01.12.2018 – 19h Save the date – Festliche Tafelrunde

waldsDie beruflichen Belastungen von Peter und Claus haben das Programm im zweiten Halbjahr arg ausgedünnt. Aber an unserer festlichen Tafelrunde wollen wir dieses Jahr gerne festhalten. Und das hat funktioniert, weil sich unser Mitglied Herbert Fischer darum gekümmert hat. Die Anforderung von Peter und mir waren:  „In Nürnberg, öffentlich zu erreichen, auch für den normalen Geldbeutel finanzierbar, frei von industriellen Vorprodukten und E-Nummern. Und wie aus der Pistole geschossen kam – „die Waldschänke im Tiergarten“.

Peter Noventa beschreibt seine Küche mit:

Sie ist inspiriert von unseren alpenländischen Großmüttern und einer Nürnberger Mama, verpflichtet dem venezianischen Großvater und dem Tiergarten Nürnberg mit seiner ökologischen Ausrichtung: wir halten unsere Pfannen und Töpfe offen für alles, was uns aus der Region schmeckt, womit uns die Allgäuer Omas mästeten, wovon uns der Nonno aus dem Veneto mit glänzenden Augen vorgeschwärmt hatte! Wir kochen also einen Mix aus regionaler Küche, alpenländischer Küche und mediterraner Küche, ernährungsbewusst, umweltbewusst, wenn nicht in Bioqualität möglich, in der bestmöglichen konventionellen Qualität, mit MSC-zertifiziertem Fisch, und wir kochen für jeden Geldbeutel Der Metzger Fruth aus Gibitzenhof, ein ausgezeichneter Handwerksbetrieb, beliefert uns mit saftigem Jungschweinefleisch aus der Region für Braten und Schäufele, mit Nürnberger BioBratwürsten, BioWienerle, BioBockwürsten und exzellenten Wurstwaren. Unser BioRindfleisch für Fleischküchle und Geschnetzeltes stammt aus Österreich. Die Deutsche See beliefert uns mit MSC-zertifiziertem Fisch, BioLachs und BioGarnelen. Gemüse und Salat stammen, wenn möglich, aus dem Knoblauchsland, BioGemüse und Salat in der Regel aus Bayern, manchmal von südlich der Alpen. Mittlerweile haben wir ein Bioanteil von circa 80%.

Zum Essen begleitet uns – für den der mag – ein Weinmenü, kredenzt von unserem Mitglied Günther Scholz von Fiasco Classico.

Detail zu Menü und Preis folgen noch – wer schon mal blind vorbuchen möchte ist herzlich eingeladen das über den Link unten zu tun.

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Express ins Zwiebelbeet (von: Torsten Härtelt)

Bamberg1Mitte August haben uns die Bamberger Schnecken in ihr Convivium gelockt – unter Androhung von Besichtigung, Bier und gutem Essen!

Gut gelaunt bestiegen wir also den Regionalexpress in Richtung der Zwiebeltreter-Metropole auf den sieben Hügeln. Am Bahnhof empfing uns Andreas Schneider und geleitete uns zum Gärtner- und Häckermuseum, wo weitere Schnecken zu uns stießen.

Allen voran natürlich Roberto vom Convivium Mailand – momentan zu Gast bei einer Bamberger Slow Food Familie und unterwegs in Sachen deutscher Sprache und Bier…

Durch das Museum führte uns der Museumsleiter Dr. Hubertus Habel und wir lernten alsbald des Gärtners besten Freund Fredla in zwei Größen kennen. Nach einem kurzen Einführungsvortrag im Stall – auf gärtnerischen Sitzsäcken – ging es in das Herzstück des Museums, den Garten, der sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert und die Besonderheiten Bamberger Gartenbaus überaus anschaulich erfahren läßt.

Auch das lebendigste Museum macht durstig – wie gut, daß als nächster Besuchspunkt eine Brauerei auf dem Plan stand! Eine ganz besondere Brauerei sogar – die Brauerei Heller mit ihrem berühmten Schlenkerla Rauchbier. Zunächst verkosteten wir jedoch ein köstliches Sommerbier, das Kräusen. Andreas Schneider erzählte uns bei unserer körperlichen Renovierung mit Bier und typischen Bamberger Gerichten noch viel Wissenswertes über Bamberg, die Bamberger Archepassagiere und die Herstellung des Rauchbieres.

