Ausgekocht – Nachbetrachtung (von: Helga Balletta)

„Ausgekocht“, das bedeutet nicht, dass unsere Kinder vom KIKOKU keine Lust mehr zum Kochen haben, sondern so heißt die Ausstellung im Frauenmuseum in Burgfarrnbach, die wir im letzten Kurs vor den Sommerferien besucht haben.

Zuerst erzählte uns Frau Cyprian, eine der Kuratorinnen der Ausstellung, einiges über den Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses, in dem das Museum „Frauen in der einen Welt“ untergebracht ist.

Sie diskutierte mit den Kindern über die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten des Titels und führte uns danach durch die Welt des Kochens und Essens. Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld beantwortete sie die zahlreichen und interessierten Fragen unserer (ich muss es einfach wieder mal sagen: unglaublich tollen!!) Kinder.

Und wir haben viel gelernt:

  • Über alte und neue Küchengeräte.
  • Dass es in der DDR einen Staubsauger gab, den man auch als Mixer benutzen konnte (war allerdings ein Flop!)
  • Über den Überfluss in unserem Land, in dem es möglich ist, in einem Supermarkt fast 500 Dosen einer Tomatenmarke für eine Installation zu kaufen.
  • Wieviel Zuckerwürfel in einem Glas des Lieblingsschokoladenaufstrichs stecken.
  • Warum in vielen asiatischen Ländern auf der Straße gekocht und gegessen wird.
  • Dass in vielen Haushalten der Kühlschrank wichtiger geworden ist als der Herd.
  • Wie viele Tiere ein/e Deutsche/r im Durchschnitt in seinem Leben isst (ich konnte mir nur die erste – 4 Rinder – und letzte Zahl – 945 Hühner – merken, die Kinder wussten auch noch alle die Anzahl der Schweine, Puten, Schafe, etc. Dieses Bild hatte sie am meisten beeindruckt.)
  • Wir haben erfahren, warum eine Frau als Hobby Kühe melkt und konnten auf Fotos sehen, wie Diana Burkel ihre Köstlichkeiten herstellt.

Aus den geplanten sechzig Minuten waren neunzig geworden und beim ständigen Anblick von Lebensmitteln hatten die meisten schon Hunger bekommen, die Kleinen, die trotzdem tapfer durchgehalten haben, wurden langsam müde. Deshalb gab es danach auf der Wiese vor dem Museum noch ein stärkendes Picknick mit anschließendem Kirschkernweitspucken..

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an Gudrun Cyprian für die interessante Führung und an Tijana Jakovlevic-Sevic für die Bilder (ich hatte mal wieder meinen Fotoapparat vergessen).

Die Ausstellung, die ich auch Erwachsenen nur empfehlen kann, bleibt noch bis Oktober in Burgfarrnbach, dann geht sie nach Meran.

Und wir haben spontan beschlossen, dass wir danach mit den Tomaten, deren MHD schon bald abläuft, eine Teller statt Tonne-Aktion veranstalten wollen!

Advertisements

OMG – O my god… (von: Torsten Härtelt)

