine – unter anderem vom Weingut Heger und Bioweingut Sander.

Unsere Plätze für das Degustationsmenü hatten wir gleich wieder am Neujahrstag 2017 gebucht. Diesmal hat Volker Vietmeier wieder 16 Gänge (einige meinen auch 17) geschafft – 20 bleibt sein Ziel.

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Saiblingstatar

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 Hirschroastbeef mit Glühweinremoulade

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Kartoffel-Steckrübensüppchen

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Matjestatar

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Orientalische gelbe Linsensuppe (vegan)

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Räucherlachs auf Rösti mit Kräuterschmand

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Grüne Pfeffersuppe mit Rindfleisch

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Entenbrust Wantan auf Glasnudelsalat und Teriyaki-Soße

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Fischsuppe

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Gebratener Kabeljau auf Wirsing-Paprikagemüse mit schwarzem Sesam

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Lammsteakhüfte mit  Kartoffelgratin und Ratatouille-Gemüse

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Hirschrücken an Schokoladen-Chili Rotkohl mit Kräuterspätzle

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Rumpsteak mit gebratenen Austernpilzen und Kartoffelgratin

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Currywurst mit Kartoffelecken

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Friesentiramisu, Buttermilch-Mousse mit Pflaumenkompott

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Berliner

Es war wieder einmal ein traumhafter Abend – auch Dank der Tischnachbarn Ute, Petra, Norbert und Rainer. So sehen die aus wenn sie auf uns warten:

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Und Danke an die Köche

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und den super Service von Carola & Dana.

Wir haben den Tisch für den Jahreswechsel 2018/2019  schon wieder bestellt. Und Bitte wieder mit Ute, Petra, Norbert und Rainer. Und am liebsten dann auch noch mit Annette und Karsten (auch ein echter Slow Fooder) vom Amrumer Teekontor.

Und den Tisch für den  zweiten Weihnachtstag haben wir auch bestellt, weil da gibt es wieder Grünkohl nach Mutter Vietmeier Art. Mit allem. Und mit süssen Kartoffeln.

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Fazit: Deutschland nördlichstes Slow Food Genussführerlokal ist immer eine Reise wert. Danke an Volker Vietmeier und sein Team und Danke an das Slow Food Convivium Hamburg mit Sebastian Wenzel, für die Aufnahme des Lokals in den Genussführer !

 

Fotos: Rainer Borst

Kinderkochkurs Schokolade (von Helga Balletta)

 

Der letzte Kinderkochkurs des Jahres 2017 mit dem Thema „Schokolade“ war das Richtige für alle Naschkatzen unter unseren KöchInnen.

Gleich zum Auftakt gab es eine
– heiße Schokolade mit weihnachtlichen Gewürzen und danach eine
– Schokoladenflammeri (natürlich nicht von Dr. O. !!)

Die meisten hatten schlauerweise vorher etwas Herzhaftes gegessen, aber dann trotzdem von unseren anderen Köstlichkeiten nur probiert und den Rest mitgenommen.

Wir haben:

  • Marzipan mit Früchten (Datteln, Zwetschgen und Aprikosen) umhüllt und dann in Schokolade getaucht (eine ziemliche Fisselarbeit für unsere Kleinen)
  • Nussschokolade in weiß, Vollmilch und Zartbitter hergestellt und dafür eine Menge Mandeln, Hasel- und Erdnüsse gehackt
  • Orangenganache in Förmchen gefüllt (einiges landete auch daneben…)
  • eine saftige Schokotarte gebacken.

Wer noch Zeit und Lust hatte, konnte aus den Grundzutaten, natürlich alle bio und fair, seine eigene Schokolade rühren. Die Kakaobohnen haben übrigens die Eltern unserer Jungköchin Sephora aus ihrer Heimat Burkina Faso mitgebracht.

Und ich habe lieber keine Fotos gemacht, wie dieses Mal die Küche aussah!!

Text/Fotos: Helga Balletta

 

 

Haselnuss Genuss pur !

Endlich komme ich dazu, auf unseren Besuch bei Franken Genuss in Gonnersdorf bei Cadolzburg zurückzublicken.
Was für eine schöne Geschichte von Fritz und Martin Stiegler. Vielleicht wird da mal ein Musical draus.
Denn der Hof der Stieglers hat eine lange Geschichte. Er ist seit 1670 im Familienbesitz, immer wieder vererbt von Vater an Sohn. Fritz Stiegler hat den Hof 1987 im Prinzip schuldenfrei von seinen Eltern übernommen. Vom väterlichen Betrieb mit Milchkühen hatte er zunächst auf den Tabakanbau umgesattelt.  Der Nussanbau war dann anfangs ein ganz neues Gebiet für ihn. Doch wie kam er überhaupt auf die Nuss? Es war Einfallsreichtum und Überlebenswille! Als die EU die Subventionen für den deutschen Tabak kippte, suchte er nach einem gangbaren Weg in die Zukunft. Er wollte sich dabei nicht verschulden, keine riesigen Kuhställe bauen oder viele Hektar Land dazu pachten müssen. „Ich wollte mich auf irgendwas besinnen, was heimisch ist. Und die Haselnuss ist heimisch – und der Markt in Deutschland für die Nuss ist riesengroß“, sagt er.

