DE STRUNLUUKER RELOADED, NORDDORF, AMRUM

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Zum dritten Mal haben wir jetzt die besinnlichen Tage rund um den Jahreswechsel auf Amrum verbracht. Kurz vor dem Orkan haben wir es noch vom Festland auf die Insel geschafft. Die Grundsatzfragen zur Insel und zum oben erwähnten Strunluuker könnt ihr im Blogbeitrag vom letzten Jahr hier nachlesen.

Auch die Süddeutsche Zeitung hat in diesem Jahr im Januar die Insel entdeckt.

In der neuen Ausgabe des Slow Food Genussführers ist die Zahl der Empfehlungen von einer auf drei gewachsen. Nicht schlecht für eine Insel mit 2300 Einwohnern. Es ist das „Preester´s Hüüs“, das „Seeblick“ und weiterhin die Mutter (oder der Vater?) aller Amrumer Genussführerempfehlungen und mit Sicherheit die nördlichste Empfehlung – das Restaurant „De Strunluuker“. Im nächsten Urlaub wollen wir auch mal die anderen beiden ausprobieren.

Volker Vietmeier

Volker Vietmeier

Aber zurück zum Strunluuker. Volker Vietmeier bietet rund 38 Plätze. Im Sommer steht natürlich noch die große Sonnenterasse zur
Verfügung, von der man bei guter Wetterlage direkt nach Hörnum / Sylt blicken kann.

Volker Vietmeier kocht konsequent norddeutsche Küche mit traditionellen Rezepten die er modern aber bodenständig in seiner eigenen Art neu interpretiert. Regionalität setzt er weitgehend um, da er natürlich auf die Insellage Rücksicht nehmen muss. Lebensmittelerzeugung findet auf der Insel so gut wie nicht statt. Ware muss in der Regel vier Tage vorher bestellt werden und kommt mit der Fähre vom Festland. Regionalität heißt also Produkte aus Schleswig-Holstein. Die Biere kommen aus Flensburg – das klassische Flens und das von uns bevorzugte „Urstrom“ ein wunderbares Bioland Bier.  Die Weinkarte bietet eine kleine Auswahl deutscher Weiss- und Rotweine – unter anderem vom Weingut Heger und Bioweingut Sander.

Unsere Plätze für das Degustationsmenü hatten wir gleich wieder am Neujahrstag 2016 gebucht. Diesmal hat Volker Vietmeier sogar 17 Gänge geschafft – 20 bleibt sein Ziel.

Es gab

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1 Zucchini Lachs Capaccio mit Limettenvinagrette

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2 Orientalische gelbe Linsensuppe mit Curry

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3 Matjestartar

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4 Steckrüben Karottensuppe  mit krossen Bauchspeck vom Susländer Schwein

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5 Kalbszungen Wan Tan mit Kräutersauce und rote scharfe Sauce

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6 Fischsuppe

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7 Hirschroastbeef auf Löffel mit  Rotkohlsalat & Tapiokaperlen

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8 Kartoffelsuppe

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9 Zucchini Frischkäse Röllchen im Speckmantel

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10 Zander auf Rahmsauerkraut mit Rösti und Petersiliensauce aus dem Thermomix

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11 Garnele im Tempura Teig auf lauwarmen Linsensalat mit Chilisauce

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12 Hirschrücken sous vide gegart mit Kräuterspätzle und Schokoladenrotkohl

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13 Rib eye Steak von der Schleswig Holsteiner Färse,  Erbsenpüree, Kartoffelgratin  und Portweinsauce

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14 Himbeer/Brombeersorbet

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15 Lebkuchenparfait

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16 Currywurst mit Kartoffelspalten und hausgemachter Sauce

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17 Krapfen

Es war wieder einmal ein traumhafter Abend – auch Dank der Tischnachbarn Ute, Angelika, Norbert und Felix und mit einem super Service von Carola Prinzhorn und Team.

Carola Prinzhorn hinter der Gurkebowle

Carola Prinzhorn hinter der Gurkenbowle

Deswegen haben wir unsere Plätze für den Jahreswechsel 2017/2018 auch gleich wieder reserviert.

An anderen Urlaubstagen haben wir im „De Strunlukker“ wunderbar regional gegessen. Vor allem den Grünkohl

img_7766 nach „Mutter Vietmeier Art“ mit süßen Bratkartoffeln (die nicht nur karamelisiert sind, sondern auch noch in Bröseln gewendet). Oder aber den „Leuchtturm“ –

img_7899eine kreative neue Interpretation des Hamburger Pannfisch.

Fazit: Deutschland nördlichstes Slow Food Genussführerlokal ist immer eine Reise wert. Danke an Volker Vietmeier und sein Team und Danke an das Slow Food Convivium Hamburg mit Sebastian Wenzel, für die Aufnahme des Lokals in den Genussführer !

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20. Januar – Craft Beer (2.0) – die neue (?) Biergeneration (von: Peter Schubert)

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Nach dem großen Erfolg unserer Craft Beer Veranstaltung im vergangenen Jahr (ein Rückblick – u.a. mit absolut sehenswerten Fotos –  findet sich hier) – wollen wir das Jahr 2017 mit einer Neuauflage der Veranstaltung beginnen. Die Biere werden aber zum Teil vermutlich andere sein als beim ersten Mal!

Craft Biere sind seit einiger Zeit – im wahrsten Sinn des Wortes – in aller Munde. Fast schon wie Pilze schießen derzeit neue Mikrobrauereien aus dem Boden und selbst Großbrauereien schwimmen auf der neuen (Bier)Welle mit.

Doch was ist „Craft Beer“ eigentlich genau? Was ist dran und was ist drin? Da sich die Brauer als Handwerker verstehen, die Geschmacksvielfalt ihrer Biere betonen, hohe Qualitätsansprüche für sich beanspruchen und kein Massenprodukt herstellen möchten, finden sich offensichtlich einige Schnittpunkte zu Slow Food. Ein Grund mehr, dass wir uns mal genauer damit befassen!

An diesem Abend werden wir uns sensorisch-kulinarisch und mit viel Wissensvermittlung der Thematik widmen. Von manchen wird er der Fränkische Bierpapst genannt, für uns ist er DER Fachmann schlechthin: Boris Braun, Autor (z.B.: http://www.brauereiatlas.de) und Brauerei-Experte aus Nürnberg, führt uns durch diese neue Bierwelt und wird vermutlich alle unsere Fragen beantworten können.

Wir verkosten verschiedene Typen und Sorten von Craft Beer, jedes Bier passend kulinarisch begleitet von kleinen, feinen aber pfiffigen Speisen (fast ausschließlich regional!) aus der bewährten Küche von Sven Hopfengärtners BrotZeit .

Hier geht es zur Anmeldung:

Wir raten dringend, an diesem Abend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen! Craft Biere können ganz schön kräftig sein! 


Die Veranstaltung ist für Vegetarier nicht geeignet, denn…

…die voraussichtliche Essensfolge sieht so aus (Änderungen allerdings vorbehalten!):

♦ Topinambur-Suppe

♦ Blunzentaschen mit Blutwurst, Biervinaigrette

♦ Italienischer Hotdog (Kalbsbratwurst), Rauke-Feldsalat mit Bierdressing

♦ Ochsenbacken auf Sellerie-Kartoffelstampf

♦ Tonkabohnen-Creme mit Armer Ritter

♦ Käsevariationen

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Festtagsmenü

20161210_141558Zum Abschluss eines wieder sehr erfolgreichen Kinderkochkursjahres ein Dankeschön an Helga Balletta, ohne die all diese wunderbaren Veranstaltungen nicht möglich wären und auch ein Dankeschön an die unglaublich tollen und stets hoch motivierten Jungköchinnen und Jungköche. Ich denke die Rückblicke sprechen für sich und auch das Festtagsmenü, dass zum Abschluss zubereitet wurde, sagt mehr als sämtliche Worte:

Es gab:

weihnachten-16-3Rote-Bete-Türmchen mit Meerrettichschmand und Walnüssen, Tannenbäume aus Blätterteig und Feldsalat

weihnachten-16-5Fleischbrühe mit Eierstich

weihnachten-16-7Farsumagro (eine sizilianische Kalbsroulade), Tomatensoße und Sellerie-Kartoffelpürée

weihnachten-16-8Terrine aus grünen Früchten mit Granatapfel und Sahne

Und die Bilder sind wie immer mit Einverständnis der Eltern

 

Text: peter schubert, Fotos Helga Balletta, peter schubert

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Sushi 寿司

Diesmal ohne viele Worte, dafür mit Bildern, die für sich sprechen (und wie immer mit Genehmigung der Eltern veröffentlicht werden). Die Sushi-Meister (bzw. überwiegend -Meisterinnen!) hatten es mal wieder echt drauf.

Und wen es interessiert, was Sushi überhaupt ist:

寿司(すし、鮨、鮓[注釈 1])と呼ばれる食品は、米飯と主に魚介類を組み合わせた日本料理である。

大別すると、酢飯と生鮮魚介を用いた「早鮨(早ずし)」と、魚介類を飯と塩で乳酸発酵させた「なれ鮨(なれずし)」に区分される。

そのなかでも代表的な寿司は前者の握り寿司江戸前寿司)であり、多くの諸外国でも“sushi”で通じる料理となっている。

(詳細は、各々「江戸前寿司」「なれずし」を参照)

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Brot (von: Helga Balletta)

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Einen erneut sehr schönen Kinderkochkurs gab es diesmal zum Thema „Brot“ und unsere neue Jungköchin war ebenfalls wieder eifrig dabei – dafür fehlten leider zwei Jungs unentschuldigt (vermutlich dachten sie, es gibt diesmal nur Wasser und Brot….).

Außerdem hatten wir ein besonderes Jubiläum zu feiern, denn seit September haben wir die 1. “Zwei-Schnecken-Köchin” in unseren Reihen! Emily war nun schon zwanzig Mal (!) beim Kochkurs dabei und bei Annika ist es jetzt auch so weit. Ein großes Lob an die beiden fleißigen und zuverlässigen Köchinnen!

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Leider wollte das erste Brot, das eigentlich besonders einfach und schnell herzustellen ist, dieses Mal nicht so richtig aufgehen, trotzdem war es so schnell aufgegessen, dass Helga nur noch den letzten winzigen Rest fotografieren konnte. Dafür waren dann alle anderen Brote ein Erfolgserlebnis. Es gab:

  • Roggenmischbrot
  • Krustenbrot, das im Eisentopf gebacken wird,
  • Schüttelbrot (eigentlich zum Aufheben gedacht, aber so, wie es aus dem Ofen kam, sofort verspeist. Ich musste ein Machtwort sprechen, damit ich wenigstens ein Foto machen konnte.)
  • Bagels

 

Und da Brot alleine doch etwas trocken ist, gab es dazu “Obatzdn”, (der absolute Renner, in Minutenschnelle verputzt), “Baba ganusch”, eine wirklich sehr schmackhafte und würzige Auberginencreme, was man sich bei dem Gemetzel auf dem Bild (das sieht fast aus wie ein OP-Kurs angehender Chirurgen) fast nicht vorstellen kann und Kräuterfrischkäse mit Lachs.

Ein Dankeschön an Helga, die wie immer einen ausgesprochen gelungenen Kochkurs für uns „gebacken“ hat!

Die Bilder wie immer mit Genehmigung der Eltern.

 

Text: Helga Balletta (und ein klein wenig Peter Schubert)

Fotos: Helga Balletta

Weihnachtlicher Ausklang im freihardt

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Nachdem wir letztes Jahr im Süden Nürnbergs waren – zieht es uns dieses Jahr in den Norden. Das Freihardt ist in der neuen Ausgabe des Genussführers verzeichnet. Ich verzichte hier darauf alles noch einmal wieder zugeben und verweise auf die Seite im Slow Food Genussführer hier.
Unser Menü aus regionalen, guten, sauberen und fairen Produkten:
Hausgemachte Kleinigkeiten
(Karamelisierter Ziegenkäse mit Feigensenf & Blutampfer, Räucherlachstartar Cornetto, Beeftartar Cornetto mit Creme-Fraiche & Kresse)
***
Couvert
(Dachsbacher Brotvariationen vom Freibäcker Erbel mit Salzbutter und Landleberwurst)
***
Allerlei aus bunten Rübchen mit lauwarm, geräuchertem Saibling, Meerrettichschwämmchen & Feldsalatcreme
***
Gnocchi aus Bamberger Hörnla mit Gänseschinken, Beifuss-Nussbutter & Hagebutte-Apfelgel
***
Gereiftes Färsen-Entrecôte aus Franken mit Rotwein-Pfeffersauce, Selleriepüree, Totentrompeten & glaciertem Poree
***
Gefüllte Mohnzwetschgen mit Mocca, Portwein & Karamelleis
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Der Preis für das Menü beträgt 78,20 Euro zuzüglich Getränke nach Verbrauch.

Fränkische Obst- und Beerendestillate (von Peter Schubert)

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© Stefan Giesbert, via Wikimedia Commons

Hochprozentiger Alkohol wirft Fragen auf:

  • Wie kann ich als Laie gute von weniger guten Spirituosen zielsicher unterscheiden und sogar entlarven?
  • Wie bewerten Profiverkoster?
  • Wie werden diese Hochprozenter eigentlich hergestellt?
  • Was sind die Unterschiede zwischen Brand, Wasser, Geist & Spirituose?
  • Welches ist das beste Glas?
  • Wie ist die optimale Trinktemperatur?

Diese Auswahl der meist behandelten Fragen zum Thema lässt erahnen, dass es sich bei einem Obstbrandseminar um eine spannende und lehrreiche Veranstaltung handelt.

Wir konzentrieren uns auf hochwertige fränkische Obst- und Beerenbrände, die (vielleicht?) mit einem „Blindgänger“ versehen sind (keine Sorge, Sie werden nicht blind davon!!).

Jeder Gast erhält 8 Proben à 1,5 cl sowie einen Verkostungsbogen, auf dem er sich Notizen machen kann.

Die Verkostung ist auch von wenig Alkohol gewohnten Personen leicht zu schaffen – es ist nach unseren Erfahrungen weitaus ungefährlicher als eine Bierverkostung.  Auto fahren sollte allerdings keine/r mehr!

An diesem Abend werden wir uns sensorisch-kulinarisch und mit viel Wissensvermittlung der Thematik widmen. Boris Braun(http://www.brauereiatlas.de), der uns bereits durch das Craft-Bier Seminar führte, ist nicht nur Bier- sondern auch ausgewiesener „Destillat-Experte“.

Wir verkosten verschiedene Brände und diese werden garantiert wieder passend kulinarisch begleitet („unterfüttert“) von feinen saisonal-regionalen Speisen aus der bewährten – Slow Food gerechten – Küche von Sven Hopfengärtner und seiner BrotZeit.

Hier geht es zur Anmeldung:

Wir empfehlen, an diesem Abend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen!


Die Veranstaltung ist für Vegetarier nicht geeignet, denn…

…die voraussichtliche Menüfolge sieht so aus:

Maronensuppe

Hirschbraten mit Semmelknödel

Topfenknödel an Quitten

Überraschungs – „Gutzerle“

Franken Sider- was ist das und wo kommt das her? (von: Heiner Brunhüber)

p1020370Das haben die Teilnehmer der Veranstaltung am 3. Oktober in Untermichelbach im Apfelgarten bei Andrea Vogel erkundet. Zurzeit muss der Apfelgarten und die Ernte neben dem Beruf betrieben werden, was ohne die fleißigen Helfer aus dem Freundeskreis nicht möglich wäre.

Andrea Vogel

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erzählte uns wie es begann und über die Schwierigkeiten Apfelbäume aus der Normandie kaufen zu können. „Mittelsmänner“ aus Holland halfen anfangs.

Mittlerweile stehen in dem Apfelgarten ca. 1.200 Bäume von ca. 30 Sorten Äpfeln, wie wir Sie normalerweise nicht kennen. Sie sind überwiegend klein. Es gibt sie von ganz süß bis richtig bitter.

Andrea erzählte uns von ihren „Mitarbeitern“. Die einen kommen als Leiharbeiter von einem Imker. Die anderen sind wilde Wanderarbeiter – sprich Wildbienen – für die man etwas tun muss, damit Sie auch bleiben. Dazu sind große Flächen für Wildblumen reserviert. Der Aufwand lohnt sich. Wildbienen sind schon ab ca. 6 Grad aktiv und manche Apfelblüte vergeht, ohne dass die Honigbienen aktiv wurden. Die Honigbienen arbeiten erst wenn es wärmer wird.

Wir konnten bei einem Rundgang diverse Apfelsorten probieren. Manche haben so viel Tannine, dass Sie zum Verzehr nicht taugen. Diese ergeben zusammen mit den süßeren und säurehaltigen die  passende Mischung für den Sider. Diesen gibt es als Flaschengärung und als „Frizzante“. Daneben wird auch Apfelessig und Apfelbrand hergestellt. Calvados darf der nicht heißen, deshalb heißt er einfach fränkisch „Brannt is“.

Alles ist biozertifiziert und wir haben erfahren, wie genau das bis hin zur Obstpresse und Kellerei kontrolliert wird.

Über dem offenen Feuer kochte derweil unser Mittagessen.