…würde die aktuelle junge Generation ihren Bericht zur letzten Wallfahrt auf den Schweigelberg wohl seufzend einleiten.
A bissl zu Recht, liegt dieser doch auf ungefähr 500 Höhenmetern und wird von echten Marga- (die Hüterin des Herdfeuers auf eben jener Erhebung, aber dazu später mehr) Jüngern per Pedes erklommen – aus doch nur 330 Metern über NN. Für Fußkranke gibt´s eine Alternative, wer´s zugeben will wende sich an den Verfasser oder eben jene Marga.
Das Wetter war (fast schon zu) genial, die Frisur saß und für alles andere gibt´s… Nö, Barzahlung bitte, denn Strom gibt´s hier noch immer nur per Generator.
“Gekocht” wurde dieses Mal wieder im Holzbackofen! Unser geliebter rotbrauner Wirbelwind (man beachte den gleichfarbigen Wachtelhund Tosca) hatte für uns das gute, alte Stück mit Unmengen Holz befüllt, abgebrannt, ausgekehrt und sodann mit den Überraschungen des Abends (nein, sie verrät vorher nie en detail, was zu erwarten ist) nach viel Vorbereitungszeit in ihrer Küche bestückt.
Zurück zur jungen Generation, die sich ihr “Essen” ja auch am Tresen abholt – Self Service vor dem riesigen, wunderbaren Kochgerät war angesagt und wir kamen dem nur zu gerne nach.
Nach dem “Festakt” 25 Jahre Slow Food Deutschland bzw. 20 Jahre Slow Food Nürnberg mit einem launigen Vortrag unserer Möbelmacherin Ute Danzer ging´s auch schon ganz deliziös los.
Das Elsaß war das Ziel unserer kulinarischen Reise und so erklommen Flammkuchen, Baeckeoffe und Gugelhupf die über alle Maßen gespannten Speiseöffnungen. Als kleine Erfrischung begeisterte eine kalte Tomatensuppe die ob des heißen Wetters erhitzten Gemüter. Als fränkisches “Must-to-have” gab´s auch einige Kilo Schweineschulter – knusprig, zart und saftig wie man sich den Mann für´s Leben vorstellt. Im Baeckeoffe hatten es sich Hähne (nicht Hühner) demetrischer Herkunft gemütlich gemacht vom Geflügelhof Peter Schubert (nicht dem jüngst im Amte bestätigten zweiten Vorstand von Slow Food Nürnberg). Ein Hefeteig erfüllt die muffigste Hütte mit heimeligem Duft und bei der Arbeit mit ihm muß man sich an eine zarte Mädchenbrust erinnern. Küchenphilosophie á la Marga. Die eingangs erwähnte Digital-native-Generation wird staunen, wenn sie statt Mc & Co. ein mit soviel handwerklicher Liebe hergestelltes Backwerk zur Verkostung gereicht bekommt!
Die finale Gretchenfrage hieß dann gottlob nur noch Vanille- oder Weinschaumsoße zum Elsässer Gugelhupf – zwei Liter Frankenwein  wiesen in die richtige Richtung und das Rezept befindet sich jetzt in etlichen Haushalten.
Wir kommen wieder – zum vierten Menü mit literarischer Begleitung im nächsten Jahr, (der Eine oder Andere aber ganz sicher schon eher). Sie können ja im Blog nachsehen, was Sie 2012, 2014
und 2016 schon alles verpaßt haben…
Ganz lieben Dank an Marga (hier ihre Feierworte) und ihre Helfer für diesen herrlichen Abend!
 
Fotos: Peter Schubert

Ein Nachmittag im Bienenzentrum (von: Uschi Assfalg)

Ein wenig Zuckerwasser als Starthilfe und los geht’s. Im Bienenzentrum Lauf am Kunigundenberg gewährt ein in einem Baumstamm  eingelassenem „Schaufenster“ Einblick in das Leben eines Bienenvolkes und dessen Honigproduktion. Ausgang, oder besser gesagt, Ausflug haben die fleißigen Insekten an diesem Tag nicht. „Zu stürmisch“, erläutert Imkerin Hedwig Wörrlein der 15-köpfigen Slow Food Schnecken-Gruppe. „Starker Wind macht die Bienen sehr nervös.“ Sicherheitshalber kreist der Sprühflakon mit Essig trotzdem. Dessen Geruch empfinden die Bienen als dermaßen unangenehm, dass sie schleunigst Reißaus nehmen. Wenn der von Alkohol oder Banane auf ihre Riechzellen trifft, dann ist das der Aufruf zur Attacke. Dunkel gekleidete Menschen setzen die Bienen mit Bären gleich – für sie eine Riesenbedrohung und da ist Angriff die beste Verteidigung. Wer mit Bienen gut Freund sein will, kleidet sich demnach hell.

Wenn eine neue Königin von ihrem Hochzeitsflug in den Stock zurückkehrt  und mit dem Eierlegen beginnt, dann ist das für die alte das Signal, sich eine andere Bleibe zu suchen. Hat sie eine geeignete gefunden, folgen ihr Bienen aus dem Stock und bilden einen Schwarm. So eine dunkle Wolke summender, stachelbewehrter Insekten ist weniger gefährlich als sie aussieht. „Die Bienen sind mit Proviant für drei Tage beladen und mit sich selbst beschäftigt; die haben keine Kraft zu stechen“, beruhigt Wörrlein.

