KiKoKuKäSeminar

09_k seladen (J)Das Thema Milch und Milchprodukte, vor allem Butter, Joghurt und Quark, stand auf dem Programm des Kinderkochkurses im Januar und da sollten/durften unsere JungköchInnen noch einiges selber produzieren. Im Februar sollten sie nun als Fortsetzung eine besonders veredelte und schmackhafte Form der Milch kennenlernen: Käse! Im Rahmen eines Käseseminars bei unserem Mitglied Ulrike Langer und in ihrem sehenswerten Käseladen (Feinkost Langer) durften 11 Kinderkochkurskinder erstmals Seminaratmosphäre und vor allem Käse schnuppern (aber natürlich auch verkosten).

In zwei Stunden lieferte Ulrike einen schönen Über- und Einblick in die Welt der (Rohmilch-)Käse. Anhand einiger speziell ausgesuchter Käsesorten (manchmal auch in verschiedenen Reifezuständen) konnten die Kinder erfahren, wie vielfältig Milch zu Käse verarbeitet wird und wie unterschiedlich dieser dann schmeckt. Es wurde spekuliert, ob man auch aus Mäusemilch Käse machen könnte, doch bei 10 Litern Milch für ein Kilogramm Käse, müsste man da doch sehr viel melken….

Spaß beiseite: Ulrike Langer erklärte die Käseherstellung, welche Arten von Käse es gibt, was den Unterschied zwischen Industrie- und Rohmilchkäse ausmacht und ganz viel mehr (es würde den Rahmen sprengen, alle Informationen hier zu wiederholen). Es gab keinerlei Probierängste bei den Mädels (interessanterweise waren diesmal keine Jungs dabei – was die sehr aufgeweckten Jungköchinnen gleich zu der ironischen Bemerkung veranlasste, die Jungs würden wahrscheinlich nur zu einem Wurst- und Fleischseminar kommen….). Da wurden alle angebotenen Käse beschnuppert, verkostet und begutachtet (obwohl der eine oder andere Geschmack sicher ungewohnt war und viele überhaupt zum ersten Mal solche geschmacksintensiven Rohmilchkäse probierten) – jede hatte zum Schluss so ihren Liebling gefunden.

Ulrike und der Verfasser dieser Zeilen (der als „Aufschneider“ diesmal am Kinderkochkurs teilnehmen durfte) schmuggelten auch zwei Blindproben ein: einen Supermarkt-Camembert für 0,65 Cent das Stück und einen Industrie-Emmentaler, der wahrscheinlich auch gut als Fensterkitt zu gebrauchen wäre. Natürlich erkannten unsere Fachfrauen sofort den Unterschied und (glücklicherweise!) schmeckten ihnen die im Vergleich dazu angebotenen Rohmilchexemplare deutlich besser.

Als sich alle der geistigen wie körperlichen Sättigungsgrenze näherten, durften wir noch gemeinsam in die Unterwelt und besichtigten den Arbeitsplatz von Ulrike Langer: Den Käsekeller. Hier lagern all die Prachtstücke, um dort ideal zu reifen oder verfeinert (affiniert) zu werden. Nach zwei Stunden gingen alle gut gelaunt (und wahrscheinlich für diesen Tag keinen Käse mehr essend) nach oben und jede bekam noch eine süße Kleinigkeit von Ulrike zum Abschied in die Hand gedrückt. Ein spannender Nachmittag ging zu Ende und unser großer Dank gilt Frau Langer, die uns mehrere Stunden ihrer raren Freizeit opferte und uns überhaupt erst ermöglichte, solch ein Seminar mit hochwertigen Käsesorten ohne große finanzielle Belastung durchzuführen.

Hier wieder ein paar visuelle Eindrücke, wie immer mit Genehmigung der Eltern.

Fotos: Helga Balletta, Text: peter schubert

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