Fritz Stiegler

Geradezu ein Armutszeugnis sei es für Deutschland, dass es nicht fähig sei, den eigenen Bedarf an Nüssen anzubauen, ist sich Fritz Stiegler sicher. Noch stammen die Haselnüsse im Handel in der Regel aus Frankreich, Italien und rund 70 % aus der Türkei. Aber genau das will der Haselnussbauer Fritz Stiegler ändern.
Die Nuss ist in den letzten Jahren zum Hoffnungsträger geworden – als Alternative zu bisher angebauten Kulturen. Auf seinem vier Hektar großen Acker fing er 2006 an, die ersten Haselnusssträucher zu pflanzen. Inzwischen wachsen dort ungefähr 3.000 Pflanzen. Anfangs waren es rund 50 Sorten. Doch nach und nach stellte sich heraus, welche für seine Zwecke taugten und welche aussortiert und durch andere Stauden ersetzt werden mussten. Die Sorten, die viele Früchte tragen, werden nach gepflanzt  Die Anlage von Fritz Stiegler ist in der Region einmalig und gilt als Experimentierfeld für die unterschiedlichsten Haselnussarten.
Während andere Bauern im Winter ihre Ruhe haben, muss Fritz Stiegler bangen. Der Haselnussbauer in Gonnersdorf nähe Cadolzburg marschiert täglich zu seinen Bäumen, um die Blütenstände zu kontrollieren. Im Frühjahr dann gilt es, die Wurzelschosser – also die Nebentriebe der Haselnussstaude – zu entfernen. Das nimmt Wochen in Anspruch. Und kurz darauf sieht Fritz Stiegler dann, welche Pflanzen den Winter überlebt haben.
Doch auch der Sommer hat seine Tücken: Gerade in Franken regnet es extrem wenig – und so kommen die Sträucher in den Genuss einer ständigen „Tröpfchenberegnung“. Viel Aufwand – aber unumgänglich.
Vom Feld bis zur geknackten Nuss sind es dann noch 15 (!) Arbeitsgänge. Und wenn die geknackte Nuss vor uns liegt sind nur noch 50 % übrig. Aber im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens werden die Schalen geshreddert und als Mulchmaterial angeboten. Ideal wegen der Dichte (das Unkraut kommt nicht durch) und schneckenunfreundlich weil so scharfkantig.
Neben den 6 Tonnen aus eigenem Anbau kaufen die Stieglers jährlich noch 12 Tonnen von benachbarten und befreundeten Landwirten zu. Diese beraten sie auch in Sortenauswahl und Anbaumethoden damit eine gleichbleibende Premiumqualität sichergestellt ist.
2014 brachte dann ein Desaster für die Familie. Fast der komplette Hof brannte ab. Aber auch einen Neuanfang. Denn der Fritz Stiegler wollte nicht mehr nur Zulieferer für andere Betriebe sein, sondern gleichzeitig auch selbst Nussverarbeiter. Und das traf sich gut.
Denn sein Sohn Martin wollte einsteigen.
 
Als der Hof abbrannte hatte Martin Stiegler an der Fachhochschule für Landwirtschaft in Triesdorf gerade seinen Bachelor erlangt. Und so einigten sich Vater und Sohn darauf, dass der Vater die Landwirtschaft betreibt und der Sohn mit seiner eigenen Firma – der Franken Genuss – die Verarbeitung übernimmt. Nach seinem Landwirtschaftsstudium sammelte er noch zahlreiche Erfahrungen in einem Haselnuss-Großbetrieb in den USA. Dort bekam er zahlreiche wichtige Impulse für den Anbau und die Veredelung von Haselnüssen und vor allem auch hinsichtlich der Vermarktung. Mit einem umgebauten Kaffeeröster verarbeitet er nun seine Haselnüsse selbst. Durch das Rösten gewinne die Nuss mehr Aroma und schmecke danach intensiver und mehr oder weniger nach Nougat, schwärmt Stiegler. Heute gibt es Haselnussöl, Haselnuss-Creme (mit 55 % Haselnüssen und nicht wie beim Marktführer mit 15 %), Haselnussnudeln, Haselsnusscantuccini, Haselnuss-Salz und sogar Haselnuss-Toffie.
Martin Stiegler legt auch Wert auf die regionalen Wirtschaftskreisläufe. Egal ob Verpackungen, Etiketten oder das Mehl, alles kommt aus der Region. Ebenso wie viele seiner Abnehmer – wie die Sterneköche Alexander Herrmann oder Felix Schneider oder den Freibäcker Arnd Erbel und die Confiserie Rieglein.
Seinen eigenen Landwirtschaftsbetrieb hat Fritz Stiegler auf Bio umgestellt. Ab 1.1.2018 tragen seine Nüsse dann auch das Biosiegel und es werden dann zwei Produktlinien angeboten.
Alles in allem eine gelungene Geschichte, wenn der Vater mit dem Sohne gemeinsam an Premium Qualität aus Franken arbeitet.
 Tolles Produkt. Tolle Produzenten, die von ihrer Arbeit beseelt sind und uns Slow Foodern einen tollen Tag beschert haben.
Danke Fritz, Danke Martin.
Danke an Thomas Späthling für die Fotos