Der Kunigundenberg ist ein Dorado für Bienen: naturnahe Wiesen mit einer Vielfalt an Blüten, deren Staubgefäße für Insekten gut zugänglich sind, etwas Wald und ein Tümpel mit trübem Wasser.  Warum Bienen trübes Wasser bevorzugen, sei noch nicht erforscht, sagt die Expertin. Die Honigbiene ist unser kleinstes Haustier – und eins der wichtigsten: Sie bestäubt achtzig Prozent unserer Nutzpflanzen und viele Wildpflanzen. Obstbauern hätten ohne Bienen kaum etwas zu ernten – und wir kein Honigbrot. Deshalb sei es wichtig, ihnen geeigneten Lebensraum zu schaffen, betont Wörrlein. Das geht auch mitten in der Stadt,  wie sie den Schnecken am Beispiel ihres eigenen Hausgartens in Rückersdorf demonstriert:  Anstatt  englischen Rasen ein Stück bunte Wiese  anlegen und stehen lassen und möglichst für Bienen attraktive Pflanzen wählen. Um Konflikten vorzubeugen, empfehle es sich laut Expertin, die Nachbarn frühzeitig mit einzubinden  – und womöglich so zu begeistern, dass auch sie mitmachen.

Wörrlein beherbergt auf ihrem weitläufigen Grundstück derzeit sechs Bienenvölker. In einer kleinen Hütte findet sich alles was es braucht, um Honig zu schleudern. Ein echtes Erlebnis für die kleinen Nachwuchsschnecken  Vera und Samuel. Zunächst spannen sie die mit Honig beladenen Rahmen auf und entfernen mit einer speziellen Gabel das Wachs und stellen die Rähmchen in die Schleuder. Dann wird von Hand gekurbelt und der Honig läuft über Sieb und Filter in den Behälter. Dort muss er mehrere Tage stehen bleiben, bis sich die darin enthaltenen Schwebstoffe abgesetzt haben. Dementsprechend ist der Honig, den die Schnecken mit nachhause tragen nicht von ihnen selbst hergestellt, sondern stammt aus einer früheren Produktion. Doch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch.

Sie gilt als der Bösewicht schlechthin, wenn es um das Bienensterben geht: die Varroa-Milbe, erfahren die Schnecken bei ihrer Exkursion. Mit importierten Bienen vermutlich nach Europa gelangt, hält sie Imker in Alarmbereitschaft. In der Bio-Imkerei sind bei der Bekämpfung der Varroamilbe nur organische Säuren (Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure) und einige ätherische Substanzen zugelassen.

„Wenn die Pollenhöschen ihrer Bienen prall gefüllt sind, dann ist alles in Ordnung“, weiß Wörrlein.  Ihre Waben bauen sich die Bienen selbst. Aber ohne fachgerechte Betreuung kommen sie nicht über den Winter, führt die Fachfrau aus. Sie bilden mehrjährige Völker, deren Bienen gemeinsam im Bienenstock überwintern. In ihrem Stock bilden sie eine Wintertraube, in der sie sich gegenseitig vor der Kälte schützen. Dabei sitzt die wichtigste aller Bienen, die Königin, in der Mitte der Traube. Dank des fleißigen Einsatzes ihrer Arbeiterinnen herrscht dort stets eine Temperatur von mindestens 25 Grad. Die meisten mitteleuropäischen Wildbienenarten leben einzeln und bilden keine oder höchstens einjährige Völker aus. Die Weibchen legen meist im Sommer in jede Brutzelle des Nestes ein Ei ab, statten sie mit Proviant aus, verschließen sie und überlassen die Brut sich selbst.

Der Nachmittag mit Imkerin Hedwig Wörrlein hat die Schnecken nicht nur hautnah mit der Wunderwelt der Bienen bekannt gemacht, sondern ganz nebenbei auch mit der gesundheitsfördernden Wirkung der Api-Therapie, der Bienenerzeugnisse.

 

 

Bürgerbräu Hersbruck

Als ich für unser Jahresprogramm auf der Suche nach einer geeigneten Brauerei war, um das Thema „Bier“ etwas näher zu betrachten, empfahl mir ein Freund (und absoluter Bierfachmann) die Bürgerbräu Hersbruck .

Er meinte Slow City (Cittaslow) und eine kleine familiengeführte Brauerei, das sei doch die ideale Kombination für Slow Food.  Nachdem die Brauerei bereits in 5. Generation als Familienbetrieb geführt wird, individuelles, handwerklich hergestelltes Bier abseits des Einheitsgeschmacks von Industriebieren herstellt und ursprünglich von Kommunbrauern abstammt, klangen die Eckdaten bereits verheißungsvoll.