Wir hatten dann mit viel Spaß und Eifer ein paar Bäume abgeerntet. Der Rollblitz, ein Erntegerät aus einer Drahtellipse, hat dabei gute Dienste geleistet. Die Ernte wurde in Säcken bei den Bäumen zur späteren Abholung bereitgestellt.

Eine Rindfleischsuppe vom Weiderind hat dann nach getaner Arbeit allen gut geschmeckt. Kaffee und sehr guter Kuchen von Andreas Mutter gab es als Nachtisch.

Am Ende mussten noch die Säcke auf den Hänger geladen werden. Der Traktor mit Anhänger fuhr durch die Reihen und die Säcke wurden aufgeladen. Zu guter Letzt musste von dem kleinen Hänger noch auf den größeren straßentauglichen Anhänger umgeladen werden.

Anmerkung der Convivienleitung: DANKE an Maria und Heiner für die Organisation dieser Veranstaltung, den Bericht und die wunderbaren Bilder. Die gibt es hier öffentlich bei Facebook oder in dieser Galerie hier:

 

Fotos: Heiner Brunhüber

Auf den Berg, der Liebe wegen (von Torsten Härtelt und Peter Schubert)

Anfang September zog es ein Rudel Schnecken (und solche, die es vielleicht nach diesem schönen Abend werden wollen) von nah und fern auf den Schweigelberg.

Zum dritten Mal hieß es „Menü mit Literatur“ und die Liebe war beiderlei Thema. Der Mangel an Liebe im fernen Westfalen trieb sogar eine Schnecke von dort zu unserer Marga…

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Prickelnd vor Spannung im Glase und ob des Inhalts im Glase begann der Abend mit einem Liebestrank, man könnte ihn ganz profan als Selleriebowle beschreiben, dies trifft den geschmacklichen Orgasmus (halt nein, die wilden Sachen kamen erst später…) also vielmehr des Pudels geschmacklichen Kern nicht im Mindesten – ein auf- und anregendes Getränk! Als kleine Gaumenfreude machten Chilibaguettes mit Frischkäse, Mandeln und Honig die Runde.

Nun ging´s an die festliche Tafel

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zur ersten literarischen Runde, die zwischen jedem Gang fortgesetzt wurde – Peter Schubert und Torsten Härtelt hatten allerlei Dichtkunst zum ewigen Thema Liebe ausgegraben. Ein Streifzug durch einige Jahrhunderte von zart bis hart. Linnford Nnoli – einer der Dichter und seit einigen Jahren mit Torsten befreundet –  hatte vor lauter Freude über seine Teilhabe einen Karton seines Buches spendiert und so konnte jeder Glücksgefühl in Bauch und Hand mit in die heimischen Hallen tragen.

Heiß ging´s weiter in Form einer zweifarbigen Petersiliensuppe und nach von Gang zu Gang pikanter werdenden Versen stand  – rot wie die vielbeschworene Namensgeberin des Abends – ein Paradiesapfel mit Überraschung auf dem Programm. Wie zum Teufel hat Marga die Garnelen da reingezaubert? Sodann folgte Roastbeef mit Wiesen-Viagra-Butter (kleiner Tipp: Brennesselsamen) und Polenta mit Safran. Mutige Teilnehmer kosteten die beiliegende kleine Chilischote und wurden – einmal nicht durch die Verse – mit roten Ohren belohnt…

Die Sonne verschwand und noch mehr Romantik stellte sich ein – mit Kerzen und einem Glücksmousse mit aztekischer Schokoladensoße. Wer noch kein Basilikummousse gekostet hat, sollte dies alsbald nachholen!

Zum Schluß löste Marga einige Geheimnisse um die verwendeten Kräuter und anderen Zutaten und alle lauschten gebannt – sie weiß halt was sie tut!

Frohgelaunt begannen die Gäste peu-a-peu den Abstieg und ich sage mal ganz optimistisch:

man sieht sich sicher wieder zum nächsten Literaturmenü im Forsthaus Schweigelberg!

Marga im Hessischen Fernsehen

dsc00233Unsere Marga hat es ins Fernsehen im Ausland gebracht. Im Hessischen Fernsehen sehen wir einige Minuten das Forsthaus Schweigelberg. Es werden frische Forellen gemacht.

Der Beitrag ist in der Mediathek noch zu finden bis nächstes Jahr. Marga gibts etwa nach 60 Minuten – einfach vorspulen :-)

http://www1.wdr.de/fernsehen/wunderschoen/sendungen/fraenkische-schweiz-100.html

Viel Spaß dabei.