2. Dezember 2017 – Festliche Tafelrunde in der Zirbelstube

Nachdem wir 2016 im Norden von Nürnberg waren, gehen wir für unsere festliche Tafelrunde dieses Jahr in den Süden. Wir begehen unsere festliche Tafelrunde dieses Jahr bei unseren langjährigen Förderer und Unterstützer in der  „Zirbelstube“. Das Restaurant unter der Leitung von Erhard und Maria Kunkel 1999 begründet und nun seit 2011 in zweiter Generation von Sohn Sebastian Kunkel und Susanne Wagner geführt, ist seit der Ausgabe 2017 auch im Slow Food Genussführer verzeichnet.
Ein doppelter Anlass sie einmal wieder zu besuchen.
Menü
Lebkuchen-Ziegenfrischkäse-Praline
Feigensenf und Feldsalat
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Maronencremesuppe
Mit Speck-Zwetschge
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Jakobsmuschel & Schweinebauch
Mit Selleriepüree und Tomaten-Vanille Salsa
ODER
Walnuss-Ricotta-Ravioli
Mit Spinatsalat und Trüffelschaum
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Seeteufelmedallion
Muschelragout, Blattspinat und Safran-Risotto
ODER
Rehnüsschen
Schokoladensauce, Kräuterseitlinge und Grünkohl und Süßkartoffel
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Schokoladenvariationen
Mit Eis, Kuchen und Ganache

Bitte bei der Anmeldung angeben zum Beispiel 1WS1JR – wäre einmal das Menüs mit den Walnuss Ravioli und Seeteufel im Hauptgang und 1 mal Jakobsmuschel mit Rehnüsschen im Hauptgang
Wer zusätzlich die Maronensuppe ohne Speck will schreibt mir eine email an nuernberg@slowfood.de.
Der Menüpreis beinhaltet den Trinkgeldanteil für das Essen.

 

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Rückblick auf Samstag, 14. Oktober 2017: 2. Zukunftsmarkt im Elan (von: Helga Balletta)

Auch dieses Jahr war unser KiKoKu wieder dabei und mit Emily, Sephora und Eunice drei Köchinnen, die schon 2015 ihre Erfahrungen damit gemacht haben.

Das Gemüse holten wir dieses Jahr nicht vom Bauernhof, sondern wir bekamen es von einer Freundin. Sie hält Hühner und hat eine Abmachung mit einem Supermarkt, von dem sie jeden Tag die Reste bekommt. Bedingung ist, dass sie alles, was übrig ist – hauptsächlich Obst und Gemüse, manchmal auch Pflanzen – abnehmen muss. Zuhause wird dann erst mal sortiert: Was noch gut zu gebrauchen ist, wandert in den Kochtopf (manchmal auch bei Freunden oder Nachbarn), die Pflanzen werden im Garten wieder aufgepäppelt und über den Rest freuen sich die Hühner. Was uns überrascht hat: Es sind in der Regel relativ kleine Mengen, die da „entsorgt“ werden, offenbar hat der Leiter des Supermarktes seine Bestellmengen gut im Griff. Und in den seltenen Fällen, wo es doch einmal zu viel ist, wird noch der Tiergarten beliefert.

Zum Glück war dieses Mal herrliches Wetter, trotzdem haben sich alle wieder auf den Rote-Bete-Gratin gestürzt. Eigentlich 2015 nur deshalb gemacht, damit wir wenigstens einen warmen Platz, nämlich rund um den Backofen, hatten, ist er inzwischen zum Lieblingsgericht unserer Kinder avanciert.

Es gab wieder Gemüsepfannkuchen, da es aber nur unser Neuling Julius als einziger unter großem Applaus schaffte, die Dinger im Ganzen umzudrehen, wurde das Gericht kurzerhand in Gemüsekaiserschmarrn umgetauft.

Als der Pfannkuchenteig alle war, hat Helene im Akkord Gemüsepuffer gebacken und als wir nur noch Gemüse übrig hatten, zogen Sephora und Eunice los und kamen plötzlich mit Eiern zurück, die sie vorher bei einem Rundgang am Foodsharingstand entdeckt hatten. Gegen 16 Uhr war alles aufgegessen, auch die Gemüsebrühe, die wir in essbaren Brottellern verteilten.

Ein großes Lob an unsere Kinder, die teilweise sechs Stunden auf den Beinen waren.

Und ganz herzlichen Dank an Hubert Rottner, der uns wieder seine mobile Küche geliehen hat!