Der Freund erzählte, es sei dort eine sehr angenehme, nette Atmosphäre und die Geschäftsführerin Sonja Weid (…die im übrigen wie die junge Maria Furtwängler aussehe….;-) ), führe kompetent und sympathisch durch die Brauerei und auch die Biere seien sehr zu empfehlen. Oha, das klang ja immer besser…und was soll ich sagen: Alles traf voll zu!!

So versammelten sich 19 Brauinteressierte am 1. April bei frühlingshaften Temperaturen vor der Bürgerbräu und bekamen angesichts des trockenen Wetters erst einmal als „Aperitif“ ein süffiges „Little Lager“ gereicht. Danach ging es in die Brauereigebäude und Frau Weid erklärte und zeigte uns alle Stationen des Brauvorgangs bis hin zur Abfüllanlage. Wir erfuhren viele interessante Details zum Brauereiwesen, zu Produkten bzw. den Zutaten, zu sinnvollen und weniger sinnvollen Vorschriften. Außerdem hörten wir die eine oder andere sehr amüsante Geschichte, z.B. über „Karpfenbier“, den Wellnessbereich in der Brauerei oder was es mit der überdimensionalen Paella Pfanne auf sich hat…

Es ist zu umfangreich, alles detailliert wiederzugeben (und leider sind die Fotos mit dem Handy nur bedingt gut geworden), doch wichtig bleibt die Erinnerung an eine spannende Führung. Danach folgten die „praktischen Übungen“: Im gemütlichen „Schalander“ waren die Tische bereits gerichtet, denn Sonja und ihr Mann Oliver hatten eine kleine Verkostung für uns vorbereitet.

Die Hauptsorte der Bürgerbräu Hersbruck ist das Lagerbier, doch auch ein Edel-Pils, Dampfsud (dunkles Bier), Landbier, Kellerbier, Gold, Albweizen und Radler ergänzen das Sortiment. Im Herbst wird dann noch dunkles untergäriges Bockbier gebraut und seit ca. zwei Jahren gibt es als besondere Spezialität ein kaltgehopftes, obergärig vergorenes Bier, das „Brauhaus 976“. (Weitere Infos auf der Homepage!)

Lagerbier, Kellerbier und Dampfsud hatten wir parallel im Glas und in der sensorischen Prüfung…mhmmm. Mittlerweile dampfte dann auch bereits das Sauerkraut im Kessel und zusammen mit den Bratwürsten vom lokalem Metzger und einem extra für uns gebackenen, schmackhaften Brot (mit Dampfsud-Biertreber!) wurde die passende „Unterfütterung“ geliefert.

Aber danach war es noch lange nicht zu Ende, denn wir durften weiter gemütlich beisammen sitzen und „verkosten“ und die „Bier-Sonderheit“ „Brauhaus 976“ kam auch noch auf den Tisch (und sorgte bei dem einen oder anderen fast schon für ekstatisches Entzücken). Es wurde ein geselliger, lustiger und gemütlicher Abend. Ich hätte jetzt mindestens noch 976 Argumente zu schwärmen….

Ein Glück, dass die Brauerei hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, denn nur 10 Minuten Fußweg zum Bahnhof Hersbruck erleichterten die Heimfahrt um 22:00 Uhr außerordentlich. Ein ganz herzliches Dankeschön an Sonja und Oliver für die wundervolle Gastfreundschaft, einen abwechslungsreichen, interessanten Abend, wohlschmeckende Biere und Genuss im besten Sinne!

Text: peter schubert

Fotos: peter schubert/gerhard meyer

Foto Kutsche © Bürgerbräu Hersbruck

Tafelrunde im „Das Muskat“

img_8189

Am 3. März hatten wir eine wunderbare Tafelrunde im Muskat mit 23 Teilnehmern. Es gab:

Menü

Geräuchertes fränkisches Forellenfilet, Beluga-Linsen, Rote Beete, Zitrone

oder

 Rote Beete-Carpaccio, Ziegenkäse, Honig, Walnuss

*

Tafelspitz vom Altmühltaler Rind, Emmer-Risotto, Gewürzmöhren

oder

Waller & Kamille, Kartoffelstroh, Wintergemüse

oder

Cordon bleu von Sellerie & Scamorza, Möhren-Kartoffel-Stampf, Lauch, Champignon

*

Dreierlei vom Apfel

Angeregte Gespräche begleiteten das Menü. Leider hatte ich nur mein iPhone dabei und war auch nicht so konzentriert, so dass dieses Mal die Bilder etwas gelitten haben. Aber seis drum. Danke hier noch einmal an Zacharias Dengler und sein Team für diesen schönen Abend.







Nachbetrachtung Kinderkochkurs „Fischers Fritze“

k640_fisch-5 Was bedarf es vieler Worte, wenn die Bilder für sich sprechen? Das Fazit des Fischkochkurses lautet einfach: „Er war wieder toll, die Kinder sind einfach super!“  – und wenn ich (Peter Schubert) ergänzen darf: Helga ist auch super!

Es gab:

k640_fisch-10Fischsoljanka,

k640_fisch-7

Lachs im Salzteig,

k640_fisch-2

Fischstäbchen „SlowFood“,

k640_fisch-3

gebackene Doraden, dazu Kartoffel-Feldsalat

und als Nachtisch

k640_fisch-4

„Bananenfisch im Kiwimeer.“

 

 

Fotos: Helga Balletta

Kinderkochkurs: Aus dem Ofen auf den Tisch

01_14-1-4Gerichte aus dem Backofen sind etwas Tolles: Man kann sie gut vorbereiten, machen dann praktisch keine Arbeit mehr und schmecken besonders an kalten Wintertagen richtig gut. Unter diesem Motto startete der Kinderkochkurs in das neue Jahr und wir durften auch gleich noch einige neue Teilnehmerinnen begrüßen!

Der Kurs war wie immer sehr schön, die neuen Jungköchinnen haben gut mitgemacht und werden uns hoffentlich erhalten bleiben. Auf Grund der mittlerweile großen Nachfrage, wird Helga vermutlich ab Herbst immer noch einen 2. Kurs anbieten (evt. verteilt auf Anfänger und Fortgeschrittene), damit auch wirklich alle zum Zuge bzw. zum Herd kommen….

Doch zurück zum Backofen! Es gab diesmal Canneloni, Hähnchen mit Kräuterpaste, Ofenkartoffeln, Wintergemüse und Früchte-Crumble.


Die Bilder der Gerichte mit Einverständnis der Kinder und die Fotos der Kinder mit Einverständnis der Eltern ;-)

 

Fotos: Helga Balletta

Text: Helga Balletta und peter schubert

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Festtagsmenü

20161210_141558Zum Abschluss eines wieder sehr erfolgreichen Kinderkochkursjahres ein Dankeschön an Helga Balletta, ohne die all diese wunderbaren Veranstaltungen nicht möglich wären und auch ein Dankeschön an die unglaublich tollen und stets hoch motivierten Jungköchinnen und Jungköche. Ich denke die Rückblicke sprechen für sich und auch das Festtagsmenü, dass zum Abschluss zubereitet wurde, sagt mehr als sämtliche Worte:

Es gab:

weihnachten-16-3Rote-Bete-Türmchen mit Meerrettichschmand und Walnüssen, Tannenbäume aus Blätterteig und Feldsalat

weihnachten-16-5Fleischbrühe mit Eierstich

weihnachten-16-7Farsumagro (eine sizilianische Kalbsroulade), Tomatensoße und Sellerie-Kartoffelpürée

weihnachten-16-8Terrine aus grünen Früchten mit Granatapfel und Sahne

Und die Bilder sind wie immer mit Einverständnis der Eltern

 

Text: peter schubert, Fotos Helga Balletta, peter schubert

Nachbetrachtung Kinderkochkurs Brot (von: Helga Balletta)

brot-17

Einen erneut sehr schönen Kinderkochkurs gab es diesmal zum Thema „Brot“ und unsere neue Jungköchin war ebenfalls wieder eifrig dabei – dafür fehlten leider zwei Jungs unentschuldigt (vermutlich dachten sie, es gibt diesmal nur Wasser und Brot….).

Außerdem hatten wir ein besonderes Jubiläum zu feiern, denn seit September haben wir die 1. “Zwei-Schnecken-Köchin” in unseren Reihen! Emily war nun schon zwanzig Mal (!) beim Kochkurs dabei und bei Annika ist es jetzt auch so weit. Ein großes Lob an die beiden fleißigen und zuverlässigen Köchinnen!

brot-8

Leider wollte das erste Brot, das eigentlich besonders einfach und schnell herzustellen ist, dieses Mal nicht so richtig aufgehen, trotzdem war es so schnell aufgegessen, dass Helga nur noch den letzten winzigen Rest fotografieren konnte. Dafür waren dann alle anderen Brote ein Erfolgserlebnis. Es gab:

