Bürgerbräu Hersbruck

Als ich für unser Jahresprogramm auf der Suche nach einer geeigneten Brauerei war, um das Thema „Bier“ etwas näher zu betrachten, empfahl mir ein Freund (und absoluter Bierfachmann) die Bürgerbräu Hersbruck .

Er meinte Slow City (Cittaslow) und eine kleine familiengeführte Brauerei, das sei doch die ideale Kombination für Slow Food.  Nachdem die Brauerei bereits in 5. Generation als Familienbetrieb geführt wird, individuelles, handwerklich hergestelltes Bier abseits des Einheitsgeschmacks von Industriebieren herstellt und ursprünglich von Kommunbrauern abstammt, klangen die Eckdaten bereits verheißungsvoll.

Der Freund erzählte, es sei dort eine sehr angenehme, nette Atmosphäre und die Geschäftsführerin Sonja Weid (…die im übrigen wie die junge Maria Furtwängler aussehe….;-) ), führe kompetent und sympathisch durch die Brauerei und auch die Biere seien sehr zu empfehlen. Oha, das klang ja immer besser…und was soll ich sagen: Alles traf voll zu!!

So versammelten sich 19 Brauinteressierte am 1. April bei frühlingshaften Temperaturen vor der Bürgerbräu und bekamen angesichts des trockenen Wetters erst einmal als „Aperitif“ ein süffiges „Little Lager“ gereicht. Danach ging es in die Brauereigebäude und Frau Weid erklärte und zeigte uns alle Stationen des Brauvorgangs bis hin zur Abfüllanlage. Wir erfuhren viele interessante Details zum Brauereiwesen, zu Produkten bzw. den Zutaten, zu sinnvollen und weniger sinnvollen Vorschriften. Außerdem hörten wir die eine oder andere sehr amüsante Geschichte, z.B. über „Karpfenbier“, den Wellnessbereich in der Brauerei oder was es mit der überdimensionalen Paella Pfanne auf sich hat…

Es ist zu umfangreich, alles detailliert wiederzugeben (und leider sind die Fotos mit dem Handy nur bedingt gut geworden), doch wichtig bleibt die Erinnerung an eine spannende Führung. Danach folgten die „praktischen Übungen“: Im gemütlichen „Schalander“ waren die Tische bereits gerichtet, denn Sonja und ihr Mann Oliver hatten eine kleine Verkostung für uns vorbereitet.

Die Hauptsorte der Bürgerbräu Hersbruck ist das Lagerbier, doch auch ein Edel-Pils, Dampfsud (dunkles Bier), Landbier, Kellerbier, Gold, Albweizen und Radler ergänzen das Sortiment. Im Herbst wird dann noch dunkles untergäriges Bockbier gebraut und seit ca. zwei Jahren gibt es als besondere Spezialität ein kaltgehopftes, obergärig vergorenes Bier, das „Brauhaus 976“. (Weitere Infos auf der Homepage!)

Lagerbier, Kellerbier und Dampfsud hatten wir parallel im Glas und in der sensorischen Prüfung…mhmmm. Mittlerweile dampfte dann auch bereits das Sauerkraut im Kessel und zusammen mit den Bratwürsten vom lokalem Metzger und einem extra für uns gebackenen, schmackhaften Brot (mit Dampfsud-Biertreber!) wurde die passende „Unterfütterung“ geliefert.

Aber danach war es noch lange nicht zu Ende, denn wir durften weiter gemütlich beisammen sitzen und „verkosten“ und die „Bier-Sonderheit“ „Brauhaus 976“ kam auch noch auf den Tisch (und sorgte bei dem einen oder anderen fast schon für ekstatisches Entzücken). Es wurde ein geselliger, lustiger und gemütlicher Abend. Ich hätte jetzt mindestens noch 976 Argumente zu schwärmen….

Ein Glück, dass die Brauerei hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, denn nur 10 Minuten Fußweg zum Bahnhof Hersbruck erleichterten die Heimfahrt um 22:00 Uhr außerordentlich. Ein ganz herzliches Dankeschön an Sonja und Oliver für die wundervolle Gastfreundschaft, einen abwechslungsreichen, interessanten Abend, wohlschmeckende Biere und Genuss im besten Sinne!

Text: peter schubert

Fotos: peter schubert/gerhard meyer

Foto Kutsche © Bürgerbräu Hersbruck

Tafelrunde im „Das Muskat“

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Am 3. März hatten wir eine wunderbare Tafelrunde im Muskat mit 23 Teilnehmern. Es gab:

Menü

Geräuchertes fränkisches Forellenfilet, Beluga-Linsen, Rote Beete, Zitrone

oder

 Rote Beete-Carpaccio, Ziegenkäse, Honig, Walnuss

*

Tafelspitz vom Altmühltaler Rind, Emmer-Risotto, Gewürzmöhren

oder

Waller & Kamille, Kartoffelstroh, Wintergemüse

oder

Cordon bleu von Sellerie & Scamorza, Möhren-Kartoffel-Stampf, Lauch, Champignon

*

Dreierlei vom Apfel

Angeregte Gespräche begleiteten das Menü. Leider hatte ich nur mein iPhone dabei und war auch nicht so konzentriert, so dass dieses Mal die Bilder etwas gelitten haben. Aber seis drum. Danke hier noch einmal an Zacharias Dengler und sein Team für diesen schönen Abend.







Nachbetrachtung Kinderkochkurs „Fischers Fritze“

k640_fisch-5 Was bedarf es vieler Worte, wenn die Bilder für sich sprechen? Das Fazit des Fischkochkurses lautet einfach: „Er war wieder toll, die Kinder sind einfach super!“  – und wenn ich (Peter Schubert) ergänzen darf: Helga ist auch super!

Es gab:

k640_fisch-10Fischsoljanka,

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Lachs im Salzteig,

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Fischstäbchen „SlowFood“,

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gebackene Doraden, dazu Kartoffel-Feldsalat

und als Nachtisch

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„Bananenfisch im Kiwimeer.“

 

 

Fotos: Helga Balletta

Kinderkochkurs: Aus dem Ofen auf den Tisch

01_14-1-4Gerichte aus dem Backofen sind etwas Tolles: Man kann sie gut vorbereiten, machen dann praktisch keine Arbeit mehr und schmecken besonders an kalten Wintertagen richtig gut. Unter diesem Motto startete der Kinderkochkurs in das neue Jahr und wir durften auch gleich noch einige neue Teilnehmerinnen begrüßen!

Der Kurs war wie immer sehr schön, die neuen Jungköchinnen haben gut mitgemacht und werden uns hoffentlich erhalten bleiben. Auf Grund der mittlerweile großen Nachfrage, wird Helga vermutlich ab Herbst immer noch einen 2. Kurs anbieten (evt. verteilt auf Anfänger und Fortgeschrittene), damit auch wirklich alle zum Zuge bzw. zum Herd kommen….

Doch zurück zum Backofen! Es gab diesmal Canneloni, Hähnchen mit Kräuterpaste, Ofenkartoffeln, Wintergemüse und Früchte-Crumble.


Die Bilder der Gerichte mit Einverständnis der Kinder und die Fotos der Kinder mit Einverständnis der Eltern ;-)

 

Fotos: Helga Balletta

Text: Helga Balletta und peter schubert

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Festtagsmenü

20161210_141558Zum Abschluss eines wieder sehr erfolgreichen Kinderkochkursjahres ein Dankeschön an Helga Balletta, ohne die all diese wunderbaren Veranstaltungen nicht möglich wären und auch ein Dankeschön an die unglaublich tollen und stets hoch motivierten Jungköchinnen und Jungköche. Ich denke die Rückblicke sprechen für sich und auch das Festtagsmenü, dass zum Abschluss zubereitet wurde, sagt mehr als sämtliche Worte:

Es gab:

weihnachten-16-3Rote-Bete-Türmchen mit Meerrettichschmand und Walnüssen, Tannenbäume aus Blätterteig und Feldsalat

weihnachten-16-5Fleischbrühe mit Eierstich

weihnachten-16-7Farsumagro (eine sizilianische Kalbsroulade), Tomatensoße und Sellerie-Kartoffelpürée

weihnachten-16-8Terrine aus grünen Früchten mit Granatapfel und Sahne

Und die Bilder sind wie immer mit Einverständnis der Eltern

 

Text: peter schubert, Fotos Helga Balletta, peter schubert

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Brot (von: Helga Balletta)

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Einen erneut sehr schönen Kinderkochkurs gab es diesmal zum Thema „Brot“ und unsere neue Jungköchin war ebenfalls wieder eifrig dabei – dafür fehlten leider zwei Jungs unentschuldigt (vermutlich dachten sie, es gibt diesmal nur Wasser und Brot….).

Außerdem hatten wir ein besonderes Jubiläum zu feiern, denn seit September haben wir die 1. “Zwei-Schnecken-Köchin” in unseren Reihen! Emily war nun schon zwanzig Mal (!) beim Kochkurs dabei und bei Annika ist es jetzt auch so weit. Ein großes Lob an die beiden fleißigen und zuverlässigen Köchinnen!

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Leider wollte das erste Brot, das eigentlich besonders einfach und schnell herzustellen ist, dieses Mal nicht so richtig aufgehen, trotzdem war es so schnell aufgegessen, dass Helga nur noch den letzten winzigen Rest fotografieren konnte. Dafür waren dann alle anderen Brote ein Erfolgserlebnis. Es gab:

  • Roggenmischbrot
  • Krustenbrot, das im Eisentopf gebacken wird,
  • Schüttelbrot (eigentlich zum Aufheben gedacht, aber so, wie es aus dem Ofen kam, sofort verspeist. Ich musste ein Machtwort sprechen, damit ich wenigstens ein Foto machen konnte.)
  • Bagels

 

Und da Brot alleine doch etwas trocken ist, gab es dazu “Obatzdn”, (der absolute Renner, in Minutenschnelle verputzt), “Baba ganusch”, eine wirklich sehr schmackhafte und würzige Auberginencreme, was man sich bei dem Gemetzel auf dem Bild (das sieht fast aus wie ein OP-Kurs angehender Chirurgen) fast nicht vorstellen kann und Kräuterfrischkäse mit Lachs.

Ein Dankeschön an Helga, die wie immer einen ausgesprochen gelungenen Kochkurs für uns „gebacken“ hat!

Die Bilder wie immer mit Genehmigung der Eltern.

 

Text: Helga Balletta (und ein klein wenig Peter Schubert)

Fotos: Helga Balletta

Franken Sider- was ist das und wo kommt das her? (von: Heiner Brunhüber)

p1020370Das haben die Teilnehmer der Veranstaltung am 3. Oktober in Untermichelbach im Apfelgarten bei Andrea Vogel erkundet. Zurzeit muss der Apfelgarten und die Ernte neben dem Beruf betrieben werden, was ohne die fleißigen Helfer aus dem Freundeskreis nicht möglich wäre.

Andrea Vogel

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erzählte uns wie es begann und über die Schwierigkeiten Apfelbäume aus der Normandie kaufen zu können. „Mittelsmänner“ aus Holland halfen anfangs.

Mittlerweile stehen in dem Apfelgarten ca. 1.200 Bäume von ca. 30 Sorten Äpfeln, wie wir Sie normalerweise nicht kennen. Sie sind überwiegend klein. Es gibt sie von ganz süß bis richtig bitter.

Andrea erzählte uns von ihren „Mitarbeitern“. Die einen kommen als Leiharbeiter von einem Imker. Die anderen sind wilde Wanderarbeiter – sprich Wildbienen – für die man etwas tun muss, damit Sie auch bleiben. Dazu sind große Flächen für Wildblumen reserviert. Der Aufwand lohnt sich. Wildbienen sind schon ab ca. 6 Grad aktiv und manche Apfelblüte vergeht, ohne dass die Honigbienen aktiv wurden. Die Honigbienen arbeiten erst wenn es wärmer wird.

Wir konnten bei einem Rundgang diverse Apfelsorten probieren. Manche haben so viel Tannine, dass Sie zum Verzehr nicht taugen. Diese ergeben zusammen mit den süßeren und säurehaltigen die  passende Mischung für den Sider. Diesen gibt es als Flaschengärung und als „Frizzante“. Daneben wird auch Apfelessig und Apfelbrand hergestellt. Calvados darf der nicht heißen, deshalb heißt er einfach fränkisch „Brannt is“.

Alles ist biozertifiziert und wir haben erfahren, wie genau das bis hin zur Obstpresse und Kellerei kontrolliert wird.

Über dem offenen Feuer kochte derweil unser Mittagessen.

Wir hatten dann mit viel Spaß und Eifer ein paar Bäume abgeerntet. Der Rollblitz, ein Erntegerät aus einer Drahtellipse, hat dabei gute Dienste geleistet. Die Ernte wurde in Säcken bei den Bäumen zur späteren Abholung bereitgestellt.

Eine Rindfleischsuppe vom Weiderind hat dann nach getaner Arbeit allen gut geschmeckt. Kaffee und sehr guter Kuchen von Andreas Mutter gab es als Nachtisch.

Am Ende mussten noch die Säcke auf den Hänger geladen werden. Der Traktor mit Anhänger fuhr durch die Reihen und die Säcke wurden aufgeladen. Zu guter Letzt musste von dem kleinen Hänger noch auf den größeren straßentauglichen Anhänger umgeladen werden.

Anmerkung der Convivienleitung: DANKE an Maria und Heiner für die Organisation dieser Veranstaltung, den Bericht und die wunderbaren Bilder. Die gibt es hier öffentlich bei Facebook oder in dieser Galerie hier:

 

Fotos: Heiner Brunhüber

Auf den Berg, der Liebe wegen (von Torsten Härtelt und Peter Schubert)

Anfang September zog es ein Rudel Schnecken (und solche, die es vielleicht nach diesem schönen Abend werden wollen) von nah und fern auf den Schweigelberg.

Zum dritten Mal hieß es „Menü mit Literatur“ und die Liebe war beiderlei Thema. Der Mangel an Liebe im fernen Westfalen trieb sogar eine Schnecke von dort zu unserer Marga…

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Prickelnd vor Spannung im Glase und ob des Inhalts im Glase begann der Abend mit einem Liebestrank, man könnte ihn ganz profan als Selleriebowle beschreiben, dies trifft den geschmacklichen Orgasmus (halt nein, die wilden Sachen kamen erst später…) also vielmehr des Pudels geschmacklichen Kern nicht im Mindesten – ein auf- und anregendes Getränk! Als kleine Gaumenfreude machten Chilibaguettes mit Frischkäse, Mandeln und Honig die Runde.

Nun ging´s an die festliche Tafel

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zur ersten literarischen Runde, die zwischen jedem Gang fortgesetzt wurde – Peter Schubert und Torsten Härtelt hatten allerlei Dichtkunst zum ewigen Thema Liebe ausgegraben. Ein Streifzug durch einige Jahrhunderte von zart bis hart. Linnford Nnoli – einer der Dichter und seit einigen Jahren mit Torsten befreundet –  hatte vor lauter Freude über seine Teilhabe einen Karton seines Buches spendiert und so konnte jeder Glücksgefühl in Bauch und Hand mit in die heimischen Hallen tragen.

Heiß ging´s weiter in Form einer zweifarbigen Petersiliensuppe und nach von Gang zu Gang pikanter werdenden Versen stand  – rot wie die vielbeschworene Namensgeberin des Abends – ein Paradiesapfel mit Überraschung auf dem Programm. Wie zum Teufel hat Marga die Garnelen da reingezaubert? Sodann folgte Roastbeef mit Wiesen-Viagra-Butter (kleiner Tipp: Brennesselsamen) und Polenta mit Safran. Mutige Teilnehmer kosteten die beiliegende kleine Chilischote und wurden – einmal nicht durch die Verse – mit roten Ohren belohnt…

Die Sonne verschwand und noch mehr Romantik stellte sich ein – mit Kerzen und einem Glücksmousse mit aztekischer Schokoladensoße. Wer noch kein Basilikummousse gekostet hat, sollte dies alsbald nachholen!

Zum Schluß löste Marga einige Geheimnisse um die verwendeten Kräuter und anderen Zutaten und alle lauschten gebannt – sie weiß halt was sie tut!

Frohgelaunt begannen die Gäste peu-a-peu den Abstieg und ich sage mal ganz optimistisch:

man sieht sich sicher wieder zum nächsten Literaturmenü im Forsthaus Schweigelberg!

Mit Feuereifer dabei – Kinderkochkurs Grillen (von Peter Schubert)

06_K640_grillen _9_Heute blieb die (Schul-)Küche kalt, doch dafür wurden Kohlen zum Glühen gebracht und gegrillt statt gekocht! Unser Mitglied und Inhaber des wunderbaren k4-Kulturgartens, Christoph Zielke, stellte exklusiv für unseren Kinderkochkurs seinen herrlichen Innenstadtbiergarten, viel Platz und einen Profigrill zur Verfügung. Und als wir sahen, was er alles für Köstlichkeiten eingekauft hatte, öffneten sich Augen und Münder: Bauchfleisch aber auch Filetstücke (natürlich in Top-Qualität von der Angusmanufaktur Franken), köstliche Bratwürste, Pilze, Pimentos und als optischer wie auch geschmacklicher „Knaller“ ein Langustenschwanz (zugegebenermaßen nicht aus heimischen Gewässern ;-) …doch vom lokalen Fachhändler „Fisch & Meer“). Zusammen mit allerlei feinen Beilagen (zum Teil von den Kindern selbst vorbereitet und mitgebracht) wurde daraus ein wunderbarer, „geschmackvoller“ Grillnachmittag mitten in der Stadt und doch im Grünen – was für ein genialer Platz.

Die Mädels hatten gleich beim Anschüren augenzwinkernd angemerkt, dass grillen ja Männersache sei… (dieses Gerücht hält sich offensichtlich hartnäckig sogar bei unseren Slow Food Kinderköchinnen), doch unsere beiden Grillmeister juckte das wenig, denn sie standen im wahrsten Sinn des Wortes mit Feuereifer am Rost, im Rauch und machten ihre Sache prima – wobei unser Gastgeber Christoph dann doch die Hauptverantwortung übernahm. Jedenfalls kamen perfekte Köstlichkeiten vom Rost und es ist dann immer wieder erstaunlich, wie viel davon Platz im Bauch findet.

Diesmal konnten die Kinder auch ihre Eltern mitbringen, welche dann gegen eine Spende ebenfalls „begrillt“ wurden. Allen hat es sichtlich Spaß gemacht und geschmeckt, keiner wollte eigentlich nach Hause und die Kinder konnten sich auch noch etwas im Gelände austoben. Helga Balletta war froh, mal für einen Kochkurs die Verantwortung abgeben zu können und mir verbleibt jetzt nur noch ein ganz ganz großes Dankeschön an Christoph zu sagen: Für seine tolle und spendable Bewirtung und dass er uns all dies ermöglichte! Ich fürchte fast, wir kommen irgendwann wieder….

Aber unabhängig davon ist der k4-Kulturgarten auch sonst eine gute Empfehlung!

Unsere Bildergalerie (natürlich wie immer mit Einverständnis der Eltern) gibt einen kleinen Einblick.

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Fotos: Helga Balletta und peter schubert

VINS NATURELS – NATURWEIN (von: Peter Schubert)

20160731_174501_LLSEine Veranstaltung ganz nach meinem Geschmack (in vielerlei Hinsicht) war unser Abend am 31.07.2016 zum Thema Naturwein: Unkompliziert, lässig, kommunikativ, genussvoll und mit einem gewissen Laissez-faire.

Florian Seyberth öffnete extra für uns am Sonntag seine kleine, sehenswerten „Weinstelle“, untergebracht in einem wunderbaren historischem Gebäude der Nürnberger Altstadt und brachte uns die Welt der Naturweine ein wenig näher.

„Vin naturel“: ein Getränk ganz im Sinne von Slow Food: Handwerklich gemacht, individuell, ohne Zusatzstoffe, biologisch oder biodynamisch, keine Massenware und im Geschmack anders als wir es vielleicht von der üblichen Gleichmacherei gewohnt sind.

In völlig zwanglosem, lockeren Rahmen (also kein Weinseminar mit Frontalunterricht sondern ganz natürlich!) tranken und diskutierten wir uns (je später der Abend desto angeregter) durch ein paar exemplarische Vertreter dieser Art von Wein. Florian eröffnete mit einem kleinen theoretischen Teil zu Wein – und seiner eigenen Biographie – und stand uns uns bei Fragen Rede und Antwort.

Manche der Weine waren überraschend anders (einige wären in Blindverkostungen nicht wirklich als sortentypisch zu erkennen) aber überaus spannend. Wir probierten fränkische Naturweine aber auch solche aus Frankreich und Italien. Florian sparte nicht an „Material“ und so durften wir neun (oder waren es sogar zehn?) unterschiedliche Vertreter dieser Art von Wein probieren. Geniale Silvaner (zumindest in meinen Augen…bzw. Geschmacksnerven), ungewöhnlicher Lambrusco, Malbec der anderen Art und und und. Fruchtige Noten, aber auch „Stinker“ (im positiven Sinne), Aceton und mineralische Noten forderten alle unsere Sinne und boten ein kontrastreiches Spektrum.

Zur Unterfütterung gab’s auch ein wenig Futter in Form von ausgesuchten, wohlfeilen und schmackhaften Kleinigkeiten (Schinken, Käse, Brot, Oliven…). Alles in allem ein Weinabend der etwas anderen Art, individuell und abseits des Massengeschmacks. Was mir besonders gefiel, war die unglaublich lockere, angenehme Atmosphäre, die südländische Leichtigkeit und Heiterkeit und überaus entspannte Teilnehmer/innen.

Ein herzlichen Dankeschön an Florian, für diesen wunderbaren Abend!