 

(Wer möchte, kann sich Emily und Julius noch beim Schnippeln auf der Homepage der FN anschauen.)
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/der-zukunftsmarkt-common-im-further-elan-1.6750415

Pralinenpoesie (von Klaus-Peter Staiger)

Tauchen Sie in der kleinen exklusiven Manufaktur Pralinenpoesie von Julia Stark in die fantastische Welt der Schokolade ein. Lernen Sie dabei den Weg von der Kakaoschote über die Schokolade zur feinen Praline kennen. Gemeinsam werden wir eine erlesene Praline herstellen. Dabei lernen Sie die Geheimnisse zur Herstellung edler Pralinen kennen. Beim Probieren einiger Köstlichkeitenvertiefen Sie Ihr Wissen über den Genuss von Pralinen. Zum Abschluss erhalten Sie ein kleines Pralinenpoesie-Präsent, so dass Sie sich zuhause erneut und an das Erlebte erinnern können.

04.11.2017 – Wild in Bild & Bauch

220px-charles_william_margrave_of_brandenburg-ansbachLeidenschaft des Markgrafen Karl Wilhelm Friedrich zu Brandenburg Ansbach, genannt “Der wilde Markgraf”. Zehn Prozent des Staatshaushalts gab er jährlich für diese Leidenschaft aus und hinterließ seinem Sohn nicht weniger als 2,3 Millionen Reichstaler Schulden…
Von seinem Tun finden sich mancherlei Dinge im Ansbacher Schloß, höchste Zeit also für eine Schloßführung unter dem Motto “Die Markgrafen und die Jagd”. Danach besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussion.
Damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, erwartet uns ab ca. 16.45 Uhr ein viergängiges Wildmenü im Genußführer-Restaurant “Schwarzer Bock. Meike und Christian sind selbst passionierte Jäger und stehen gerne Rede und Antwort zu allen jagdlichen Fragen – kann Wild bio sein? Wer bestimmt, wieviel geschossen wird? Warum jagen wir heute anders als vor 300 Jahren? Wie wird die Jagd sich ändern mit Luchs, Wolf und Biber? Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich…
Die Führung beginnt um 15 Uhr, bei Anreise per S-Bahn (z.B. 13.43 Uhr ab Nürnberg) sind es nur wenige Gehminuten bis zum Schloß. Parkmöglichkeiten bestehen in der Reitbahn im Schloßhof, samstags kostenlos ab 14 Uhr. Der “Schwarze Bock” ist quasi nebenan.
Und das kommt auf die Teller:
  • Reh auf Kartoffel – Rehwurst “polnische Art” an knoblauchsländer Kartoffelsalat
  • Winterlicher Salat mit gebratenen Rehfilets
  • Reh- oder Wildschweinrücken mit gebratenem Semmelkloß und Kastanie
  • Bockschmarrn (süße Spätzle) mit Zwetschgenröster
Preis p.P. für Führung und Menü: 50,00 Euro. Getränke und Trinkgeld bitte vor Ort begleichen.
Treffpunkt für die Führung vor dem Schlosseingang!

28.10.2017 – Haselnüsse aus Franken

frankengenuss

Vor zwei Jahren haben wir uns bei Willi Bub den Anbau von Spargel genauer angesehen und im letzten Jahr „die beerenbauern“ besucht.

Die Exkursion an diesem Tag verdanken wir unserem Nachbarconvivium Mainfranken. Denn von dort kam der Hinweis, dass wir direkt in unserem Conviviengebiet diese Perle des Hasel(ge)nuss haben.

Die Franken-GeNuss wird von Martin Stiegler geleitet und hat ihren Sitz im fränkischen Gonnersdorf bei Cadolzburg. Ihr Ziel ist es, geschmacksintensive, hochwertige und nachhaltig angebaute Haselnüsse herzustellen und sie all jenen anzubieten, die Wert auf Regionalität, Qualität und authentischen Haselnussgeschmack legen. „Wir verfügen über eine Anbaufläche von 4 ha, die wir selbst bewirtschaften und kontinuierlich erweitern. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit befreundeten Haselnussanbauern aus der Region zusammen, die unsere Philosophie teilen“. Mehr zur Franken Genuss und deren Philosophie finden Sie vorab hier.