  • Roggenmischbrot
  • Krustenbrot, das im Eisentopf gebacken wird,
  • Schüttelbrot (eigentlich zum Aufheben gedacht, aber so, wie es aus dem Ofen kam, sofort verspeist. Ich musste ein Machtwort sprechen, damit ich wenigstens ein Foto machen konnte.)
  • Bagels

 

Und da Brot alleine doch etwas trocken ist, gab es dazu “Obatzdn”, (der absolute Renner, in Minutenschnelle verputzt), “Baba ganusch”, eine wirklich sehr schmackhafte und würzige Auberginencreme, was man sich bei dem Gemetzel auf dem Bild (das sieht fast aus wie ein OP-Kurs angehender Chirurgen) fast nicht vorstellen kann und Kräuterfrischkäse mit Lachs.

Ein Dankeschön an Helga, die wie immer einen ausgesprochen gelungenen Kochkurs für uns „gebacken“ hat!

Die Bilder wie immer mit Genehmigung der Eltern.

 

Text: Helga Balletta (und ein klein wenig Peter Schubert)

Fotos: Helga Balletta

Franken Sider- was ist das und wo kommt das her? (von: Heiner Brunhüber)

p1020370Das haben die Teilnehmer der Veranstaltung am 3. Oktober in Untermichelbach im Apfelgarten bei Andrea Vogel erkundet. Zurzeit muss der Apfelgarten und die Ernte neben dem Beruf betrieben werden, was ohne die fleißigen Helfer aus dem Freundeskreis nicht möglich wäre.

Andrea Vogel

p1020388

erzählte uns wie es begann und über die Schwierigkeiten Apfelbäume aus der Normandie kaufen zu können. „Mittelsmänner“ aus Holland halfen anfangs.

Mittlerweile stehen in dem Apfelgarten ca. 1.200 Bäume von ca. 30 Sorten Äpfeln, wie wir Sie normalerweise nicht kennen. Sie sind überwiegend klein. Es gibt sie von ganz süß bis richtig bitter.

Andrea erzählte uns von ihren „Mitarbeitern“. Die einen kommen als Leiharbeiter von einem Imker. Die anderen sind wilde Wanderarbeiter – sprich Wildbienen – für die man etwas tun muss, damit Sie auch bleiben. Dazu sind große Flächen für Wildblumen reserviert. Der Aufwand lohnt sich. Wildbienen sind schon ab ca. 6 Grad aktiv und manche Apfelblüte vergeht, ohne dass die Honigbienen aktiv wurden. Die Honigbienen arbeiten erst wenn es wärmer wird.

Wir konnten bei einem Rundgang diverse Apfelsorten probieren. Manche haben so viel Tannine, dass Sie zum Verzehr nicht taugen. Diese ergeben zusammen mit den süßeren und säurehaltigen die  passende Mischung für den Sider. Diesen gibt es als Flaschengärung und als „Frizzante“. Daneben wird auch Apfelessig und Apfelbrand hergestellt. Calvados darf der nicht heißen, deshalb heißt er einfach fränkisch „Brannt is“.

Alles ist biozertifiziert und wir haben erfahren, wie genau das bis hin zur Obstpresse und Kellerei kontrolliert wird.

Über dem offenen Feuer kochte derweil unser Mittagessen.

Wir hatten dann mit viel Spaß und Eifer ein paar Bäume abgeerntet. Der Rollblitz, ein Erntegerät aus einer Drahtellipse, hat dabei gute Dienste geleistet. Die Ernte wurde in Säcken bei den Bäumen zur späteren Abholung bereitgestellt.

Eine Rindfleischsuppe vom Weiderind hat dann nach getaner Arbeit allen gut geschmeckt. Kaffee und sehr guter Kuchen von Andreas Mutter gab es als Nachtisch.

Am Ende mussten noch die Säcke auf den Hänger geladen werden. Der Traktor mit Anhänger fuhr durch die Reihen und die Säcke wurden aufgeladen. Zu guter Letzt musste von dem kleinen Hänger noch auf den größeren straßentauglichen Anhänger umgeladen werden.

Anmerkung der Convivienleitung: DANKE an Maria und Heiner für die Organisation dieser Veranstaltung, den Bericht und die wunderbaren Bilder. Die gibt es hier öffentlich bei Facebook oder in dieser Galerie hier:

 

Fotos: Heiner Brunhüber