Einiges später als gedacht brachen wir wieder auf und bestiegen den Express zurück nach Nürnberg. Wir wußten es ja eh – Bamberg ist immer wieder mal einen Besuch wert!

14.7 – 17h – Fauna und Flora – Ein literarisches Menü

Marga Linhard

Marga Linhard

Ein Menü mit literarischen Zutaten von Torsten Härtelt und Peter Schubert, von unserer Marga Linhard (“Forsthaus Schweigelberg” ) kulinarisch interpretiert.

Und was gibt’s für den Magen?

Na das wissen wir heute noch nicht. Details folgen zum gegebenen Zeitpunkt.
Wer Marga, ihre Küche und das Forsthaus kennt, weiß, das wird à la minute entschieden. Je nach Gästezahl und Marktlage.

Der Preis beinhaltet das Menü. Getränke und Trinkgeld zahlen Sie bitte vor Ort!

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Bitte beachten Sie das Fahrverbot auf dem Schweigelberg!! Die Autos unbedingt vorher abstellen und dann ganz verliebt zum Forsthaus laufen!

Riegelein – Ein Unternehmen im Wandel – Ein Rückblick

02_20180609__Riegelein_-2Alles was man zu Riegelein wissen muss, findet sich ja schon in der Einladung. Trotzdem bin ich mit einer kleinen Portion Vorurteilen nach Cadolzburg gefahren. Denn für mich war Riegelein ein reiner Massenproduzent. Was sollte das mit Slow Food zu tun haben? Ein Unternehmen das 49% seiner Produkte im Discount und 47 % im LEH absetzt.

Die Antwort ist einfach: Peter Riegelein. Der Unternehmer ist selbst Mitglied bei Slow Food und vertritt die Nachhaltigkeitsgedanken mit großer Überzeugung. Sowohl nach innen gegenüber seinem Einkauf, Controlling und seinen Mitarbeitern in der Produktion, als auch nach außen in seinem Verband, bei Banken und natürlich bei seinen Abnehmern.

Es war eine unternehmerische Entscheidung innerhalb von drei Jahren auf Fairtradekakao umzustellen, was nicht ohne Risiko gewesen ist und auch kurzfristig zu Verlusten von Aufträgen geführt hat. Heute trägt diese Entscheidung Früchte, weil Peter Riegelein mit seinem Unternehmen Vorreiter geworden ist und damit die Welt der Bauern (und Verbraucher) ein bisschen besser macht.

Und daran wird weiter gearbeitet. In der nächsten Evolutionsstufe soll aus der Massenschokolade Sojalecithin und Emulgatoren entfernt und der Zuckeranteil gesenkt werden.

Peter Riegeleins persönliche Leidenschaft gilt der „Fortunato No 4“.  Sie wird aus der Kakaobohne des „Urkakaos“ gemacht. 60 Stunden conchiert in der Manufaktur und enthält nur Kakaomasse, Zucker und Kakaobutter.

Der ursprüngliche Pure Nacional Cacao stammt aus dem Marañón-Tal in Peru, das bestätigen Analysen. Hundert Prozent reinsortig, unverfälscht, echt und pur.

Einst in Ecuador auf Plantagen angebaut und wegen seiner fruchtigen, blumigen Aromen die beliebteste Sorte rund um den Globus, schien „Pure Nacional“ seit Anfang des 20. Jahrhunderts unwiederbringlich verloren. Jetzt war sie zurück, ans Licht getreten aus ihrem Versteck im Paradiesgarten Perus: die ungekrönte Königin des Cacao …

Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Denn in Wahrheit sind es zwei wundersame Fügungen, die die Zukunft der Schokolade neu schreiben werden: Im Flusstal des Marañón wurde nicht nur die edelste aller Kakaosorten wiedergefunden, sondern, mehr noch, eine bisher nicht gekannte Ausprägung der Pure Nacional mit weißen Bohnen entdeckt. So waren Kakao-Schoten mit 40% oder sogar 100% weißen Bohnen dieser reinen Sorte bis dahin unbekannt.
Nun muss man wissen, dass besagte weiße Bohnen nur dann entstehen, wenn sich die Kakao-Bäume für Hunderte von Jahren ungestört entwickeln. Konnte es einen größeren Glücksfall für Schokoladenliebhaber geben als die Hebung dieses Schatzes, einer Rarität unschätzbaren Wertes für Genießer auf aller Welt?

Der hohe Anteil der weißen Kakaobohnen verleiht der Kakaomasse durch das Fehlen von Bitterstoffen jenen einmalig zarten Geschmack. So vereint der Ur-Cacao aus Peru komplexe fruchtige und blumige Nacional-Aromen mit der sanften, nussigen Note heller Bohnen.
Okay – es ist nur eine Tonne von den 18000 die Riegelein jährlich verarbeitet.

Aber was in der Manufaktur gelernt wird, befruchtet auch die Massenproduktion.

Fotos: Bernd Steigerwald – www.bsteigerwald.de

 

30.6 14.30 – Besichtigung der Gemüsekiste Langenloh und Menü im Gasthof Fetz

von Torsten Härtelt

gemuesekiste_logoDer Bauernhof der Familie Fischer ist bereits seit 2001 anerkannter Bioland-Betrieb. Neben Getreide – hauptsächlich für die BioBäckerei Fischer Zandtmühle –  wird in erster Linie Gemüse angebaut. Der Lieferservice bringt ökologisch erzeugte Lebensmittel direkt ins Haus. Eine schonende Wintervorratshaltung macht es möglich, die Kunden bis ca. zwei Stunden Entfernung das ganze Jahr hindurch mit regional angebautem Gemüse zu beliefern. Mit ausgesuchten Bauern und Gärtnern aus der Region wird zusammengearbeitet, die nach den Richtlinien anerkannter Anbauverbände Landwirtschaft betreiben. Obst und Gemüse, welches regional und saisonal nicht erhältlich ist, wird durch den Bio-Großhandel bezogen. Daneben gibt es auch eine Mutterkuhhaltung Alles nach dem Grundsatz:
Wir wollen ökologische Produkte nicht nur anbauen und verkaufen, sondern den ökologischen Gedanken auch leben. Hierzu tragen auch eine Hackschnitzelheizung und eine Photovoltaikanlage bei.

Zweimal wurde der Betrieb zum Demonstrationsbetrieb „Ökologischer Landbau“ durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ernannt.

Die Eckdaten: ca. 50 ha Ackerfläche, davon 28 ha Getreide (Roggen, Weizen), 5 ha Gemüse (ca. 30 verschiedene Sorten), 7 ha Grünbrache, 8 ha Kleegras und 8 ha Wald.

Es gibt also viel zu erkunden über Landbau und Logistik der Gemüsekiste!

Im Anschluß fahren wir nach Götteldorf in den Gasthof Fetz zu einer kleinen Hofführung mit anschließendem Abendessen. Die Vorspeise und das Dessert werden einheitlich gereicht, der Rest kann a la Carte bestellt werden. Freut Euch auf einen Geheimtipp! Teilnehmer ohne Auto fahren am besten mit dem Zug Richtung Ansbach nach Wicklesgreuth, von da ist es nicht weit nach Langenloh und es sollten Mitfahrmöglichkeiten bestehen. Wer nicht mit zum Essen möchte kann ab Wicklesgreuth wieder heimfahren. Bitte bei der Anmeldung kenntlich machen. Die beiden Führungen sind kostenlos.

Hier geht es zur Anmeldung:

 

Das Hutangerprojekt in der Herbrucker Alb – Führung und Menü

Das Hutangerprojekt ist eines der ältesten und erfolgreichsten Naturschutzprojekte Bayerns. Es entstand 1985 auf Initiative der Ortsgruppe Hersbruck des Bundes Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mittelfranken aus der Erkenntnis heraus, dass die Hutanger das wichtigste Natur- und Kulturerbe der Hersbrucker Alb sind. 1987 übernahm das Naturschutzzentrum Wengleinpark die Betreuung.
Alle Details gibt es auf der Projektseite.
Rainer Wölfel führt uns durch das Projekt (festes Schuhwerk bietet sich an).
Anschliessend gehen wir dann in das Gasthaus „Zum stillen Bächlein“ und essen was wir gesehen haben.
Preis für Führung und Menü (ohne Getränke) 45 Euro.
Für Vegetarier finden wir eine Alternative – meldet Euch per Mail bitte.

„Slowfood Hutanger Menü“im Gasthaus „Zum stillen Bächlein“
Gruß aus der Küche – Beef Tea
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Sülze vom Kalb an Wildkräutersalat in Apfel-Eichen-Essig, geröstetes Bauernbrot
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Mit Rosmarin gebratenes Kalbsschäuferle, dazu glaciertes aus Wald und Flur, Pfifferlingsknödel
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Gebackene Hollerblüte an Erdbeersalat, Gurkeneis und
Fichtenknospen in Zarbitterschokolade

Rückblick auf Samstag, 14. Oktober 2017: 2. Zukunftsmarkt im Elan (von: Helga Balletta)

Auch dieses Jahr war unser KiKoKu wieder dabei und mit Emily, Sephora und Eunice drei Köchinnen, die schon 2015 ihre Erfahrungen damit gemacht haben.

Das Gemüse holten wir dieses Jahr nicht vom Bauernhof, sondern wir bekamen es von einer Freundin. Sie hält Hühner und hat eine Abmachung mit einem Supermarkt, von dem sie jeden Tag die Reste bekommt. Bedingung ist, dass sie alles, was übrig ist – hauptsächlich Obst und Gemüse, manchmal auch Pflanzen – abnehmen muss. Zuhause wird dann erst mal sortiert: Was noch gut zu gebrauchen ist, wandert in den Kochtopf (manchmal auch bei Freunden oder Nachbarn), die Pflanzen werden im Garten wieder aufgepäppelt und über den Rest freuen sich die Hühner. Was uns überrascht hat: Es sind in der Regel relativ kleine Mengen, die da „entsorgt“ werden, offenbar hat der Leiter des Supermarktes seine Bestellmengen gut im Griff. Und in den seltenen Fällen, wo es doch einmal zu viel ist, wird noch der Tiergarten beliefert.

Zum Glück war dieses Mal herrliches Wetter, trotzdem haben sich alle wieder auf den Rote-Bete-Gratin gestürzt. Eigentlich 2015 nur deshalb gemacht, damit wir wenigstens einen warmen Platz, nämlich rund um den Backofen, hatten, ist er inzwischen zum Lieblingsgericht unserer Kinder avanciert.

Es gab wieder Gemüsepfannkuchen, da es aber nur unser Neuling Julius als einziger unter großem Applaus schaffte, die Dinger im Ganzen umzudrehen, wurde das Gericht kurzerhand in Gemüsekaiserschmarrn umgetauft.

Als der Pfannkuchenteig alle war, hat Helene im Akkord Gemüsepuffer gebacken und als wir nur noch Gemüse übrig hatten, zogen Sephora und Eunice los und kamen plötzlich mit Eiern zurück, die sie vorher bei einem Rundgang am Foodsharingstand entdeckt hatten. Gegen 16 Uhr war alles aufgegessen, auch die Gemüsebrühe, die wir in essbaren Brottellern verteilten.

Ein großes Lob an unsere Kinder, die teilweise sechs Stunden auf den Beinen waren.

Und ganz herzlichen Dank an Hubert Rottner, der uns wieder seine mobile Küche geliehen hat!

 

(Wer möchte, kann sich Emily und Julius noch beim Schnippeln auf der Homepage der FN anschauen.)
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/der-zukunftsmarkt-common-im-further-elan-1.6750415

Pralinenpoesie (von Klaus-Peter Staiger)

Tauchen Sie in der kleinen exklusiven Manufaktur Pralinenpoesie von Julia Stark in die fantastische Welt der Schokolade ein. Lernen Sie dabei den Weg von der Kakaoschote über die Schokolade zur feinen Praline kennen. Gemeinsam werden wir eine erlesene Praline herstellen. Dabei lernen Sie die Geheimnisse zur Herstellung edler Pralinen kennen. Beim Probieren einiger Köstlichkeitenvertiefen Sie Ihr Wissen über den Genuss von Pralinen. Zum Abschluss erhalten Sie ein kleines Pralinenpoesie-Präsent, so dass Sie sich zuhause erneut und an das Erlebte erinnern können.