Die Führung dauert ca. 2 Stunden und umfasst folgendes Programm:

  • Geschichte und Philosophie des Unternehmens
  • Besichtigung der Versuchsanlage mit 50 verschiedenen Haselnuss-Sorten
  • Einblick in die Verarbeitungskette (Reinigen/Knacken/Schalentrennung)
  • Besichtigung des Hofladens und der Rösterei
  • Kleine Verkostung von Haselnuss-Spezialitäten (Haselnuss-Ecken, Cookies etc.)
Unkostenbeitrag je Erwachsenem 15,– Euro – inklusive kleinem Geschenkl. Kinder unter 15 Jahren sind frei!
Bitte bei der Anmeldung hinter der Personenzahl vermerken, wieviel Erwachsene (E) und wieviel Kinder (K) kommen (z.B. 2 E und 3 K)

30. September – Ganz schön saftig – Kupfers Natursäfte

Betriebsführung bei „Kupfers Natursäfte

Kupfers Natursäfte ist ein 1938 gegründetes, regional tätiges Familienunternehmen in dritter Generation. Diese kleine aber feine Saftfabrik verarbeitet fränkische Früchte und Streuobst u.a. zu Apfel Direktsaft und Birnen Direktsaft im Einklang mit der Natur – und fungiert auch als Lohnmosterei mit Direktverkauf an jedermann. Es gibt ein reichhaltiges Sortiment an edlen Säften und Beerenweinen in hervorragender Qualität.

Angelika Dippacher führt uns in ca. 90 Minuten durch den Betrieb und zeigt uns, wie das natürliche, biologisch lupenreine, fränkische Obst verarbeitet wird. Anschließend erfolgt eine Saftverkostung, um die Produkte auch zu erschmecken.

Danke an unsere Mitglieder Birgit und Uwe Lietzmann für die Idee und Organisation.

Hier geht es zur Anmeldung

Der Teilnehmerbeitrag wird – auf Wunsch von Familie Dippacher – der Kinderherz Klinik in Erlangen zugutekommen!

Ausgekocht – Nachbetrachtung (von: Helga Balletta)

„Ausgekocht“, das bedeutet nicht, dass unsere Kinder vom KIKOKU keine Lust mehr zum Kochen haben, sondern so heißt die Ausstellung im Frauenmuseum in Burgfarrnbach, die wir im letzten Kurs vor den Sommerferien besucht haben.

Zuerst erzählte uns Frau Cyprian, eine der Kuratorinnen der Ausstellung, einiges über den Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses, in dem das Museum „Frauen in der einen Welt“ untergebracht ist.

Sie diskutierte mit den Kindern über die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten des Titels und führte uns danach durch die Welt des Kochens und Essens. Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld beantwortete sie die zahlreichen und interessierten Fragen unserer (ich muss es einfach wieder mal sagen: unglaublich tollen!!) Kinder.

Und wir haben viel gelernt:

  • Über alte und neue Küchengeräte.
  • Dass es in der DDR einen Staubsauger gab, den man auch als Mixer benutzen konnte (war allerdings ein Flop!)
  • Über den Überfluss in unserem Land, in dem es möglich ist, in einem Supermarkt fast 500 Dosen einer Tomatenmarke für eine Installation zu kaufen.
  • Wieviel Zuckerwürfel in einem Glas des Lieblingsschokoladenaufstrichs stecken.
  • Warum in vielen asiatischen Ländern auf der Straße gekocht und gegessen wird.
  • Dass in vielen Haushalten der Kühlschrank wichtiger geworden ist als der Herd.
  • Wie viele Tiere ein/e Deutsche/r im Durchschnitt in seinem Leben isst (ich konnte mir nur die erste – 4 Rinder – und letzte Zahl – 945 Hühner – merken, die Kinder wussten auch noch alle die Anzahl der Schweine, Puten, Schafe, etc. Dieses Bild hatte sie am meisten beeindruckt.)
  • Wir haben erfahren, warum eine Frau als Hobby Kühe melkt und konnten auf Fotos sehen, wie Diana Burkel ihre Köstlichkeiten herstellt.

Aus den geplanten sechzig Minuten waren neunzig geworden und beim ständigen Anblick von Lebensmitteln hatten die meisten schon Hunger bekommen, die Kleinen, die trotzdem tapfer durchgehalten haben, wurden langsam müde. Deshalb gab es danach auf der Wiese vor dem Museum noch ein stärkendes Picknick mit anschließendem Kirschkernweitspucken..

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an Gudrun Cyprian für die interessante Führung und an Tijana Jakovlevic-Sevic für die Bilder (ich hatte mal wieder meinen Fotoapparat vergessen).

Die Ausstellung, die ich auch Erwachsenen nur empfehlen kann, bleibt noch bis Oktober in Burgfarrnbach, dann geht sie nach Meran.

Und wir haben spontan beschlossen, dass wir danach mit den Tomaten, deren MHD schon bald abläuft, eine Teller statt Tonne-Aktion veranstalten wollen!

OMG – O my god… (von: Torsten Härtelt)

…würde die aktuelle junge Generation ihren Bericht zur letzten Wallfahrt auf den Schweigelberg wohl seufzend einleiten.
A bissl zu Recht, liegt dieser doch auf ungefähr 500 Höhenmetern und wird von echten Marga- (die Hüterin des Herdfeuers auf eben jener Erhebung, aber dazu später mehr) Jüngern per Pedes erklommen – aus doch nur 330 Metern über NN. Für Fußkranke gibt´s eine Alternative, wer´s zugeben will wende sich an den Verfasser oder eben jene Marga.
Das Wetter war (fast schon zu) genial, die Frisur saß und für alles andere gibt´s… Nö, Barzahlung bitte, denn Strom gibt´s hier noch immer nur per Generator.
“Gekocht” wurde dieses Mal wieder im Holzbackofen! Unser geliebter rotbrauner Wirbelwind (man beachte den gleichfarbigen Wachtelhund Tosca) hatte für uns das gute, alte Stück mit Unmengen Holz befüllt, abgebrannt, ausgekehrt und sodann mit den Überraschungen des Abends (nein, sie verrät vorher nie en detail, was zu erwarten ist) nach viel Vorbereitungszeit in ihrer Küche bestückt.
Zurück zur jungen Generation, die sich ihr “Essen” ja auch am Tresen abholt – Self Service vor dem riesigen, wunderbaren Kochgerät war angesagt und wir kamen dem nur zu gerne nach.
Nach dem “Festakt” 25 Jahre Slow Food Deutschland bzw. 20 Jahre Slow Food Nürnberg mit einem launigen Vortrag unserer Möbelmacherin Ute Danzer ging´s auch schon ganz deliziös los.
Das Elsaß war das Ziel unserer kulinarischen Reise und so erklommen Flammkuchen, Baeckeoffe und Gugelhupf die über alle Maßen gespannten Speiseöffnungen. Als kleine Erfrischung begeisterte eine kalte Tomatensuppe die ob des heißen Wetters erhitzten Gemüter. Als fränkisches “Must-to-have” gab´s auch einige Kilo Schweineschulter – knusprig, zart und saftig wie man sich den Mann für´s Leben vorstellt. Im Baeckeoffe hatten es sich Hähne (nicht Hühner) demetrischer Herkunft gemütlich gemacht vom Geflügelhof Peter Schubert (nicht dem jüngst im Amte bestätigten zweiten Vorstand von Slow Food Nürnberg). Ein Hefeteig erfüllt die muffigste Hütte mit heimeligem Duft und bei der Arbeit mit ihm muß man sich an eine zarte Mädchenbrust erinnern. Küchenphilosophie á la Marga. Die eingangs erwähnte Digital-native-Generation wird staunen, wenn sie statt Mc & Co. ein mit soviel handwerklicher Liebe hergestelltes Backwerk zur Verkostung gereicht bekommt!
Die finale Gretchenfrage hieß dann gottlob nur noch Vanille- oder Weinschaumsoße zum Elsässer Gugelhupf – zwei Liter Frankenwein  wiesen in die richtige Richtung und das Rezept befindet sich jetzt in etlichen Haushalten.
Wir kommen wieder – zum vierten Menü mit literarischer Begleitung im nächsten Jahr, (der Eine oder Andere aber ganz sicher schon eher). Sie können ja im Blog nachsehen, was Sie 2012, 2014
und 2016 schon alles verpaßt haben…
Ganz lieben Dank an Marga (hier ihre Feierworte) und ihre Helfer für diesen herrlichen Abend!
 
Fotos: Peter Schubert

Slow Food Nürnberg Vorstand wiedergewählt

v.l.nr.: Torsten Härtelt – 2. Strellvertreter, Peter Schubert – 1. Stellvertreter und Kasse, Claus Fesel – Convivienleiter

Im Rahmen einer kleinen launigen Tafelrunde im Gasthaus Rottner fand die Mitgliederversammlung 2017 mit Neuwahlen statt. Es gab einen Rückblick auf 23 Veranstaltungen mit mehr als 440 Teilnehmern in den letzten zwei Jahren. Ein besonderer Dank ging an Helga Balletta für mehr als 30 Kinderkochkurse in den letzten zwei Jahren.

Alle Bilder sind von Bernd Steigerwald – www.ichkochegern.de – und sind hier zu finden: